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In Deutschland steigt das Rezessionsrisiko mit einem vierteljährlichen Wirtschaftswachstum von 0,0%.

In Deutschland steigt das Rezessionsrisiko mit einem vierteljährlichen Wirtschaftswachstum von 0,0%.
Michael Harris
15. Feb. 2020, 15:13 PM
  • In Deutschland steigt das Rezessionsrisiko mit einem vierteljährlichen Wirtschaftswachstum von 0,0%.
  • Coronavirus soll das verarbeitende Gewerbe in Deutschland im Jahr 2020 unter Druck setzen.
  • Eine Reduzierung der Staatsausgaben und ein schwächerer privater Konsum könnten in den kommenden Monaten fiskalische Anreize erfordern.

Destatis kündigte am Freitag den vorläufigen deutschen BIP-Quartalsbericht an, aus dem hervorgeht, dass sich die Wirtschaft im letzten Quartal 2019 abgeschwächt hat. Ein Großteil der Schwäche war auf niedrigere Staatsausgaben und einen schlechten privaten Konsum zurückzuführen. Die Daten vom Freitag deuten darauf hin, dass Deutschland derzeit erneut dem Risiko einer Rezession ausgesetzt ist, inmitten der Konservativen, die derzeit nach einem neuen Führer als Nachfolger von Bundeskanzlerin Angela Merkel suchen.

Die größte europäische Wirtschaft ist an zwei Fronten betroffen. das verarbeitende Gewerbe und der Automobilsektor, wobei ersterer aufgrund eines starken Rückgangs der Exporte unter Druck steht, während letzterer aufgrund einer zunehmenden Trendwende zu den teureren Elektroautos gewogen wird.

Rückgang der Staatsausgaben und des privaten Verbrauchs führen zu Rezessionsrisiken

Laut Wirtschaftswissenschaftlern haben die Staatsausgaben und der private Konsum die Wirtschaft bisher unterstützt, aber wenn diese beiden Maßnahmen im Geschäftsjahr 2020 zurückgehen würden, würde das Risiko einer Rezession in Deutschland erheblich steigen.

Ein positiver Hinweis auf das vierteljährliche Bruttoinlandsprodukt (BIP) am Freitag waren die überarbeiteten Daten für das dritte Quartal, die auf ein höheres Wachstum von 0,2% im Vergleich zu den zuvor angekündigten 0,1% hindeuteten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes gingen die Ausgaben für Geräte und Maschinen im letzten Quartal gegenüber dem dritten Quartal 2019 zurück. Während die Exporte im vierten Quartal weiterhin unter Druck standen, hat der Bausektor im letzten Quartal breitere Investitionen hervorgehoben.

In den vergangenen Monaten hat sich die Regierung Merkel weiterhin dafür eingesetzt, keine zusätzlichen fiskalischen Anreize zu setzen, um eine nachhaltige Rückkehr des Wirtschaftswachstums in Deutschland zu gewährleisten. In den kommenden Monaten wird die Notwendigkeit einer solchen Strategie jedoch unvermeidlich, wenn die Wirtschaft weiterhin schleppend bleibt. Der jüngste Ausbruch von Coronavirus in China dürfte beispielsweise das verarbeitende Gewerbe im Geschäftsjahr 2020 unter Druck setzen.

Deutscher Großhandelspreisindex (WPI) schlägt Verbesserung im Januar vor

In separaten Nachrichten zeigte der Monatsbericht des deutschen Großhandelspreisindex (WPI) am Freitag eine Verbesserung auf 1,0% im Januar. Die Zahl wurde im Dezember auf unverändert (0,0%) begrenzt, woraufhin die Analysten für Januar ein Wachstum von 0,1% erwartet hatten.

EUR / USD blieb am Freitag auf dem Devisenmarkt unter Druck. Während das Währungspaar früher am Tag auf rund 1,0860 stieg, folgte ein Rückgang auf das Niveau von 1,0835, um das es sich derzeit einpendelt. Der Rückgang auf fast das Tagestief war größtenteils auf den Optimismus der Einzelhandelsumsätze in den USA und die Konsumentenstimmung zurückzuführen, die den US-Dollar-Index über die entscheidende Marke von 99,0 brachten.