Könnte B.1.1.529 ansteckender als die Delta-Variante sein?

Könnte B.1.1.529 ansteckender als die Delta-Variante sein?
Wajeeh Khan
26. Nov. 2021, 18:09 PM
  • Für Dr. Schaffner ist es schwierig, sich eine noch ansteckender Variante als Delta vorzustellen
  • Es bestehe kein Risiko einer schwereren Erkrankung durch B.1.1.529, sagte er in seinem Interview mit CNBC
  • Die Aktienkurse von Flug-, Kreuzfahrtgesellschaften und Hotels sind am Freitag unter Druck geraten

Die Finanzmärkte liegen heute Morgen im Minus, weil eine neue COVID-Variante mit einer "großen Anzahl von Mutationen" des Spike-Proteins befürchtet wird, die sie "möglicherweise" ansteckender machen könnte als die Delta-Variante.

Dr. Schaffners Äußerungen in der CNBC-Sendung "Street Signs Asia"

Die Forschungsergebnisse stehen noch aus, aber Dr. William Schaffner von der Vanderbilt University hält es für unwahrscheinlich, dass B.1.1.529 übertragbarer ist als die bisherigen Varianten des Coronavirus. In der CNBC-Sendung "Street Signs Asia" sagte er:

Die Weltgesundheitsorganisation wird am Freitag zusammentreten, um über die neue Variante, die erstmals in Südafrika entdeckt wurde, und ihre Auswirkungen auf die bestehenden COVID-Behandlungen zu diskutieren.

Vor allem die Aktien von Fluggesellschaften, Kreuzfahrtgesellschaften und Hotels sind am Freitag im Minus. Technologiewerte liegen dagegen im grünen Bereich.

Bislang ist wenig über die neue Variante 'sicher' bekannt

Dennoch räumte Dr. Schaffner die Notwendigkeit ein, epidemiologische Studien "vor Ort" durchzuführen, um seine Hypothese zu bestätigen.

Ein weiterer Faktor, der den Erreger von einer "interessanten" zu einer "besorgniserregenden" Variante machen könnte, ist seine Resistenz gegen die bestehenden Impfstoffe, die sich im Laufe der Zeit nach Laborstudien herausstellen wird.

Nach dem Experten der Vanderbilt University ist die Schwere der Erkrankung in der Regel der dritte "besorgniserregende" Faktor nach Übertragbarkeit und Resistenz. Er bekräftigte jedoch, dass bisher kein Risiko einer schwereren Erkrankung durch B.1.1.529 bestehe.

Ebenfalls am Freitag ergab eine aktualisierte Studie, dass das orale Virostatikum von Merck gegen COVID-19 nur zu 30% wirksam ist, um Krankenhausaufenthalte und Todesfälle zu reduzieren.