DAX-Index gab letzte Woche nach, notiert aber weiterhin über 15.000 Punkten

By: Stanko Iliev
Stanko Iliev
Stanko widmet sich der Aufgabe, Investoren mit relevanten Informationen zu versorgen, die sie für ihre Investitionsentscheidungen nutzen können. Er liebt die… read more.
on Mai 2, 2021
  • In Deutschland sank das BIP für das 1. Quartal um 1,7%
  • Das vierteljährliche BIP des Euroraums fiel im 1. Quartal um 0,6%
  • Das Erholungstempo liegt noch hinter den gewünschten Werten zurück

Der DAX gab in der vergangenen Woche nach, da die Anleger weiterhin besorgt sind, nachdem die Daten zeigten, dass die Eurozone im 1. Quartal des Jahres in eine zweite technische Rezession eingetreten ist. Das vierteljährliche Bruttoinlandsprodukt des Euroraums fiel im 1. Quartal um 0,6% nach einem Rückgang von 0,7% im Vorquartal.

In der Europäischen Union ging das Bruttoinlandsprodukt im 1. Quartal um 0,4% zurück, nachdem es im 4. Quartal 2020 um 0,5% fiel. Die jährliche Inflationsrate der Eurozone für April dürfte bei 1,6% liegen, was den Erwartungen entspricht.

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Die Arbeitslosenquote in der Eurozone liegt bei 8,1% (Daten vom März 2021). Nach Ansicht der politischen Entscheidungsträger ist das Schlimmste verhindert, und alle Branchen sollten von der wirtschaftlichen Erholung profitieren. In Deutschland sank das BIP im 1. Quartal um 1,7% aufgrund erneuter Sperrungen. Die wirtschaftliche Stimmung verschlechterte sich, da eine weitere Coronavirus-Welle die hiesigen Unternehmen belastete.

„Während Deutschland Ende letzten Jahres ein positiver Wachstumstreiber für die gesamte Wirtschaft der Eurozone war, hat es sich inzwischen zu einem Widerstandsfaktor entwickelt“, sagte Carsten Brzeski, Analyst von ING.

Die deutschen Daten waren ziemlich besorgniserregend, die deutsche Wirtschaft schrumpfte stärker als erwartet und die Zahl der Arbeitslosen stieg um 9000. Das Tempo der Erholung bleibt immer noch hinter den gewünschten Werten zurück, und am Montag wird Deutschland die Einzelhandelsumsätze für März veröffentlichen.

Ein Analyst von Unicredit sagte, dass die Daten zum deutschen BIP schwach sind, sich aber dem Wendepunkt nähern, während Barclays einen Aufschwung für die deutsche Wirtschaft im 3. Quartal 2021 erwartet. Die dritte Welle des Coronavirus ist immer noch ein Thema; Geschäfte, Cafés, Restaurants sind geschlossen, und der Kampf gegen das Coronavirus geht weiter.

Die Europäische Zentralbank ließ die Geldpolitik bei ihrer jüngsten Sitzung unverändert und teilte erneut mit, dass sie die Konjunkturprogramme fortsetzen wird, bis sich die Wirtschaft vollständig erholt. Die Präsidentin der EZB, Christine Lagarde, sagte, dass die EU-Wirtschaft immer noch leidet, während der Grad der Besorgnis der EZB über die wirtschaftliche Situation die Aktienmärkte in nächster Zeit erheblich beeinflussen wird.

Technische Analyse: DAX-Index notiert weiterhin über der 15.000-Unterstützung

Datenquelle: tradingview.com

Der DAX-Index gab in der vergangenen Woche nach, notiert aber weiterhin oberhalb der 15.000-Unterstützung. Weitere Schwankungen sollten nicht ausgeschlossen werden, und wenn der Kurs unter 15.000 Punkte sinkt, könnte das nächste Ziel bei etwa 14.500 oder sogar 14.000 Punkten liegen.

Laut technischer Analyse stellen 14.000 Punkte ein starkes Unterstützungsniveau dar, und solange der Kurs über dieser Unterstützung liegt, gibt es kein Anzeichen für eine Trendumkehr.

Zusammenfassung

Der DAX gab in der vergangenen Woche nach, da die Investoren nach schwächer als erwarteten Wirtschaftsdaten für Deutschland und die Eurozone besorgt bleiben. Die Eurozone ist in eine zweite technische Rezession eingetreten, während das BIP für das 1. Quartal in Deutschland um 1,7% fiel.

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