Globale Aktien von Fluggesellschaften sind angesichts der zunehmenden Fälle von Coronavirus außerhalb Chinas massiv betroffen

Globale Aktien von Fluggesellschaften sind angesichts der zunehmenden Fälle von Coronavirus außerhalb Chinas massiv betroffen
Written by:
Michael Harris
26th Februar, 09:42
Updated: 23rd Juni, 08:02
  • Globale Aktien von Fluggesellschaften sind angesichts der zunehmenden Fälle von Coronavirus außerhalb Chinas massiv betroffen.
  • American Airlines ging am Montag um 8,5% zurück, während EasyJet massiv um 16,7% zurückging.
  • Coronavirus hat weltweit 80.000 Menschen infiziert und bisher 2.621 Todesfälle verursacht.
  • Die International Air Transport Association schätzt die Einnahmen der Fluggesellschaften in diesem Jahr auf 29 Milliarden Dollar.

Angesichts der zunehmenden Fälle von Coronavirus außerhalb Chinas wecken selbst die reduzierten Kraftstoffpreise keinen Optimismus in Bezug auf Reisen und Tourismus auf der ganzen Welt. Inmitten solcher Komplikationen verzeichneten die Aktien der Fluggesellschaften am Montag einen deutlichen Rückgang.

Mit 25,45 USD pro Aktie an der Börse gab American Airlines am Montag um 8,5% nach und verzeichnete in über vier Monaten ein neues Tief. Ein Rückgang der Delta Air Lines um 6,3% führte zu einem Rückgang auf 54,23 USD, der zuletzt vor rund vier Monaten zu verzeichnen war. United Airlines gab am Montag um 3,3% nach, während Southwest Airlines einen Rückgang von 4,3% verzeichnete. Im Vergleich zu den Aktien der Fluggesellschaft verlor der Referenzindex S & P 500 am Montag 3,4%.

Coronavirus hat bisher 80.000 Menschen weltweit infiziert und 2.621 Todesfälle verursacht

Die Gesamtzahl der COVID-19-Fälle (Coronavirus) hat sich 80.000 angenähert, wobei weltweit mindestens 2.621 Todesfälle gemeldet wurden. Außerhalb Chinas sieht die WHO (Weltgesundheitsorganisation) die steigenden Fälle in Italien und Südkorea mit 220 bzw. 830 gemeldeten Fällen als am besorgniserregendsten an.

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Europäische Fluggesellschaften wurden auch auf den Finanzmärkten gewogen. Das irische Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und Handel hat kürzlich seine Bürger daran gehindert, in die betroffenen Länder zu reisen, um die weltweite Verbreitung des Virus einzudämmen. Bei den europäischen Fluggesellschaften übernahm EasyJet die Führung mit einem Aktienrückgang von 16,7%, während bei Ryanair und der Deutschen Lufthansa 13,5% bzw. 8,8% verzeichnet wurden. Die International Consolidated Airlines Group verlor am Montag ebenfalls 9% an der Börse, während Air Frace – KLM einen Rückgang von 8,7% verzeichnete.

Laut Cirium wurden bisher 200.000 Flüge nach, von und innerhalb Chinas abgesagt

Cirium, ein Luftfahrtberatungsunternehmen, meldete kürzlich bis zu 200.000 Flüge, die nicht nur von und nach China, sondern auch innerhalb Chinas gestrichen wurden. Das Unternehmen gab weiter an, dass sich die Störungen wahrscheinlich weiter ausdehnen werden, wenn der Gesundheitsnotfall in den kommenden Monaten andauert und sich ausdehnt.

Die International Air Transport Association kündigte kürzlich einen massiven Umsatz von 29 Milliarden US-Dollar an, der den Fluggesellschaften in diesem Jahr aufgrund der Viruskrise erwartet wird. Die weltweite Nachfrage nach Flugreisen dürfte zum ersten Mal seit über einem Jahrzehnt wieder deutlich zurückgehen.

Alle in den USA ansässigen Fluggesellschaften haben außerdem eine vorübergehende Einstellung der Flüge nach Hongkong und zum chinesischen Festland angekündigt. Die rasche Ausbreitung des Virus im Iran, in Südkorea und in Italien droht COVID-19, die Form einer Pandemie anzunehmen. Das zweite und dritte Quartal des Jahres sind bekanntermaßen die geschäftigste Zeit des Jahres für Fluggesellschaften. Ob sie ihre Verluste in diesem Zeitraum wieder gutmachen können oder nicht, bleibt abzuwarten.

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