Der Fokus liegt auf der US-Notenbank: Was ist am Markt eingepreist?

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auf Dec 16, 2021
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  • Joe Terranova erklärt, was passieren könnte, wenn die Fed nicht so restriktiv wie vom Markt erwartet agiert
  • Steve Weiss sagt, dass eine schnellere Anpassung und zwei Zinserhöhungen ab Mai eingepreist sind
  • Degus Wright ist überzeugt, dass die US-Notenbank nichts Neues ankündigen wird

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Es wird erwartet, dass die US-Notenbank in Bezug auf ihre wichtigsten politischen Entscheidungen, die sie in wenigen Minuten bekannt geben wird, eine restriktive Haltung einnehmen wird. Aber wie würde der Markt reagieren, wenn die Fed sich als nicht so restriktiv erweisen würde?

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Was ist, wenn die Fed nicht so restriktiv ist?

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Laut Joe Terranova von Virtus Investment Partners ist die restriktive Haltung der Zentralbank bereits im Markt eingepreist. Sollte sich der Vorsitzende Powell jedoch anders entscheiden, könnte dies in den kommenden Wochen einen Aufschwung auslösen. In der CNBC-Sendung “Halftime Report” sagte er:

Wenn er genauso restriktiv ist, wie der Markt erwartet hat, dann wird der Verkaufsdruck bei den Nachzüglern des Marktes auf breiter Front anhalten. Wenn der Vorsitzende nicht so restriktiv ist, wird sich der Markt an der 50-Tage-Linie halten, und es wird bis zum Jahresende zu einer schönen Aufwärtsbewegung kommen.

Auf der anderen Seite sagt Jenny Harrington von Gilman Hill Asset Management, dass eine lockere Fed den Markt noch mehr erschrecken könnte, weil dies bedeuten würde, dass die Wirtschaft schwächer als von vielen erwartet ist.

Zwei Zinserhöhungen sind eingepreist

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Die US-Notenbank wird am Mittwoch wahrscheinlich Pläne für ein Tapering im doppelten Tempo wie bisher und zwei Zinserhöhungen im nächsten Jahr, beginnend etwa im Mai, bekannt geben, die beide laut Steve Weiss von Short Hills Capital Partners im Markt eingepreist sind.

Wenn sie diese Zinserhöhungen weiter vorziehen, wird es zu weiteren Zinserhöhungen kommen, und man muss auch die Inflationserwartungen berücksichtigen, die ebenfalls im Dotplot auftauchen werden. Das sind also die Faktoren, auf die man sich mehr konzentrieren sollte als auf das, was Powell sagt.

In demselben Interview stimmte Degus Wright auch zu, dass es kaum etwas Neues gebe, das von der US-Notenbank als Überraschung für den Markt kommen könnte.  

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