Rohölpreise erreichen ein 13-Monatshoch, da Anleger den Lageraufbau übersehen

Geschrieben von: Faith Maina
Februar 25, 2021
  • Rohölpreise befinden sich auf einem 13-Monatshoch, WTI- und Brent-Futures notieren bei 63,70$ bzw. 67,56$
  • Die Anleger übersehen den US-Öl-Lageraufbau der letzten Woche, da die positive Stimmung zunimmt
  • Das OPEC+-Treffen wird darüber entscheiden, ob die Länder die Produktionskürzungen im April fortsetzen werden
Rohölpreise

Die Rohölpreise haben ihre Rallye trotz der am Mittwoch veröffentlichten negativen Daten zu den US-Rohölbeständen fortgesetzt. Am Donnerstag notierten die WTI-Futures bei 63,70 $, dem höchsten Preis seit Januar 2020. Brent-Futures liegen ebenfalls auf einem 13-Monatshoch bei 67,56 $. Die Anleger blicken über den Anstieg der Lagerbestände hinweg, da sich die bullische Stimmung am Markt durchsetzt. Der Fokus liegt nun auf dem OPEC+-Treffen in der nächsten Woche und der daraus resultierenden Entscheidung über die Ölversorgung.

US-Rohölbestände

Die Anleger scheinen den Lageraufbau außer Acht zu lassen, da die Rohölpreise ihren Aufwärtstrend fortsetzen. Am späten Dienstag veröffentlichte American Petroleum Institute Daten, die einen Anstieg der Rohöllagerbestände in der vergangenen Woche zeigten. Nach Angaben der Agentur stiegen die Lagerbestände um 1,026 Millionen Barrel. Analysten erwarteten einen Rückgang der gelagerten Ölmenge um 5,373 Mio. Barrel.

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Die US-Rohöllagerbestände sind zum ersten Mal seit einer Weile wieder gestiegen, nachdem die Behörde vier Wochen in Folge positive Zahlen veröffentlichte. In der Vorwoche war die Menge des gelagerten Öls um 5,8 Mio. Barrel gesunken.

Die Energy Information Administration (EIA) bestätigte den Anstieg der Lagerbestände, indem sie am Mittwoch eine vergleichbare Zahl veröffentlichte. Nach Angaben der Institution steigen die US-Ölvorräte um 1,285 Mio. Barrel. Experten hatten vorausgesagt, dass der Messwert bei -5,190 Mio. Barrel liegen wird, verglichen mit -7,258 Mio. Barrel in der Vorwoche.

Die Benzinbestände verfehlten mit 0,012 Mio. Barrel gegenüber den prognostizierten -3,062 Mio. Barrel die Erwartungen. In der Vorwoche waren die Bestände noch um 0,672 Mio. Barrel gestiegen.

Die Destillatbestände fielen jedoch besser als erwartet aus. Der Rückgang von 4,969 Mio. Barrel war besser als der prognostizierte Rückgang von 3,746 Mio. Barrel. Die Zahl war auch höher als die -3,422 Mio. Barrel in der Vorwoche.

In Cushing, dem Lieferort von WTI, stiegen die Lagerbestände um 2,807 Mio. Barrel. Dies geschieht, nachdem die Lagermenge in der Vorwoche um 3,028 Mio. Barrel gesunken ist. Der Anstieg der Rohöllagerbestände in der letzten Woche ist auf die eisigen Bedingungen in Texas und die anschließende Betriebsunterbrechung zurückzuführen.

Investoren, die mit Öl handeln wollen, wetten darauf, dass die langsame Wiederaufnahme der Produktion und der Raffinerieaktivitäten im Staat den anhaltenden Anstieg der Rohölpreise antreiben wird. Die Analysten von Goldman Sachs erwarten, dass die Brent- und WTI-Futures bis zum 3. Quartal 75 $ bzw. 72 $ pro Barrel erreichen werden, während sich die Wirtschaft erholt.

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OPEC+ anstehendes Treffen

Die Anleger sind nun gespannt, in welche Richtung sich die Rohölpreise nach dem OPEC+-Treffen in der nächsten Woche entwickeln werden. Die Koalition wird sich am 4. März treffen, um ihr weiteres Vorgehen bei der Produktion zu besprechen.

Bei dem Treffen im Januar verpflichtete sich Saudi-Arabien zu Produktionskürzungen von 1 Mio. bpd. Die Zusage, die zur Erholung der Rohölpreise beitrug, sollte bis März gelten. Kürzlich wies das Königreich darauf hin, seine Produktion ab April zu erhöhen.