Aktivistischer Investor schlägt zwei Optionen zur Steigerung des Kohl’s-Aktienkurses vor

By: Wajeeh Khan
Wajeeh Khan
Wajeeh ist News Reporter bei Invezz und berichtet über die europäischen, asiatischen und nordamerikanischen Aktienmärkte. Wajeeh hat 5 Jahre… mehr lesen.
on Dez 6, 2021
  • Engine Capital möchte, dass Kohl's entweder selbst verkauft oder sein digitales Geschäft abtrennt
  • Einzelhandelsmogul Mickey Drexler sagt, dass der Vorschlag für ihn keinen Sinn macht
  • Der Aktienkurs der US-Kaufhauskette ist seit Jahresbeginn um 19% gestiegen

Der Aktienkurs der Kohl’s Corporation (NYSE: KSS) ist am Montag um fast 10% gestiegen, nachdem der aktivistische Investor Engine Capital zwei Optionen vorgeschlagen hat, die den Aktienkurs des Einzelhändlers in die Höhe treiben könnten.

Engine Capital: verkaufen oder trennen

Der in New York ansässige Hedge-Fonds will, dass Kohl’s einen Verkauf an Private-Equity-Firmen erwägt, von denen einige nach seiner Überzeugung mindestens 75 $ pro Aktie für die Kaufhauskette zahlen würden.

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Die andere Alternative, so Engine Capital in seinem Schreiben an den Kohl’s-Vorstand, besteht darin, die Abtrennung des digitalen Geschäfts des Unternehmens zu erwägen. Mit einem Umsatz von rund 6,2 Mrd. $ aus dem eCommerce könnte das Segment als eigenständige Einheit mit 12,4 Mrd. $ bewertet werden.  

Grund für den Vorschlag ist die schwache Performance von Kohl’s an der Börse. Die Aktien des Einzelhändlers standen bei Börsenschluss am Freitag dort, wo sie vor zehn Jahren standen, obwohl sie in diesem Jahr um 19% gestiegen sind. Engine Capital hält einen eher geringen Anteil von 1% an Kohl’s.

Die Nachricht kommt nur wenige Wochen, nachdem Kohl’s über ein erfolgreiches Quartal berichtet und erklärt hat, dass das Unternehmen in Bezug auf das Angebot für die Weihnachtssaison gut aufgestellt sei.

Mickey Drexler: „Das ergibt für mich keinen Sinn“

In der CNBC-Sendung „Squawk Box“ vertrat der Einzelhandelsmogul Mickey Drexler eine andere Meinung. Er war mit der Forderung von Engine Capital nicht einverstanden und sagte:

Wie spaltet man sie ab? Ändert man den Namen des einen, hat man verschiedene Händler- und Betriebsteams? Das ergibt für mich keinen Sinn. Ich könnte mir nicht vorstellen, sie abzuspalten, da sie sich doch so gut ergänzen.

Drexler war bereits in Spitzenpositionen bei namhaften US-Einzelhändlern tätig, darunter GAP und J. Crew. Derzeit ist er der CEO von Alex Mill. Bei keinem der von ihm geleiteten Unternehmen, so fügte er hinzu, würde er eine Trennung von eCommerce und stationärem Handel in Betracht ziehen.

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