Starke EMI-Zahlen für das verarbeitende Gewerbe führen zu einem Aufwärtstrend der Silberpreise

Starke EMI-Zahlen für das verarbeitende Gewerbe führen zu einem Aufwärtstrend der Silberpreise
Geschrieben von:
Faith Maina
Dezember 2, 2020
  • Die Silberpreise steigen den zweiten Tag in Folge in die Höhe
  • China, die Eurozone und Japan verzeichneten starke EMI-Zahlen für das verarbeitende Gewerbe
  • Attraktivität von Silber als sicherer Hafen steigt inmitten der Abwärtsdynamik des Dollars und Marktindizes

Die Silberpreise steigen den 2. Tag in Folge in die Höhe. Um 09:02 MGZ stieg das Edelmetall um 2,14% und wurde bei 23,10 $ gehandelt. Der Markt reagiert auf die starken EMI-Zahlen für das verarbeitende Gewerbe aus verschiedenen Märkten. Außerdem hat die Attraktivität von Silber als „sicherer Hafen“ zugenommen, da die US-Marktindizes und der Dollar rückläufig sind.

Silberpreise

Starke EMI-Zahlen für das verarbeitende Gewerbe lassen Silber am zweiten Tag „glänzen“

Silber ist ein Industriemetall, das weltweit im verarbeitenden Gewerbe verwendet wird. Einige seiner Anwendungen umfassen die Herstellung von Spiegeln, Sonnenkollektoren und Küchengeräten. Der EMI für das verarbeitende Gewerbe misst die Leistung der verarbeitenden Industrie eines Landes. Höher als erwartete Zahlen weisen auf eine erhöhte Nachfrage nach Industriegütern hin; ein Aspekt, der zu einer erhöhten Nachfrage nach Silber führt. In der Folge verfolgen Investoren, die mit Silber handeln möchten, die EMI-Zahlen für das verarbeitende Gewerbe mit großem Interesse.

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Zunächst reagiert der Markt auf Chinas starke EMI-Zahlen für das verarbeitende Gewerbe. China ist einer der größten Verbraucher dieses Edelmetalls. Daher ist die Stabilität der chinesischen Wirtschaft eine gute Nachricht für den Silberpreis.

Am 30. November gab das China Logistics Information Center an, dass der EMI des Landes für das verarbeitende Gewerbe bei 52,1 lag. Diese Zahl war höher als die vorherigen 51,4 und die prognostizierten 51,5.

Heute hat Markit einen ähnlichen Trend aufgezeigt. Chinas EMI für das verarbeitende Gewerbe von Caixin stieg auf 54,9. Diese Zahl bedeutet einen Zuwachs gegenüber den 53,6 des Vormonats. Experten hatten einen EMI von 53,5 prognostiziert.

Der EMI für das japanische verarbeitende Gewerbe hat ebenfalls die Erwartungen übertroffen. Er ist auf 49,0 gestiegen. Experten hatten prognostiziert, dass die Zahl unverändert bei den bisherigen 48,3 bleiben wird. Trotz des Aufwärtstrends in den Produktionssektoren der beiden Länder haben einige andere Länder niedrigere Zahlen als erwartet verzeichnet.

Indien ist ein weiterer großer Konsument von Silber. Der aktuelle EMI für das verarbeitende Gewerbe liegt jedoch bei 56,3, verglichen mit 58,9 im Vormonat und den prognostizierten 57,3. Gleichzeitig weist Australien einen EMI von 55,8 auf. Er liegt zwar unter den erwarteten 56,1, aber über den früheren 54,2.

In Europa ist der spanische EMI für das verarbeitende Gewerbe hinter den Erwartungen zurückgeblieben. Er erreichte 49,8 gegenüber den prognostizierten 50,5 und den 52,5 des letzten Monats. Anleger, die sich für den Kauf von Silber interessieren, sind auch an den EMI-Zahlen für das verarbeitende Gewerbe aus anderen europäischen Ländern wie Deutschland, Frankreich und Italien interessiert. Der Markt wird auch auf die Daten von Markit aus der Eurozone, Großbritannien und den USA reagieren. In den Schwellenmärkten wird der Fokus auf den Zahlen aus Südafrika und Brasilien liegen.

Die Attraktivität Silvers als „sicherer Hafen“ ist gestiegen

Anleger sehen Silber ebenso wie Gold als Absicherung gegen die Instabilität von Fiat-Währungen. Auf dem heutigen Markt steigt der Preis der beiden Edelmetalle. Angesichts der Dollarschwäche haben sich Investoren in diese „sicheren Häfen“ verlagert. Heute fiel der Dollar-Index um 0,23% und notierte bei 91,65 $. Die US-Marktindizes werden ebenfalls in den roten Zahlen gehandelt. Der Dow Jones ist um 0,91% zurückgegangen. Ebenso sind die NASDAQ und der S&P 500 um 0,06% bzw. 0,46% gefallen.