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Die chinesische Botschaft fordert Frankreich nachdrücklich auf, einen fairen Wettbewerb bei der Auswahl von 5G-Ausrüstungslieferanten sicherzustellen

Die chinesische Botschaft fordert Frankreich nachdrücklich auf, einen fairen Wettbewerb bei der Auswahl von 5G-Ausrüstungslieferanten sicherzustellen
Michael Harris
11. Feb. 2020, 09:54 AM
  • Die chinesische Botschaft fordert Frankreich nachdrücklich auf, einen fairen Wettbewerb bei der Auswahl von 5G-Ausrüstungslieferanten sicherzustellen.
  • Laut französischen Medien ist Huawei möglicherweise in mehreren Städten Frankreichs mit zusätzlichen Einschränkungen konfrontiert.
  • ANNSI veröffentlicht im Laufe dieses Monats seinen vorläufigen Bericht über Geräte verschiedener 5G-Zulieferer.

Frankreich wählt derzeit 5G-Anbieter aus, um ein landesweites Telekommunikationsnetz aufzubauen. Die chinesische Botschaft hat am Sonntag ihre Besorgnis darüber geäußert, dass Huawei Technologies aufgrund der Anschuldigung der USA gegen den Technologieriesen diskriminiert wird. Die Botschaft appellierte ferner an die französische Regierung, einen fairen Wettbewerb zu unterstützen und Huawei im Vergleich zu seinen anderen Konkurrenten in Frankreich keine größeren Einschränkungen aufzuerlegen.

Die Vereinigten Staaten von Amerika haben Huawei letztes Jahr mit der Behauptung auf die schwarze Liste gesetzt, dass es sich um ein chinesisches Spionagetool handelt. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind derzeit bestrebt, das Verbot von Huawei in anderen Ländern durch ein engagiertes Team auszuweiten, das konsequent versucht, die Regierungen von den Auswirkungen zu überzeugen. Huawei hat jedoch alle derartigen Vorwürfe bestritten.

Laut französischen Medien ist Huawei möglicherweise mit zusätzlichen Einschränkungen in Frankreich konfrontiert

Da Frankreich die Einführung der Wireless-Technologie der nächsten Generation plant, sind alle Augen auf die Haltung des europäischen Landes zu Huawei gerichtet, die bisher nicht mit Sicherheit zum Ausdruck gebracht wurde. Einige Medien in Frankreich haben bereits auf die Aussicht hingewiesen, dass das chinesische Technologieunternehmen in mehreren Städten strengen Beschränkungen ausgesetzt ist.

Auf ihrer Website brachte die chinesische Botschaft ihre Enttäuschung über solche Gerüchte zum Ausdruck und zitierte den französischen Präsidenten Emmanuel Macron, der bereits mehrfach wiederholt hatte, dass Frankreich beim Ausbau seines 5G-Telekommunikationsnetzes einen fairen Wettbewerb sicherstellen werde.

Das französische Wirtschaftsministerium weigerte sich, sich zu den Nachrichten zu äußern, während Huawei auf die Anfrage ebenfalls noch nicht reagiert hat.

Die chinesische Botschaft hob ferner hervor, dass das schwedische Unternehmen Ericsson und das finnische Unternehmen Nokia ausgewählt wurden, um das inländische 5G-Netz im Land auszubauen. Dies zeigt, wie stark China an einen fairen Wettbewerb glaubt und dies auch von Frankreich erwartet.

ANSSI veröffentlicht seinen vorläufigen Hinweis zu Geräten von mehreren Lieferanten

ANSSI, die Cybersicherheitsagentur in Frankreich, evaluiert und bewertet derzeit die Geräte mehrerer Anbieter. Die vorläufigen Ergebnisse der Agentur werden voraussichtlich Ende dieses Monats bekannt gegeben.

Einige der Telekommunikationsanbieter in Frankreich haben sich bereits für ihren bevorzugten Anbieter entschieden. So hat beispielsweise die französische Orange kürzlich ihre Partnerschaft mit Nokia und Ericsson für das kommende 5G-Netz bekannt gegeben.

Weltweit hat das Vereinigte Königreich Huawei angekündigt, eine begrenzte Rolle bei der Einführung eines landesweiten 5G-Netzwerks zu spielen. Premierminister Johnson zeigte sich auch zuversichtlich, dass in Kürze ein umfassenderes Handelsabkommen mit den USA unterzeichnet wird, obwohl die USA dem Wunsch, Huawei zu verbieten, nicht nachgekommen sind. Die USA erklärten hingegen ihre Pläne, in Ericsson und Nokia zu investieren, um die Dominanz von Huawei auf dem 5G-Markt zu sabotieren.