Aston Martins Vorsteuerverlust steigt, da Coronavirus auf Nachfrage lastet

Aston Martins Vorsteuerverlust steigt, da Coronavirus auf Nachfrage lastet
  • Aston Martins Vorsteuerverlust erhöht sich im 1. Quartal aufgrund von COVID-19 auf 118,9 Mio. £.
  • Der Luxusautohersteller hat letzte Woche die Produktion in seinem walisischen Werk wieder aufgenommen.
  • Das Unternehmen zog seine Finanzprognose aufgrund der zunehmenden Coronavirus-Ungewissheit zurück.

Aston Martin (LON: AML) sagte am Mittwoch, dass das Unternehmen im 1. Quartal einen erheblichen Verlust erlitten habe, da die Coronavirus-Pandemie die globale Autoindustrie fast zum Stillstand gebracht und die Nachfrage vernichtet habe. Der Hersteller von Luxusautos betonte auch, dass die Produktion seines lang erwarteten DBX SUV jedoch weiterhin auf Kurs sei.

Aston Martin ging 2018 an die Börse, als seine Aktien mit 19 £ bewertet wurden. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels wird die Aktie jedoch auf 35 Pence pro Aktie gehandelt.

Aston Martin beurlaubt Mitarbeiter zur Bekämpfung von COVID-19

COVID-19 führte auch zu einem massiven 31%igen Rückgang des jährlichen Kernumsatzes von Aston Martin im Einzelhandel. Um den wirtschaftlichen Rückschlag durch die Gesundheitskrise abzufedern, kürzte das Unternehmen die Gehälter seiner Führungskräfte und beurlaubte einen Teil seiner Belegschaft.

Aston Martin ist bekannt als die bevorzugte Marke der Kino-Ikone James Bond. Das britische Unternehmen sagte am Mittwoch, dass sein Vorsteuerverlust im Quartal, das am 31. März endete, 118,9 Mio. £ betrug, im Vergleich zu 17,3 Mio. £ Verlust im gleichen Quartal des Vorjahres. Der Autokonzern gab auch seinen Verlust für das Gesamtjahr 2019 in Höhe von 104 Mio. £ bekannt.

Bei den Einnahmen verbuchte Aston Martin 78,6 Mio. £ gegenüber dem Vorjahreswert von 196 Mio. £. Das Unternehmen hat letzte Woche die Produktion in seinem walisischen Werk wieder aufgenommen.

Unter Ausklammerung einmaliger und anderer außerordentlicher Aufwendungen meldete das Unternehmen im letzten Quartal einen bereinigten Verlust von 46,9 Mio. £. Im Vergleichsquartal 2019 hatte Aston Martin einen EBITDA-Gewinn in Höhe von 28,3 Mio. £ verzeichnet.

Aston Martin zieht Finanzprognose wegen Coronavirus-Ungewissheit zurück

In seinem Bericht vom Mittwoch erklärte der Hersteller von Luxusautomobilen außerdem, im 1. Quartal 578 Fahrzeuge verkauft zu haben, was fast 50% weniger ist als die 1.057 Fahrzeuge, die er im 1. Quartal des vergangenen Jahres verkauft hatte. Im November senkte Aston Martin seine Prognose für die Fahrzeugverkäufe im Jahr 2020. Experten hatten prognostiziert, der Autohersteller werde in diesem Jahr 6.000 bis 6.473 Fahrzeuge verkaufen. Das Unternehmen gab keine konkreten Zahlen bekannt, sagte aber, dass seine Verkaufsprognose ebenfalls im Bereich der Schätzungen der Analysten liege.

Am Mittwoch zog Aston Martin jedoch seine bisherige Finanzprognose mit dem Hinweis auf die zunehmende Ungewissheit im Zusammenhang mit der Coronavirus-Pandemie zurück.

Aston Martin hat am Mittwoch am Aktienmarkt bisher mehr als 10% an der Börse verloren. Seit Jahresbeginn ist das Unternehmen mit einem Umsatz von 527,75 Mio. £ derzeit um mehr als 80 % zurückgegangen.

Von Wajeeh Khan
Mr. Khan spezialisiert sich im Gebiet des Gesundheitswesen, ist jedoch auch ein Trader aus tiefster Leidenschaft. So fokussierte er sich auf zwei Hobbys, nämlich auf das Schreiben und das Traden in seiner später Jugend. Heute ist er ein professioneller Trader und Redakteur mit bereits über 5 Jahren an Erfahrung in den unterschiedlichsten Finanzmärkten. Khans Leidenschaft ist leicht erklärt: Er möchte seinen Lesern aufschlussreiche und wissenswerte Artikel liefern, damit diese deren Portfolio bestmöglich zu deren Gunsten aufstocken können.
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