Die 10-Jahres-Rendite der Staatsanleihen steigt wieder an, da sich die Anleger den Schwellenmärkten zuwenden

By: Michael Harris
Michael Harris
Als akademischer Wirtschaftswissenschaftler mit einer Leidenschaft für den Finanzhandel ist Michael Harris ein fester Mitarbeiter bei Invezz. Dank seiner Leidenschaft kennt… read more.
on Nov 25, 2020
  • Festverzinsliche Unternehmensanleihen der Schwellenländer legten im Jahr 2020 um 5,6% zu
  • Die Anleger zeigen ein verstärktes Interesse an Unternehmensanleihen der Schwellenländer
  • Die 10-jährige Rendite der Staatsanleihen ist heute um 2,28% auf 0,88% gestiegen

Investoren beeilen sich, Schulden in verschiedenen Sektoren zu kaufen, um von aufstrebenden Unternehmen aus Ländern außerhalb der USA zu profitieren. In der Zwischenzeit steigen die Renditen der US-Staatsanleihen, da die Anleger Risiken eingehen.

Fundamentale Analyse: Risiko im Handelsumfeld

Die Zuflüsse in Schwellenländeranleihen befinden sich zum ersten Mal seit 8 Monaten im grünen Bereich, mit einem Zufluss von 3,5 Mrd. $ in der vergangenen Woche, dem viertgrößten in der Geschichte, sagte die Bank of America.

Sind Sie auf der Suche nach Schnell-Nachrichten, Hot-Tips und Marktanalysen? Dann melden Sie sich noch heute für den Invezz-Newsletter an.

Während die Details bezüglich des Hype um die Schwellenländer unklar bleiben, glauben Fondsmanager, dass Anleger nach den US-Präsidentschaftswahlen und den positiven Entwicklungen bei Coronavirus-Impfstoffen nun eher bereit sind, Risiken einzugehen.

„Die US-Notenbank hat angekündigt, die Zinsen für eine lange Zeit nicht zu erhöhen, und in diesem Umfeld wird die Suche nach Rendite fortgesetzt und intensiviert“, sagte Leiterin der Abteilung für festverzinsliche Unternehmensanleihen in Schwellenländern bei der Vermögensverwaltungsgesellschaft Insight Investment.

„Die Menschen müssen ihr Geld arbeiten lassen, und wenn Zuflüsse fließen, müssen sie investiert werden, und Unternehmen der Schwellenländer werden davon profitieren.“

Seit Anfang 2020 legten die festverzinslichen Unternehmensanleihen der Schwellenländer um 5,6% zu, weniger als 30-jährige Staatsanleihen, aber besser im Vergleich zu ihren festverzinslichen Pendants wie hochverzinslichen US-Unternehmensanleihen und Staatsanleihen von Schwellenländern, sagte die Bank.

Investoren werden angezogen, da die Spreads von Unternehmensanleihen aus Schwellenländern derzeit bei rund 320 Basispunkten liegen, verglichen mit den 255 Basispunkten vom Februar, was auf ein Potenzial für zusätzliche Renditen hindeutet.

Zu den attraktiven Optionen gehören Anleihen brasilianischer Fluggesellschaften, die von Glavan überwacht werden, der bereits eine Beteiligung am mexikanischen Energieriesen Pemex hält.

Darüber hinaus nannte Alejandro Arevalo, Schuldenmanager für Schwellenländer, Eisenerz-, Kupfer- und Zinkproduzenten in Südamerika, Häfen im Nahen Osten und in Indien sowie Tourismusunternehmen in Ägypten als attraktive Auswahlmöglichkeiten.

Technische Analyse: Die Renditen steigen

Die 10-jährige Rendite der Staatsanleihen ist heute um 2,28% auf 0,88% gestiegen. Dies sind keine sehr attraktiven Renditen, weshalb Anleger wahrscheinlich nach anderen Anlagemöglichkeiten suchen werden.

Wie im obigen Diagramm zu sehen ist, bewegt sich die 10-Jahres-Benchmark-Rendite nun innerhalb eines parallel aufsteigenden Kanals, da die Anleger ihre Gelder in Aktien mit höheren Renditen investieren.

Zusammenfassung

Die Anleger zeigen ein verstärktes Interesse an den Unternehmensanleihen der Schwellenländer, was zum Teil auf die jüngsten Entwicklungen des Impfstoffs gegen COVID-19 und den Ausgang der Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten zurückzuführen ist.