Uneinheitliche Wall-Street-Futures vor wichtigen Daten: 5 Dinge vor Handelsstart

KI-Sentiment: 35/100 Bärisch
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Dass Brent nach dem Überschreiten von $100 wegen des Angebotsrisikos im Nahen Osten über $100 bleibt, hält die Inflationserwartungen klebrig und stützt die Narrative, dass ‚Öl ein Aktienmarkt-Thema‘ ist. Sollte der PPI heiß ausfallen, werden die Märkte dies als anhaltende Nachfrage-/Inflationspersistenz werten, was Rohöl typischerweise stützt. United States Oil Fund (USO) kaufen für eine Fortsetzungsbewegung, die mit einem anhaltend hohen Ölpreis verbunden ist.
Kernrisiko: Ein rasches Ende der Angebotsknappheit oder ein breites Risk-off, das die Rohölnachfrage einbrechen lässt, würde den Ölpreis deutlich nach unten treiben.
Der PPI ist der nächste Katalysator, und das Umfeld ist bereits zinssensitiv: Die 10‑Jahres‑Rendite bei rund 4,85% und das Flirten mit 5% machen langlaufende Wachstumswerte verwundbar. Wenn der PPI heiß ausfällt (Gesamt ~0,4% / Kern ~0,3% besser), dürften die Renditen weiter steigen und die Bewertungsmultiplikatoren für Wachstum zusammenfallen. Invesco QQQ verkaufen (oder Put‑Optionen kaufen) im PPI‑Fenster; Position gehalten lassen, falls der CPI am Freitag das bestätigt.
Kernrisiko: Der PPI fällt deutlich schwach aus und die Renditen fallen schnell, wodurch der Duration-Trade umgekehrt wird.
- US-Futures bleiben uneinheitlich, während Händler auf den PPI und die EZB-Zinsentscheidung warten.
- Brent über $100 hält die Inflationsängste aufrecht, da Anleiherenditen erhöht bleiben.
- Apple, Oracle und Adobe rücken Tech-Gewinne und KI-Ausgaben wieder in den Fokus.
Die US-Futures lagen am Donnerstag uneinheitlich, da Anleger auf Daten zu den Erzeugerpreisen warteten, um zu prüfen, ob der jüngste Ausverkauf bei Anleihen und Aktien noch weitergehen könnte.
Dow-Futures stiegen um über 100 Punkte (0,21%) und S&P-500-Kontrakte gewannen 0,13%, während Nasdaq-100-Futures nach drei Verlusttagen 0,17% nachgaben.
Brent-Öl blieb über $100 pro Fass und die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe verharrte nahe 4,85%, was die Inflationsängste schürte.
Der PPI-Bericht erscheint um 8:30 Uhr ET, während die EZB-Entscheidung, Apples Reaktion nach dem Produktstart und die Gewinnmeldungen von Oracle und Adobe den Händlern vor und nach dem Handelsstart heute viel zu verarbeiten geben.
5 Dinge vor dem Handelsstart an der Wall Street
1. PPI bietet die erste Gelegenheit, den Markt zu bewegen
Die Erzeugerpreise für August werden eine Stunde vor Handelsbeginn veröffentlicht und könnten den Händlern den bislang klarsten Hinweis darauf geben, ob die Fed nächste Woche pausieren kann.
Ökonomen erwarten einen Anstieg des Gesamt-PPI um etwa 0,4% zum Vormonat, während der Kern-PPI um 0,3% steigen dürfte.
Die Märkte sehen etwa eine 60%ige Wahrscheinlichkeit für eine Fed-Erhöhung um ein Viertelpunkt. Ein heißerer Wert könnte die Renditen steigen lassen und Wachstumsaktien unter Druck setzen; ein schwächeres Ergebnis würde diese Wette in Frage stellen. Der CPI folgt am Freitag.
2. Öl über $100 wird zum Thema für Aktienmärkte
Brent blieb nach dem Überschreiten von $100 in dieser Woche über $101, da die Kämpfe im Nahen Osten die Versorgung aus dem Golf weiterhin bedrohen. Auch WTI blieb erhöht, wodurch Transportkosten und Inflationserwartungen unter Druck bleiben.
Mark Haefele von UBS Global Wealth Management sagte zu Barron’s, dass die psychologische Wirkung von $100-Öl relevant sei, aber Gewinnwachstum und strukturelle Investitionen für Aktien weiterhin wichtiger bleiben sollten.
Das erklärt, warum die Futures nicht auf völlige Panik hindeuten.
3. Die 10‑Jahres‑Rendite nähert sich einem gefährlicheren Niveau
Die Rendite der 10-jährigen US-Staatsanleihe lag bei rund 4,85%, nahe dem höchsten Stand seit 2023, nachdem der geplante $6-Milliarden-Rückkauf längerfristiger Schuldverschreibungen des Finanzministeriums Teile des Marktes enttäuscht hatte.
Die Entwicklung trat ein, weil Anleger auf eine größere Intervention gehofft hatten. Am Donnerstag stehen zudem die Rückkaufaktion und eine $22-Milliarden-Auktion von 30-jährigen Anleihen an.
Eine Annäherung an 5% würde den Bewertungsdruck auf Technologie- und andere langlaufende Titel schwerer zu ignorieren machen.
4. Die EZB könnte die globale Straffung verstärken
Die Europäische Zentralbank wird allgemein erwartet, am Donnerstag ihren Einlagensatz um 25 Basispunkte auf 2,5% anzuheben.
Die Entscheidung selbst ist fast vollständig eingepreist, sodass Christine Lagardes Orientierungshinweise das größere Thema sind.
ING-Ökonomen sagten gegenüber MarketWatch, sie erwarteten, dass Lagarde ihre Optionen offenhält und sich dagegenlegt, die Markterwartung für drei weitere Erhöhungen bis Juni 2027 zu bestätigen.
Eine schärfere Botschaft würde die Befürchtung verstärken, dass höhere Energiepreise die Politik weltweit weiter straffen.
5. Apple, American Eagle und Software-Gewinne erhöhen aktienspezifisches Risiko
American‑Eagle-Aktien fielen vorbörslich um über 11% trotz eines Gewinns von 79 Cent pro Aktie, deutlich über den Erwartungen.
Anleger konzentrierten sich stattdessen auf schwächere Warenmargen, eine verfehlte Entwicklung der vergleichbaren Umsätze und die einmalige Zollrückerstattung, die den Gewinn erhöhte.
Apple steht weiter im Fokus, nachdem das Unternehmen das $1,999 teure iPhone Duo vorgestellt hat, sein erstes faltbares Telefon. Nach Börsenschluss berichten Oracle und Adobe über ihre Ergebnisse.
Oracle wird an der Nachfrage nach KI-Cloud und den Ausgaben dafür gemessen, während Adobe vor einem weiteren Test steht, ob die KI-Adoption wiederkehrende Umsätze beschleunigen kann.
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