Invezz

Warum die AMD‑Aktie heute um 3 % steigt

Warum die AMD‑Aktie heute um 3 % steigt
Ananthu C U
09. Sept. 2026, 21:00 PM

Unterstützt von

Invezz
AMD (buy)

Buy AMD. Die Guidance des CFO weist auf einen echten Sprung hin: Rechenzentrumsumsätze zielen auf rund $70 Mrd. in 2027 (etwa das Doppelte), zudem Ausweitung des KI‑adressierbaren Gesamtmarkts auf $3 Billionen bis 2030. Der MI450‑Hochlauf bleibt weiterhin auf 4Q26 verankert, und Lieferkettenprüfungen stützen das Timing, wodurch das "Hoffnungs"‑Risiko reduziert wird. Die steigende institutionelle Beteiligung schafft zusätzliches Nachfragepotenzial, da Fonds ihre Allokation auf KI‑Compute konzentrieren.

Kernrisiko: AMD liefert den AI‑Hochlauf 2026–2027 (MI450/MI‑455) und das Rechenzentrumswachstum nicht wie angekündigt, sodass die auf der Guidance basierende Multiples‑Expansion zurückgenommen werden könnte.

Nvidia (sell)

Sell Nvidia. Die Nachricht unterstützt klar die "AMD‑Aufhol"‑Erzählung: Investoren rotieren innerhalb der KI‑Infrastruktur zugunsten von AMDs Server‑CPUs und rackbasierten Systemen, während sich die Eigentümerschaft auf Compute konzentriert. Sollte sich die Verdopplungs‑Story für AMDs Rechenzentrum durchsetzen, könnte dies Nvidias Aufwärtspotenzial begrenzen, indem zusätzliche institutionelle Mittel eher zu AMD als ausschließlich zu Nvidia fließen.

Kernrisiko: Nvidias KI‑Plattform behält ihren Vorsprung bei Leistung/Kosten und Nachfrage, sodass AMD‑Zuwächse nicht in Marktanteilsverluste oder Margendruck für Nvidia münden.

  • AMD erwartet, dass die Rechenzentrumsumsätze bis 2027 $70 Milliarden erreichen.
  • Analysten heben AMD‑Kursziele an, da das Rechenzentrumswachstum an Fahrt gewinnt.
  • Fondsbeteiligungen an AMD steigen vor dem Hintergrund starker KI‑Nachfrage.

Die Aktien von Advanced Micro Devices (AMD) stiegen am Mittwoch, nachdem Finanzvorstand Jean Hu eine wachsende Chance im Bereich künstliche Intelligenz skizziert und erklärt hatte, dass das Unternehmen erwartet, sein Rechenzentrumsgeschäft werde sich bis 2027 verdoppeln.

Die optimistische Einschätzung veranlasste Analysten zudem, ihre Kursziele anzuheben, während Daten der Bank of America eine zunehmende institutionelle Beteiligung an AMD und anderen Halbleiteraktien zeigten.

AMD sieht $3 Billionen Chance im KI‑Bereich

Finanzvorstand Jean Hu schätzt nun, dass der für KI relevante adressierbare Gesamtmarkt bis 2030 $3 Billionen erreichen könnte, was die wachsende Nachfrage nach GPUs, Server‑CPUs und systemweiten KI‑Lösungen widerspiegelt.

Das Unternehmen erwartet, dass sein Rechenzentrumsgeschäft 2027 etwa $70 Milliarden an Umsatz erreichen wird, was ungefähr dem Doppelten des aktuellen Niveaus entspricht.

Laut den auf der Citi Global TMT Conference präsentierten Angaben sollen KI‑GPUs im unteren Bereich von $40 Milliarden beitragen, während Server‑CPUs den Rest ausmachen.

AMD rechnet zudem mit weiterem Wachstum durch Produkte der nächsten Generation.

Der MI450‑KI‑Prozessor bleibt laut Raymond‑James‑Analyst Simon Leopold primär eine Chance für das vierte Quartal 2026; Prüfungen der Lieferkette unterstützten demnach das erwartete Timing der Markteinführung.

„Wir sind in Bezug auf AMDs CPU‑Chancen etwas konstruktiver geworden“, schrieb Leopold in einer Kundenmitteilung.

Er fügte hinzu, dass Zulieferer Komponenten gezielt für AMD‑AI‑Plattformen qualifizieren, was auf breitere Investitionen in die rackbasierten Systeme des Unternehmens hindeute.

CLSA hob sein Kursziel für AMD von $575 auf $710 an und bestätigte zugleich die Einstufung „Outperform“.

Die Gesellschaft erhöhte außerdem ihre Gewinn‑pro‑Aktie‑Schätzungen für die Geschäftsjahre 2027 und 2028 um 25 % bis 29 %, gestützt auf die Erwartung, dass AMD mehr MI‑455‑GPUs zu höheren Preisen ausliefern könnte.

Institutionelle Investoren erhöhen ihr Engagement in AMD

Der AMD‑Ausblick fällt in eine Phase, in der institutionelle Investoren ihre Exponierung gegenüber der Halbleiterbranche weiter ausbauen.

Die Bank of America erklärte, Nvidia und Broadcom würden unter aktiven US‑Fondsmanagern die breiteste Eigentümerschaft aufweisen, während auch AMD und Micron deutliche Zuwächse verzeichneten.

Laut den Daten der August‑Equity‑Strategie der Bank of America wurde AMD von 51 % der Fonds gehalten.

Die Exponierung gegenüber der Halbleiterbranche lag bei 1,15‑mal dem Benchmark, nach 1,08‑mal im Mai.

Analyst Vivek Arya sagte, die Eigentümerschaft habe sich zunehmend auf Werte aus den Bereichen Compute, Memory und Halbleiterausrüstung konzentriert, mit Beteiligungsniveaus von jeweils 74 %, 43 % bzw. 40 %.

Memory‑Aktien verzeichneten den größten monatlichen Anstieg, während bei Halbleiterausrüstung ebenfalls ein deutlicher Zuwachs der Fondsbeteiligung zu beobachten war.

Arya sagte, AMDs Anteil sei im Monatsvergleich relativ gewichtet um 7 % und im Quartalsvergleich relativ gewichtet um 75 % gestiegen. Die Beteiligung an Intel nahm ebenfalls zu, blieb jedoch deutlich hinter den am weitesten gehaltenen Halbleiternamen zurück.

AMD steht in einem starken, aber wettbewerbsintensiven KI‑Markt

Die Kursgewinne von AMD spiegeln wachsende Anlegererwartungen an seine Rolle beim Aufbau der KI‑Infrastruktur wider. Die Expansion des Rechenzentrumsgeschäfts, die bevorstehende MI450‑Markteinführung und das Wachstum bei Server‑CPUs sind zentrale Bestandteile dieser Perspektive.

Leopold sagte, die Prüfungen in der Lieferkette hätten nichts ergeben, das die MI450‑Umsätze nennenswert in frühere Perioden vorziehen würde, sodass der Hochlauf im vierten Quartal 2026 die Hauptchance bleibe.

Gleichzeitig konkurriert AMD um institutionelle Aufmerksamkeit mit Nvidia und Broadcom, da Fondsmanager ihre Halbleiterexponierung auf Bereiche bündeln, die mit KI‑Computing, Memory und Ausrüstung verknüpft sind.

Die generelle Haltung der Wall Street gegenüber AMD bleibt konstruktiv: 41 Kauf‑Einstufungen und keine Verkaufsempfehlungen.