Invezz

Kasachstan schließt 13 Krypto-Mining-Firmen wegen illegaler Aktivitäten

Kasachstan schließt 13 Krypto-Mining-Firmen wegen illegaler Aktivitäten
Ali Raza
24. Feb. 2022, 14:05 PM
  • 13 Krypto-Mining-Unternehmen in Kasachstan wurden wegen illegaler Aktivitäten geschlossen
  • Die Regierung hat auch versprochen, andere Mining-Unternehmen, die ohne Lizenz arbeiten, zu schließen
  • Kasachstan ist derzeit der zweitgrößte Bitcoin-Miner mit einem Anteil von 18,1% an der weltweiten Hash-Rate

Kasachstan setzt seinen Kampf gegen illegale Krypto-Mining-Firmen fort. 13 Krypto-Mining-Firmen im Land wurden geschlossen, weil sie sich nicht an die lokalen Vorschriften gehalten haben.

Das kasachische Energieministerium steht hinter der Schließung dieser illegalen Mining-Betriebe. Die Firmen verbrauchten insgesamt eine Energiekapazität von mehr als 200 Megawatt.

Kasachstan schaltet illegale Miner aus

Kasachstan wurde Anfang des Jahres von gewalttätigen Protesten erschüttert. Die Proteste wurden durch die steigenden Energiepreise ausgelöst. Nach diesen Unruhen verpflichtete sich die kasachische Regierung, hart gegen illegale Bitcoin-Miner vorzugehen. Die steigenden Krypto-Mining-Aktivitäten in dem Land wurden auf die Energiekrise zurückgeführt.

Der kasachische Minister Bagdat Musin kommentierte die illegalen Mining-Aktivitäten mit den Worten: "Graue Miner fügen unserem Stromnetz großen Schaden zu. Die Energiekosten des illegalen Minings werden auf über 1 Gigawatt geschätzt."

Die 13 Mining-Anlagen, die geschlossen wurden, befinden sich in Akmola, Karaganda, Kostanai, Pawlodar und Turkestan. Die Behörden haben damit gedroht, dass weitere illegale Mining-Unternehmen geschlossen würden.

Kasachstans Präsident Tokajew hat gesagt, dass "weiße Miner" von der Razzia nicht betroffen sein sollten.

Zurzeit ist Kasachstan der zweitgrößte Bitcoin-Miner mit einem Anteil von 18,1% an der Bitcoin-Netzwerk-Hash-Rate.

Krypto-Mining-Operationen weltweit

Nachdem China Krypto-Mining-Aktivitäten verboten hat, waren die Miner gezwungen, ins Ausland zu gehen, und die Vereinigten Staaten waren der Hauptkandidat. Die USA sind derzeit der größte Bitcoin-Mining-Standort mit einem Anteil von 35,1% an der weltweiten Hash-Rate.

Der Reichtum an erneuerbaren Energiequellen in den USA lockt Miner an. Allerdings ist der regulatorische Rahmen noch unsicher, und in US-Bundesstaaten wie New York befinden sich die Miner noch in einer unsicheren Lage.

Der hohe Energiebedarf beim Bitcoin-Mining ist einer der Faktoren, die ein Verbot auslösen. Im Jahr 2022 verbot der Kosovo alle Mining-Aktivitäten während der Wintersaison.