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DAX-Index stürzt ab und verzeichnet die größten Wochenverluste seit März

DAX-Index stürzt ab und verzeichnet die größten Wochenverluste seit März
Michael Harris
01. Nov. 2020, 16:28 PM
  • Das BIP der Eurozone stieg im 3. Quartal um 12,7% und übertraf damit die Marktschätzungen von 9,4%
  • Falls erforderlich, wird der EZB-Ausschuss den Markt weiterhin mit mehr Anreizen unterstützen
  • Der DAX-Index fiel diese Woche um 8,61% und verzeichnete den größten wöchentlichen Rückgang seit über 7 Monaten

Der DAX Index schloss die Woche mit 8,61% im Minus und verzeichnete den schlechtesten wöchentlichen Rückgang seit Anfang März. Die Zahl der neuen Covid-19-Fälle in ganz Westeuropa hat in den letzten Wochen zugenommen, was die Regierungen dazu veranlasste, die Sperrmaßnahmen wieder einzuführen.

Fundamentalanalyse: BIP erholt sich

Frankreich und Deutschland waren gezwungen, nationale Sperren wieder einzuführen, um die Ausbreitung neuer Infektionen einzudämmen. Die Besorgnis der Investoren wächst, dass die Unternehmen auch während des Winters weiter Schwierigkeiten haben werden, da sich die Regierungen wahrscheinlich auf Maßnahmen im Bereich der öffentlichen Gesundheit konzentrieren werden.

Das BIP der Eurozone stieg im 3. Quartal um 12,7% und übertraf damit leicht die Marktschätzungen von 9,4%. Dies ist ein enormer Anstieg nach einem Rückgang von 11,8% im Vorquartal. Insofern ist dies die stärkste Erholung in der Geschichte.

Frankreich ist eines der Länder mit der höchsten Wachstumsrate, da die Wirtschaft in den drei Monaten bis Ende September um mehr als 18% gestiegen ist.

In der Zwischenzeit sagte Christine Lagarde von der EZB den Mitgliedsstaaten ihre Unterstützung zu, indem sie erklärte, dass die Bank bereit sei, den Markt notfalls mit mehr Anreizen zu unterstützen.

Technische Analyse: DAX stürzt ab

Der DAX-Index fiel in dieser Woche um 8,61% und verzeichnete damit den größten wöchentlichen Rückgang seit mehr als 7 Monaten. Das Wochentief von 11450 ist der niedrigste Stand des Blue-Chip-Index seit Ende Mai.

Der Index stoppte seinen Absturz an der wichtigsten horizontalen Unterstützungslinie bei 11440 und verhinderte somit weitere Verluste. Ein Bruch dieser Unterstützung würde die Tür für Niveaus um die 10.000-Marke öffnen. Auf der oberen Seite wird das gebrochene Konfluenz von zwei gleitenden Tagesdurchschnitten nun als Widerstand über 12000 wirken.

Zusammenfassung

Eine rasch zunehmende Zahl von Neuinfektionen auf dem alten Kontinent hat die europäischen Aktien im schlimmsten wöchentlichen Ausverkauf seit März deutlich nach unten getrieben.