BTC/GBP, GBP/USD divergieren infolge des Einbruchs der britischen Verbraucherinflation

BTC/GBP, GBP/USD divergieren infolge des Einbruchs der britischen Verbraucherinflation
Crispus Nyaga
15. Nov. 2023, 14:35 PM
  • Das BTC/GBP-Paar stürzte stark ab, da der Bitcoin-Preis an Schwung verlor
  • Das GBP/USD-Währungspaar ist nach den jüngsten US-Inflationsdaten gestiegen
  • Das Vereinigte Königreich veröffentlichte schwächere Inflationszahlen als erwartet

Der Bitcoin-Preis ging über Nacht zurück, obwohl sich die Stimmung auf dem Markt verbesserte. Im Vereinigten Königreich sank der BTC/GBP-Kurs auf einen Tiefststand von 27.953, was deutlich unter dem bisherigen Jahreshoch von 30.935 lag. Er liegt nach wie vor mehr als 100 % über dem Tiefststand des letzten Jahres von 13.100.

Inflation in Großbritannien und den USA

Der Bitcoin-Preis gab nach den jüngsten Daten zur Verbraucherinflation in den USA und Großbritannien nach. Am Dienstag zeigten die Daten der US-Statistikbehörde, dass der Verbraucherpreisindex des Landes im Oktober weiter sank, da die Energiekosten zurückgingen.

Der Gesamt-Verbraucherpreisindex ging von 3,7 % im September auf 3,2 % im Oktober zurück. Auch der Kern-VPI ging von 4,2 % im September auf 4 % im Oktober zurück. Diese Zahlen bedeuten, dass sich die Inflation in dem Land in die richtige Richtung bewegt.

Die Daten kamen zwei Wochen, nachdem die USA schwächere Arbeitsmarktzahlen veröffentlicht hatten. Nach Angaben des Bureau of Labor Statistics (BLS) verzeichnete die Wirtschaft einen Zuwachs von über 150.000 Arbeitsplätzen, während die Arbeitslosenquote auf 3,9 % anstieg.

Daher sind die Renditen amerikanischer Anleihen in den letzten Monaten stark zurückgegangen. Die Rendite für 10-jährige Anleihen brach auf 4,45 % ein, während die Rendite für 30-jährige Anleihen auf 4,61 % sank. Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass die Anleger davon ausgingen, dass die Fed die Zinssätze bei der nächsten Sitzung nicht anheben würde.

In der Zwischenzeit gab das BTC/GBP-Währungspaar nach den jüngsten britischen Inflationsdaten ebenfalls nach. Nach Angaben des Office of National Statistics (ONS) sank der Verbraucherpreisindex von 6,7 % im September auf 4,7 % im Oktober. Die Inflationsrate ging von 0,5 % auf 0,1 % zurück, da der Rohölpreis weiter fiel.

Auch der Kern-VPI, der die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise nicht berücksichtigt, ging von 6,1 % auf 5,7 % zurück. Auch im Monatsvergleich ging er von 0,5 % auf 0,3 % zurück. Diese Zahlen sind ermutigend für die Bank of England (BoE).

Dennoch besteht die Wahrscheinlichkeit, dass die BoE die Zinssätze mindestens einmal anheben wird, da die Anleiherenditen zurückgegangen sind. In einer Erklärung vom Dienstag sagte der Chefvolkswirt der BoE, dass die Bank mindestens eine weitere Zinserhöhung vornehmen könnte.

Die Entwicklung des BTC/GBP verlief anders als die des GBP/USD-Paares. Letzteres kletterte auf ein Mehrwochenhoch von 1,2486, als der US-Dollar-Index (DXY) einbrach. Seit dem Tiefststand in diesem Jahr ist es um über 3,70 % gestiegen.

BTC/GBP Technische Analyse

BTC/GBP-Chart via TradingView

Das Tages-Chart zeigt, dass das BTC/GBP-Paar über Nacht stark abgestürzt ist. Es ist von einem Hoch bei 30,935 auf ein Tief bei 27,953 gefallen. Das Paar liegt weiterhin über dem 50- und 100-Tages-EMA (Exponential Moving Averages).

Positiv zu vermerken ist, dass das Paar ein kleines Doji-Muster zu bilden scheint. Daher sind die Aussichten für dieses Währungspaar optimistisch, wobei als nächstes die psychologische Marke von 30.000 zu beachten ist.

Außerdem gibt es auf lange Sicht immer noch Katalysatoren für Bitcoin, einschließlich der Möglichkeit eines Spot-BTC-ETF. Außerdem steigt die Nachfrage, da die Anleger im Vorfeld der Halbierung im nächsten Jahr eine risikofreudige Haltung einnehmen.