Laut Baker Hughes ist die wöchentliche Anzahl der Bohrinseln gesunken. Sollte ich Rohöl kaufen?

By: Stanko Iliev
Stanko Iliev
Stanko widmet sich der Aufgabe, Investoren mit relevanten Informationen zu versorgen, die sie für ihre Investitionsentscheidungen nutzen können. Er… read more.
on Sep 4, 2021
  • Baker Hughes berichtete am Freitag, dass die Zahl der US-Bohrinseln um 16 auf 394 zurückgegangen ist
  • Die OPEC+ hat in der vergangenen Woche ihr Angebot um 0,4 Mio. Barrel pro Tag erhöht
  • Die Anleger werden die OPEC+-Kommentare weiterhin aufmerksam verfolgen und nach Hinweisen suchen

Der Rohölpreis notiert weiterhin sehr nahe an der Widerstandsmarke von 70$, nachdem Baker Hughes gemeldet hat, dass die wöchentliche Anzahl der Bohrinseln in dieser Woche zurückgegangen ist.

Fundamentale Analyse: Die Anzahl der US-Bohrinseln sank um 16 auf 394

Das Energiedienstleistungsunternehmen Baker Hughes meldete am Freitag, dass die Zahl der US-Bohrinseln um 16 auf 394 zurückgegangen ist, doch muss man wissen, dass ein Jahr zuvor noch 181 Bohrinseln in Betrieb waren. Die US-Rohöllagerbestände fielen stärker als erwartet, und nach Angaben der Energy Information Administration sanken die Rohölvorräte in der Woche zum 27. August um 7,2 Millionen Barrel.

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Die Verlangsamung des Beschäftigungswachstums in den USA wirft Fragen über das Tempo der wirtschaftlichen Erholung auf und beeinflusst den Rohölpreis negativ, obwohl ein Großteil des Angebots aus dem Golf von Mexiko nach dem Hurrikan Ida letzte Woche durch die Region geschlossen bleibt. Hurrikan Ida hat etwa 80% der Öl- und Gasförderung im Golf von Mexiko zum Erliegen gebracht, und die Wiederaufnahme der Ölraffinerien in Louisiana könnte Wochen dauern.

Trotzdem hat die Organisation der erdölexportierenden Länder in der vergangenen Woche das Angebot um 0,4 Millionen Barrel pro Tag aufgestockt und angekündigt, dass die Ölnachfrage bis 2022 wieder auf das Niveau vor der Pandemie ansteigen dürfte.

„Da der kurzfristige OPEC+-Katalysator nun vorbei ist, liegt der Fokus wieder auf der Entwicklung der Nachfrageerholung, wobei einige befürchten, dass es schwierig sein wird, den Markt im nächsten Jahr im Defizit zu halten, wenn die OPEC+ das Angebot weiterhin im erwarteten Tempo von 400.000 bpd aufstockt“, sagte Stephen Innes, Managing Partner bei SPI Asset Management.

Die Anleger werden die OPEC+-Kommentare weiterhin aufmerksam verfolgen und nach Hinweisen Ausschau halten, aber ein Anstieg der COVID-19-Fälle könnte die Nachfrage nach Rohöl erneut beeinträchtigen. Die Delta-Variante des Coronavirus sowie weitere neue Varianten, insbesondere solche, die möglicherweise nicht durch bestehende Impfstoffe gestoppt werden können, stellen nach wie vor ein Abwärtsrisiko für die Erholung dar.

Technische Analyse: Es gibt noch keinen klaren Trend für die kommenden Wochen

Wer in Rohstoffe wie Öl investieren möchte, sollte bedenken, dass es für die kommenden Wochen noch keinen klaren Trend gibt.

Datenquelle: tradingview.com

Der Rohölpreis ist von seinen jüngsten Höchstständen im August zurückgegangen, und wenn er unter die Unterstützung von 65$ sinkt, wäre dies ein klares Verkaufssignal. Das nächste Ziel könnte bei der 60$-Unterstützung liegen, aber wenn der Preis über die 73$-Marke steigt, wäre das ein Kaufsignal für Rohöl, und der Weg zu 75$ wäre frei.

Zusammenfassung

Das Energiedienstleistungsunternehmen Baker Hughes meldete am Freitag, dass die Zahl der US-Bohrinseln um 16 auf 394 zurückgegangen ist, aber die Anleger werden weiterhin auf der Suche nach Hinweisen auf die OPEC+-Kommentare achten. Die Organisation der erdölexportierenden Länder hat in der vergangenen Woche das Angebot um 0,4 Mio. Barrel pro Tag erhöht, aber die weltweite COVID-19-Pandemie stellt weiterhin ein Abwärtsrisiko für die Erholung dar.

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