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CEO Darren Woods von Exxon hält sein Versprechen, die Gewinne des Unternehmens wiederzubeleben, nicht ein

CEO Darren Woods von Exxon hält sein Versprechen, die Gewinne des Unternehmens wiederzubeleben, nicht ein
Michael Harris
29. Jan. 2020, 12:54 PM
  • CEO Darren Woods von Exxon hält sein Versprechen, die Gewinne des Unternehmens wiederzubeleben, nicht ein.
  • Exxon liegt mit -13% im Hinblick auf die Aktionärsrendite deutlich hinter seinen Mitbewerbern zurück.
  • Die Investitionsausgaben kletterten für das Unternehmen im Jahr 2019 auf 35 Milliarden Dollar.
  • Woods hatte für Exxon im Jahr 2019 Einnahmen in Höhe von 25 Milliarden Dollar erwartet.
  • Exxon wurde am Montag an der Börse mit einem Zehnjahrestief von 65 Dollar pro Aktie gehandelt.

Der CEO von Exxon Mobil Corp, Darren Woods, hatte sich zuvor zuversichtlich gezeigt, die Gewinne des Unternehmens wiederzubeleben. Nach dem jüngsten Bericht haben ihm jedoch zwei seiner bekanntesten Einheiten, Chemikalien und Raffinerien, im Weg gestanden, um sein Versprechen einzulösen.

Nach Ansicht der Analysten müssen die Öl- und Gasunternehmen aufgrund der schwächeren Aussichten für die jährliche Gewinnspanne im Jahr 2019 ihre zuvor angekündigten mutigen Ausgabenpläne neu überdenken, wenn sie die nächste Welle fallender Ölpreise bewältigen möchten. Um die Dividenden der Anteilseigner zu decken, müsse Exxon nun einige seiner Vermögenswerte veräußern.

Exxon ist das zweitgrößte börsennotierte Ölunternehmen

In der Liga der börsennotierten Ölunternehmen ist Exxon nach Saudi Arabian Oil Co an zweiter Stelle. Aufgrund seiner Größe und seines Managements hatte Exxon zuvor den Ruf eines Unternehmens mit dem größten Potenzial, mit der Volatilität der Ölpreise fertig zu werden.

Nach einem kontinuierlichen Rückgang der Chemieeinheit rutscht der Ruf von Exxon jedoch schnell aus den Händen, da es weiterhin einen schlechten Gewinn als erwartet auf Jahresbasis verbuchen kann. Laut Refinitiv haben Exxon-Konkurrenten wie Chevron Corp und British Petroleum einen Anstieg der Renditen der Anteilseigner um 25 % bzw. 82 % verbucht. Exxon hinkt dagegen mit -13% deutlich hinterher.

Woods übernahm Exxon als CEO im Jahr 2017. Ab 2016 waren die Investitionen von Exxon auf 19 Milliarden US-Dollar begrenzt. Nach der Strategie von Woods, die Chemikalien-, Raffinerie- und Ölproduktion zu steigern, um das Jahresergebnis zu verbessern, beliefen sich die Investitionsausgaben im Jahr 2019 auf den Rekordwert von 35 Mrd. USD.

Woods hatte im Jahr 2019 mit einem Exxon-Ergebnis von 25 Milliarden US-Dollar gerechnet

Im März 2019 hatte Woods für 2019 einen Gewinn von 25 Milliarden US-Dollar für Exxon erwartet. Die Prognose für 2021 lag dagegen bei weitaus höheren 31 Milliarden US-Dollar. Vor einem Einbruch der Ölpreise hatte Exxon 2014 einen Jahresgewinn von 32,5 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet.

Weitere Details zur Quartalsentwicklung des Unternehmens sollen am Freitag in seinem Ergebnisbericht bekannt gegeben werden, zu dem sich Exxon nicht äußern wollte. Der Öl- und Gaskonzern führte jedoch ein weltweites Überangebot an Chemikalien, Komplikationen im Handel zwischen den USA und China und die margenschrumpfenden Kraftstoffe für die schlechte Leistung an. Die Raffinerie blieb dagegen aufgrund der Geräteausfälle unter Druck.

Exxon wurde am Montag an der Börse mit rund 65 USD je Aktie gehandelt, was einem Niveau nahe kommt, das vor einem Jahrzehnt erreicht wurde.