Rohölpreise erholen sich vor dem OPEC-Monatsbericht

Geschrieben von: Faith Maina
Januar 15, 2021
  • Die Anleger am Rohölmarkt warten auf den für heute geplanten Monatsbericht der OPEC
  • Das erwartete Konjunkturpaket und die anhaltende Stimmung, die durch das Versprechen Saudi-Arabiens ausgelöst wurde, haben die Preise gestützt
  • Die Daten der EIA zeigten einen Rückgang der US-Rohöllagerbestände um 3,247 Mio. Barrel

Die Trendwende bei den Rohölpreisen ist deutlich. Im April 2020 wurden die Anleger, die mit Öl handeln, aufgeschreckt, als die Futures in den negativen Bereich fielen. In diesem Zeitraum gingen die WTI-Futures auf etwa -0,11 $ zurück. Die Brent-Futures lagen leicht höher bei ~16,16 $. Aktuell notieren beide Benchmarks oberhalb der psychologischen Preisgrenze von 50 $. Die WTI-Futures sind um 0,32% gestiegen und handeln bei 53,05 $. In ähnlicher Weise sind die Brent-Futures um 0,25% auf 56,14 $ zugelegt.

Die bullishen Lagerbestandsdaten und die anhaltend positive Stimmung, ausgelöst durch die Entscheidung Saudi-Arabiens, haben die Rallye gefördert. Anleger, die mit Öl handeln wollen, konzentrieren sich nun auf den OPEC-Monatsbericht und Bidens Konjunkturpaket.

Rohölpreise

Die USA verzeichnen einen Rückgang der Rohölbestände

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Die Rohölpreise reagieren weiterhin auf die veröffentlichten Daten zu den US-Lagerbeständen. Am Dienstag veröffentlichte die Energy Information Administration die Zahlen zu den Lagerbeständen der Unternehmen in den USA. Nach Angaben der Behörde sind die Bestände in der vergangenen Woche um 3,247 Mio. Barrel gesunken. Die Zahlen lagen zwar unter denen der Vorwoche, übertrafen aber die Schätzungen von -2,266 Mio. Barrel.

Dies ist der dritte positive Bericht zu den Rohölbeständen in Folge. In der vorherigen Pressemitteilung ging die gelagerte Menge um 8,010 Mio. Barrel zurück. Die Benzin- und Destillatbestände zeigten jedoch einen eher rückläufigen Trend. In der vergangenen Woche stiegen die Benzinvorräte um 4,395 Mio. Barrel im Vergleich zu den erwarteten 2,695 Mio. Barrel. Dennoch lag diese Zahl besser als der vorherige Anstieg von 4,519 Mio. Barrel.

Der Destillatbestand stieg um 4,786 Millionen Barrel. Analysten hatten einen Anstieg von 2,671 Millionen Barrel prognostiziert, was ein deutlicher Rückgang gegenüber dem vorherigen Wert von +6,390 Millionen Barrel bedeutet hätte.

Am Dienstagmorgen hatte die API ebenso bullishe Zahlen veröffentlicht. Nach Angaben des Instituts gingen die Lagerbestände der vergangenen Woche um 5,821 Millionen Barrel zurück. Experten hatten einen Rückgang von 2,7 Millionen Barrel prognostiziert. Ähnlich wie die EIA-Zahlen liegen auch die API-Werte seit drei Wochen in Folge im grünen Bereich. In der Vorwoche fielen die Bestände um 1,663 Mio. Barrel gegenüber den erwarteten -1,5 Mio. Barrel.

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Bevorstehender OPEC-Monatsbericht

Heute werden die Rohölpreise auch auf die Details des OPEC-Monatsberichts reagieren. Im Mittelpunkt stehen die wichtigsten Themen, die das Ölangebot und die Nachfrage auf globaler Ebene beeinflussen. Außerdem wird das Bündnis seinen Ausblick auf den Markt im Jahr 2021 vorstellen.

Seit Jahresbeginn befinden sich die Rohölpreise größtenteils in einem Aufwärtstrend. Die Rallye begann nach dem OPEC+-Treffen vom 4. Januar. Am nächsten Tag setzte sich der Aufwärtstrend fort, als Saudi-Arabien eine Produktionskürzung von 1 Mio. BPD ankündigte. Die Ankündigung sorgte für eine positive Stimmung, die den Ölpreisen weiterhin unterstützt.

Die Anleger achten auch auf das mit Spannung erwartete Konjunkturpaket. Heute wird Joe Biden seine Rede zu den Details des ersten Konjunkturpakets seiner Regierung halten. Es wird erwartet, dass das Paket rund 3 Bio. $ betragen wird. Die Haussiers hoffen, dass der Betrag zu einer höheren Nachfrage nach Rohöl führen wird.