Bank of Korea will Krypto genauer unter die Lupe nehmen

Bank of Korea will Krypto genauer unter die Lupe nehmen
  • Koreanische Zentralbank wird ein Forschungspanel zur Untersuchung der rechtlichen Fragen des CBDC einrichten.
  • Die Bank machte den Schritt, obwohl es im Land keine Nachfrage nach einheimischen Kryptos gibt.
  • Das Gremium hat heute seine Arbeit aufgenommen und soll bis Mai 2021 weiter forschen.

Die südkoreanische Zentralbank, die Bank of Korea (BOK), bereitet sich darauf vor, tiefer in den Kryptowährungsraum einzudringen. Das Land hat bereits Anfang dieses Jahres ein fast zwei Jahre dauerndes Programm gestartet. Während derzeit alles auf einen Mangel an Nachfrage hindeutet, beschloss die BOK, eine Rechtsberatungsgruppe für Krypto zu gründen.

Das Ziel der Gruppe wird es sein, die rechtlichen Fragen zu prüfen, bevor die Bank ihre eigene CBDC (Central Bank Digital Currency) einführt.

Neue Anstrengungen der koreanischen Zentralbank zur Untersuchung des CBDC

Ein kürzlich veröffentlichter Bericht behauptet, dass die Zentralbank des Landes die Gruppe mit derzeit sechs Mitgliedern bereits eingerichtet hat. Dazu gehören Rechtspraktiker und Rechtsprofessoren, die über die Ausgabe und Verwaltung von Kryptogeld beraten werden.

Das Gremium hat heute offiziell seine Arbeit aufgenommen und wird bis Ende Mai 2021 weitergeführt. Der Beamte der Bank erklärte: „Wir haben die Beratergruppe eingerichtet, um rechtliche Fragen im Zusammenhang mit einem CBDC zu erörtern und herauszufinden, welche Gesetze überarbeitet oder erlassen werden müssen, um einen reibungslosen Ablauf bei der möglichen Ausgabe von digitalem Geld durch die BOK zu gewährleisten.

Abgesehen davon enthielt der Bericht auch einen Überblick über die Kommentare des Gouverneurs der Bank, Lee Ju-yeol. Er erklärte, dass es für die Bank notwendig sei, ihre Forschung und Entwicklung für den CBDC zu verbessern. Er sieht digitale Innovation als eine entscheidende Aufgabe sowohl für Banken als auch für private Kreditgeber. Als solche sollten sie gerade jetzt, wo kontaktlose Zahlungsmethoden auf dem Vormarsch sind, angenommen werden.

Keine Nachfrage nach CBDCs in Korea

Zwar deutet dieser Schritt zweifellos darauf hin, dass das Land bereit ist, seinen CBDC einzurichten und zu nutzen, aber das ist noch nicht sicher. Tatsächlich scheint das Land die Idee eines einheimischen Kryptos abzulehnen. Das Rechtspanel ist zwar ein wichtiger Schritt in der Krypto-Welt, wird aber eher ein Testprogramm sein.

Der Grund dafür ist, dass es einfach keine Nachfrage nach einem CBDC gibt. Die Bank möchte jedoch bereit sein, schnell zu handeln, wenn sich die Situation ändert und Bedarf besteht.

In der Zwischenzeit haben andere Länder, darunter sogar die EU, bereits vor einiger Zeit ihre eigene CBDC-Forschung verstärkt, und Südkorea fällt sogar zurück. Die bisher am weitesten fortgeschrittene Nation ist zweifelsohne China, das bereits reale Tests für seinen digitalen Yuan durchführt.

Das Land nähert sich sogar den letzten Testphasen, und es könnte früher als erwartet für einen offiziellen CBDC-Start bereit sein.

Von Ali Raza
Ali ist ein Journalist mit Erfahrung im Web-Journalismus und Marketing. Er hat einen Masterabschluss in Finanzen und schreibt gerne über Kryptowährungen und Fintech. Alis Artikel wurden bereits in einer Reihe von Krypto-Publikationen veröffentlicht.
Invezz verwendet Cookies, um Ihnen eine optimale Benutzererfahrung zu ermöglichen. Mit der Nutzung von Invezz akzeptieren Sie unsere privacy policy.