Lufthansa wird wegen COVID-19 1.000 Verwaltungsstellen und 20% der Führungspositionen abbauen

Lufthansa wird wegen COVID-19 1.000 Verwaltungsstellen und 20% der Führungspositionen abbauen
  • Lufthansa plant den Abbau von 1.000 Verwaltungsstellen und 20% der Führungspositionen aufgrund von COVID-19.
  • Die deutsche Vorzeige-Fluggesellschaft hat über 22.000 Vollzeitstellen.
  • HSBC wird in Frankreich 255 der insgesamt 678 Beschäftigten des Landes entlassen.

Lufthansa (ETR: LHA) sagte am Dienstag, dass sie in der nächsten Phase ihrer umfassenderen Restrukturierung wegen der anhaltenden Coronavirus-Pandemie nun den Abbau von rund 1.000 Verwaltungsstellen und 20% ihrer Führungspositionen plane.

Die Aktien des Unternehmens sind am Dienstag um rund 1% gestiegen. Das Unternehmen mit einem Umsatz von 3,92 Mrd. £ hat auf dem Aktienmarkt bisher etwa 45% an Wert verloren. Erfahren Sie mehr über die Value-Investing-Strategie.

Lufthansa hat einen Überschuss von 22.000 Vollzeitstellen

Die deutsche Flaggschiff-Luftverkehrsgesellschaft betonte am Dienstag außerdem, dass sie ihr Investitionsvolumen für neue Flugzeuge um 50% kürzen werde. Ihre überarbeitete Finanzstrategie, fügte die Fluggesellschaft hinzu, hindere sie daran, ihre Flotte in den nächsten zwei bis drei Jahren um mehr als 80 neue Flugzeuge zu erweitern.

Da COVID-19 die Nachfrage nach Flugreisen in den letzten Monaten nahezu zum Erliegen brachte, wandte sich Lufthansa an die deutsche Regierung um finanzielle Unterstützung. Ihre Aktionäre stimmten im Juni das staatlich unterstützte Rettungspaket in Höhe von 8,13 Mrd. £ und sicherten damit ihre Zukunft.

Im April schloss Lufthansa auch ihre Tochtergesellschaft Germanwings. Die Flottengröße, so die deutsche Fluggesellschaft, werde ebenfalls um 100 Flugzeuge reduziert. Laut Lufthansa verpflichtet sich das Unternehmen, Beteiligungen und staatliche Darlehen vorrangig zu minimieren, um die Zinsbelastung unter Kontrolle zu halten, die ansonsten die finanzielle Belastung des Unternehmens erhöhen könnte.

Das Unternehmen mit Sitz in Köln teilte am Dienstag erneut mit, dass es über 22.000 Vollzeitstellen verfüge. Lufthansa will aber betriebsbedingte Kündigungen vermeiden. Sie verhandelt konsequent mit den Gewerkschaften über eine Einigung, hat bisher aber nur mit der Gewerkschaft UFO Erfolg gehabt; ein Abkommen mit dem deutschen Kabinenpersonal, das Einsparungen von über 450 Mio. £ bringen soll.

HSBC wird 255 Beschäftigte in Frankreich entlassen

In einer separaten Nachricht sagte HSBC (LON: HSBA) am Dienstag auch, dass sie die Entlassung von 255 Arbeitern in Frankreich plant. Die Belegschaft in dem Land umfasst insgesamt 678 Mitarbeiter. Laut der größten europäischen Bank wird der Stellenabbau in erster Linie die Beschäftigten der globalen Banking- und Marktsegmente in Frankreich betreffen und wird bis Ende 2021 abgeschlossen sein.

Im Zuge der umfassenderen Umstrukturierung von HSBC wird erwartet, dass ihre weltweite Belegschaft in den kommenden Jahren um rund 35.000 Arbeitsplätze reduziert wird.

Die Investmentbank mit einem Wert von 80,76 Mrd. £ weist ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von 28,19 auf und liegt am Aktienmarkt seit Jahresbeginn um etwa 35% im Minus.

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