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Eine Frage für Unternehmen 2020: IPO oder Direktplatzierung

Eine Frage für Unternehmen 2020: IPO oder Direktplatzierung
Damian Wood
25. Dez. 2019, 07:19 AM
  • Beim typischen IPO werden Aktien mit Hilfe von Investmentbanken ausgegeben.
  • Die Direktplatzierung dagegen eröffnet den schon vorhandenen Investoren eine
  • Eine Direktplatzierung umgeht zwar den mit dem traditionellen IPO-Prozess verbundenen

Die meisten Unternehmen, die in den letzten Jahren an die Börse gegangen sind, haben sich für das typische IPO-Verfahren entschieden. Es gibt jedoch eine Alternative bei der Börsennotierung, die so genannte Direktplatzierung

Während der Ablauf des IPO-Prozesses Investoren im Allgemeinen bekannt ist, gilt dies nicht unbedingt gleichermaßen für das direkte Listing, so dass der Unterschied zwischen den beiden Verfahren hier zu verdeutlichen ist. 

Im Normalfall bedeutet das Initial Public Offering die Platzierung neuer Aktien mithilfe von Emissionsbanken. Im Gegensatz dazu werden bei einer Direktplatzierung keine neuen Aktien ausgegeben, sondern der Börsengang gibt Investoren und anderen Anteilseignern die Möglichkeit, ihre Anteile über den geregelten Markt zu verkaufen. 

Initial Public Offering

Der IPO-Prozess in den USA beinhaltet Folgendes:

  • Einreichung eines S-1-Formulars bei der Securities and Exchange Commission (Börsenaufsichtsbehörde)
  • Aufstellung eines Einnahmeziels
  • Festlegung eines Preises für die auszugebenden Aktien
  • Verkauf der Aktien an institutionelle Investoren
  • Aufnahme des öffentlichen Handels an der Börse

Anleger sind in der Regel an den Eröffnungs- und Schlusskursen des ersten Handelstages interessiert. Es ist im Allgemeinen vorteilhaft, wenn die Aktien eines Unternehmens über dem IPO-Kurs gehandelt werden, ist der gehandelte Kurs aber deutlich höher, haben die Unternehmen möglicherweise Geld “verschenkt”.

Direktplatzierung 

Diese  Methode der Börsengangs ist "direkt" in dem Sinne, dass zahlreiche Schritte des typischen IPOs umgangen werden.

Unternehmen, die sich für eine Direktnotierung entscheiden, müssen beispielsweise keine Festlegung einer IPO-Preisspanne oder eine Vermarktung in Roadshows vornehmen.

Die Direktnotierung eignet sich daher eher für Unternehmen, die über eine etablierte Marke verfügen, da der Markt das Unternehmen bereits gut kennt und einschätzen kann. Für neue Unternehmen hingegen kommt oft eher der typische IPO-Prozess in Betracht.

Jay Heller von der Nasdaq sagt, dass ein Unternehmen, das für eine Direktplatzierung  in Frage kommt, bekannt sein und ein erfahrenes Team von Managern haben sollte, keinen unmittelbaren Kapitalbedarf hat und bereit ist, den Investoren vor der Notierung alle relevanten Kennzahlen und Finanzprognosen zur Verfügung zu stellen.

Heller weist auch darauf hin, dass eine Direktnotierung zwar mit einigen Vorteilen verbunden ist wie dem verkürzten Platzierungsprozess, aber Unternehmen auch mit Liquiditäts- und Volatilitätsproblemen konfrontiert sein können.