Kursprognose für Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq nach schwachem US-Arbeitsmarktbericht

By: Stanko Iliev
Stanko Iliev
Stanko widmet sich der Aufgabe, Investoren mit relevanten Informationen zu versorgen, die sie für ihre Investitionsentscheidungen nutzen können. Er… mehr lesen.
on Dez 4, 2021
Updated: Mai 27, 2022
  • Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq gaben auf Wochenbasis um 0,9%, 1,2% bzw. 2,6% nach
  • Die USA haben am Freitag den NFP-Bericht veröffentlicht
  • Die Arbeitslosenquote ist im November auf 4,2% gesunken

Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq gaben auf Wochenbasis nach, da die Anleger immer noch mit Unsicherheit darüber konfrontiert sind, wie ansteckend das neue Omicron-Coronavirus ist und wie gut aktuelle Impfstoffe dagegen wirken.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab am Freitag bekannt, dass das Omicron-Coronavirus in 38 Ländern nachgewiesen wurde, und es ist derzeit nicht bekannt, ob es weltweit neue Sperren einleiten würde.

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Die USA haben am Freitag den NFP-Bericht (Nonfarm Payrolls) veröffentlicht, der zeigt, dass das Land im November nur 210.000 Stellen geschaffen hat.

Der Stellenbericht verfehlte die Schätzung der Ökonomen im November von 550.000, während der durchschnittliche Stundenverdienst um 0,3% stieg, nachdem er im Oktober um 0,4% zulegte. Pantheon Macroeconomics Chefökonom Ian Shepherdson sagte:

Insgesamt ist dieser Bericht zwar enttäuschend, ändert jedoch nichts an unserer Ansicht, dass im Dezember eine schnellere Straffung der Geldpolitik angekündigt wird, es sei denn, die wissenschaftlichen Nachrichten über die Omicron-Variante in den nächsten Wochen sind katastrophal.

Die positive Nachricht ist, dass die Arbeitslosenquote von 4,6% im Oktober auf 4,2% gesunken ist, und das Tempo der Erholung dürfte ausreichen, um die US-Notenbank zu veranlassen, die Reduzierung der Anleihenkäufe zu beschleunigen.

Nach Aussage des Fed-Vorsitzenden Jerome Powell wird die US-Notenbank eine schnellere Beendigung ihres Programms zum Ankauf von Anleihen in Erwägung ziehen, was ebenfalls zu Spekulationen über eine vorgezogene Zinserhöhung führt.

Jerome Powell sagte auch, dass sich die Inflation stärker als bisher erwartet ausgebreitet habe und das Risiko einer anhaltenden Inflation gestiegen sei.

Eine Straffung der Geldpolitik wird normalerweise als eine Belastung für Aktien angesehen, aber der Fokus der Anleger liegt nun auf die Veröffentlichung des Verbraucherpreisindexes und der Kerninflation am kommenden Freitag.

S&P 500 fiel auf Wochenbasis um 1,2%

Der S&P 500 (SPX) verzeichnete in dieser Woche einen Rückgang von 1,2% und schloss bei 4.538 Punkten.

Datenquelle: tradingview.com

Das Aufwärtspotenzial bleibt für die kommende Woche begrenzt und sollte der Kurs unter 4.400 Punkte fallen, wäre dies ein starkes Verkaufssignal.

DJIA gab auf Wochenbasis um 0,9% nach

Der Dow Jones Industrial Average (DJIA) fiel auf Wochenbasis um 0,9% und schloss bei 34.580 Punkten.

Datenquelle: tradingview.com

Das aktuelle Unterstützungsniveau liegt bei etwa 34.000 Punkten, und wenn der Kurs unter dieses Niveau sinkt, könnte das nächste Ziel bei 33.000 Punkten liegen.

Auf der anderen Seite stellen 35.000 Punkte das erste Widerstandsniveau dar, und wenn der Kurs über dieses Niveau steigt, könnte das nächste Ziel bei etwa 35.200 Punkten liegen.

Nasdaq Composite sank auf Wochenbasis um 2,6%

Der Nasdaq Composite (COMP) ging auf Wochenbasis um 2,6% zurück und schloss bei 15.085 Punkten.

Datenquelle: tradingview.com

Nasdaq Composite liegt weiterhin über 15.000 Punkten. Sollte der Kurs jedoch unter 14.800 Punkte fallen, wäre dies ein starkes Verkaufssignal.

Zusammenfassung

Die drei wichtigsten Indizes an der Wall Street gaben auf Wochenbasis nach, da die Anleger immer noch unsicher sind, wie ansteckend das neue Omicron-Coronavirus ist und wie gut die derzeitigen Impfstoffe dagegen wirken. Die kommende Woche wird ereignisreich sein, aber die Inflationswerte werden im Mittelpunkt stehen, da am Freitag Daten zum Verbraucherpreisindex für November und zur Kerninflation erwartet werden.

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