Die Preise für Sojabohnen finden vor dem WASDE-Bericht Unterstützung aufgrund der Dollarschwäche

By: Faith Maina
Faith Maina
Faith strebt danach, komplexe Entwicklungen aufzuschlüsseln, damit Investoren besser informierte Entscheidungen treffen können. Wenn Faith nicht in die Finanzmärkte eintaucht, genießt… read more.
on Dez 9, 2020
  • Die Dollarschwäche hat dazu beigetragen, den Preisrückgang bei Sojabohnen zu bremsen
  • Während sich das Wetter in Brasilien verbessert hat, herrscht in Südamerika nach wie vor La Nina
  • Anleger warten auf den WASDE-Bericht, um einen Einblick in den Versorgungsstatus von Sojabohnen zu erhalten

Die Preise für Sojabohnen sind um 0,56% gestiegen und notieren bei 11,52 $. Der heutige Kursanstieg erfolgt, nachdem der Kurs in diesem Monat weitgehend in den roten Zahlen lag. Das sich verbessernde Wetter in Brasilien und die besser als erwartet US-Exporte haben die Bedenken über das knappe Angebot reduziert. Allerdings haben die Dollarschwäche und die anhaltende La Nina die Verluste begrenzt. Die Investoren warten auf den morgigen WASDE-Bericht.

Preise für Sojabohnen

Abwärtstrend des US-Dollars begrenzt Preisverluste bei Sojabohnen

Sojabohnen werden in US-Dollar gehandelt. Eine Dollarschwäche schafft ein günstiges Umfeld für die Preise von Sojabohnen, da die Händler in der Lage sind, mehr Produkt zu kaufen. Der Dollar befindet sich seit 4 aufeinander folgenden Wochen im roten Bereich.

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Heute, um 11.33 Uhr GMT, fiel der Dollar-Index um 0.19% und notierte bei 90,79 $. Der Abwärtstrend des Dollars hat dazu beigetragen, die Preisverluste bei Sojabohnen zu begrenzen. Obwohl der US-Terminmarkt für Sojabohnen seit 3 aufeinanderfolgenden Tagen rote Zahlen schreibt, handelt er immer noch über dem gestrigen und dem Tiefststand der vergangenen Woche von ~11,42$.

US-Dollar-Index

Die Preise für Sojabohnen reagieren auf das verbesserte Wetter in Südamerika

Brasilien ist der weltweit größte Exporteur von Sojabohnen. Ebenso gehört Argentinien zu den Top-Sojabohnenproduzenten. In letzter Zeit gab es in den Sojabohnenanbaugebieten der beiden Länder raue Witterungsbedingungen.

In Brasilien war La Nina durch unzureichende Niederschläge und hohe Temperaturen gekennzeichnet. Das ungünstige Wetter, das die Sojabohnen-Anbausaison des Landes beeinträchtigte, gab auf dem Sojamarkt Anlass zur Sorge.

Das Wetter in Südamerika scheint sich jedoch zu bessern, was ein „bearishes“ Signal für die Preise für Sojabohnen ist. Die Commodity Weather Group hat darauf hingewiesen, dass die zentralen und südlichen Regionen Brasiliens sowie Nordargentiniens in 6-10 Tagen mehr Niederschläge verzeichnen werden. Im Nordosten und Mittelwesten Brasiliens rechnen die Meteorologen mit Niederschlägen in 11-15 Tagen.

Während die Wetterveränderungen die Besorgnis über das knappe Angebot an Sojabohnen gemildert haben, ist Südamerika noch nicht über den Berg. Ein in Singapur ansässiger Händler erklärte: „In Brasilien hat es einige Regenfälle gegeben, die den Sojabohnenmarkt belasten, aber Teile Argentiniens sind immer noch trocken“. Dieser Status quo hat die Preise für Sojabohnen unterstützt.

Investoren warten auf den WASDE-Bericht

Das US-Landwirtschaftsministerium wird am 10. Dezember Schätzungen zu Angebot und Nachfrage von US-Sojabohnen und anderen Agrarrohstoffen veröffentlichen. Die Investoren sind gespannt, ob die Zahlen auf ein weiterhin knappes Angebot hindeuten werden.

Die November-Aussichten für die Saison 2020/21 zeigten geringere Erträge. Es wurde erwartet, dass die Sojabohnenproduktion um 98 Millionen Scheffel auf 4,17 Milliarden Scheffel zurückgehen würde.

In den USA verzeichneten wichtige Anbaugebiete wie Iowa, Illinois und Nebraska niedrigere Erträge. Außerdem trug die niedrigere Produktion in Argentinien zu der prognostizierten Verringerung der ausländischen Produktion von Ölsamen um 5,6 Millionen Tonnen bei.

Am 7. Dezember teilte die USDA mit, dass die wöchentlichen Soja-Exportkontrollen niedriger waren als die Zahlen der Vorwoche. Die Zahlen lagen jedoch immer noch über den Erwartungen. Die für den Export kontrollierte Sojabohnenmenge betrug etwa 2,297 Millionen Tonnen, was 126.731 Tonnen weniger als in der Vorwoche war. Ägypten und China waren die wichtigsten Bestimmungsländer der Ware.

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