Rohölmarkt reagiert auf Impfstoffnachrichten und bevorstehende US-Bestandsdaten

By: Faith Maina
Faith Maina
Faith strebt danach, komplexe Entwicklungen aufzuschlüsseln, damit Investoren besser informierte Entscheidungen treffen können. Wenn Faith nicht in die Finanzmärkte eintaucht, genießt… read more.
on Dez 8, 2020
  • Das Vereinigte Königreich begann heute die Impfung gegen COVID-19
  • Die Rohölpreise haben die Verluste inmitten hoher Coronavirus-Fälle verlängert
  • Die Investoren behalten die morgigen Daten zu den US-Rohöllagerbeständen im Auge

Die Rohölpreise haben die Verluste dieser Woche verlängert. WTI ist um 0,33% gefallen und wird bei 45,47 $ gehandelt. Gleichzeitig ist Brent um 0,14% auf 48,52 $ zurückgegangen. Der anhaltende Optimismu in Bezug auf den Impfstoff hat die Ölpreise über dem psychologischen Preisniveau von 45 $ bzw. 48 $ gehalten. Der Aufschwung der COVID-19-Fälle beeinträchtigt jedoch den Markt. Die Anleger freuen sich auf die bevorstehenden Daten zu den US-Rohölbeständen.

Rohölpreise

Rohöl in einem „Virus-Tal“

Der Rohölmarkt spürt die Auswirkungen des Optimismus in Bezug auf den Impfstoff und des Pessimismus aufgrund des Virus in gleichem Maße. Auf der einen Seite liegen Brent und WTI immer noch über dem psychologischen Preisniveau von 48 bzw. 45 $. Der Aufschwung ist weitgehend auf die positive Marktstimmung zurückzuführen, die durch die Nachrichten über die Coronavirus-Impfung ausgelöst wurde.

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Die Impfungen haben im Vereinigten Königreich begonnen. Margaret Keenan, eine 90-jährige Dame, war die erste Person, die geimpft wurde. Sie erhielt die Injektion am 8. Dezember um 06.31 Uhr GMT.

Laut Saffron Cordery, dem stellvertretenden Geschäftsführer der NHS-Anbieter, haben 50 Krankenhäuser in England den Coronavirus-Impfstoff erhalten. Die Welt beobachtet aufmerksam, wie das Land mit den logistischen Herausforderungen umgeht.

Großbritannien war das erste Land, das den Coronavirus-Impfstoff zugelassen hat. Auf der Prioritätenliste stehen ältere Menschen, Sozial- und Gesundheitspersonal an vorderster Front und diejenigen, die aufgrund ihres Gesundheitszustands einem hohen Risiko einer schweren Krankheit ausgesetzt sind.

In den USA begann Pfizer am 27. November mit dem Versand seines Impfstoffs von Brüssel nach Chicago. Der Schritt ist in Vorbereitung auf die erwartete FDA-Zulassung am 10. Dezember. Die positiven Impfstoffnachrichten aus Großbritannien und den USA haben die Rohölpreise positiv beeinflusst.

Auf der anderen Seite war der Anstieg der Coronavirus-Fälle für Investoren, die am Ölhandel interessiert sind, besorgniserregend. Die USA haben in den letzten sieben Tagen einen neuen Rekord an COVID-19 Todesfällen verzeichnet. Den bisherigen Höhepunkt der durch das Coronavirus verursachten Todesfälle hatte das Land am 17. April mit 2.232 Personen erreicht. Der derzeitige Höchststand liegt nun bei 2.249 Todesfällen. Am 7. Dezember verzeichnete das Land etwa 200.000 neue Infektionsfälle.

Während die europäischen Länder die Lockdown-Maßnahmen vorsichtig lockern, ist die Zahl der Fälle immer noch relativ hoch. Am 7. Dezember meldete Deutschland etwa 15.000 neue Fälle. Am selben Tag hatten Italien, Großbritannien und Russland 13.720, 14.718 bzw. 28.142 neue Fälle gemeldet. Diese Zahlen sind ein Hinweis darauf, dass der Kontinent noch nicht über den Berg ist.

In dieser Weihnachtszeit sind die politischen Entscheidungsträger bestrebt, die Beschränkungen nicht überstürzt aufzuheben. Der Status quo in Europa und den USA hat sich negativ auf die Nachfrage nach Rohöl ausgewirkt.

Investoren sollten die US-Rohölbestände im Auge behalten

Im Laufe des heutigen Tages wird der Rohölmarkt weiter auf die Daten des American Petroleum Institute zu den Rohölbeständen der vergangenen Woche reagieren. Die letzte Pressemitteilung deutete auf einen Anstieg des Angebots hin, da der Ölvorrat um 4,146 Millionen Barrel gegenüber dem Anstieg von 3,800 Millionen Barrel in der Vorwoche wuchs. Analysten hatten eine Veränderung von -2,272 Millionen Barrel vorhergesagt.

Darüber hinaus wird die Energy Information Administration (EIA) am Mittwoch Daten zu den US-Rohölbeständen veröffentlichen. Bei der letzten Veröffentlichung hatte sich die Menge des gelagerten Rohöls um -0,679 Millionen Barrel verändert. Experten rechnen in der morgigen Aktualisierung mit einem Wert von -1,514 Millionen Barrel.

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