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Kospi-Index stürzt ab, Samsung und SK Hynix fallen – Erholt er sich diese Woche?

Kospi-Index stürzt ab, Samsung und SK Hynix fallen – Erholt er sich diese Woche?
Crispus Nyaga
03. Aug. 2026, 06:39 AM

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Samsung Electronics (005930.KS)

Kaufen. Der Ausverkauf wird durch die Angst vor „Fondshebel“ nach der Rettung von Situational Awareness getrieben, nicht durch eine Verschlechterung der kurzfristigen Fundamentaldaten von Samsung. Große globale Kunden (Google/Apple/Amazon/Meta) verpflichten sich weiterhin zu höheren Investitionen in Speicher, was die Gewinne abfedern und eine Erholung einleiten sollte, wenn der Markt aufhört, Zwangsverkäufe zu extrapolieren. Auch die technischen Indikatoren unterstützen eine Gegenbewegung: Der Kospi hat den 200‑Tage‑EMA zurückerobert und notiert nahe einem jüngsten Tief.

Kernrisiko: Eine weitere Welle von Zwangsverkäufen ähnlicher gehebelter Hedgefonds trifft erneut den Speichersektor und überfordert die Fundamentaldaten.

SK Hynix (000660.KS)

Kaufen. Gleicher Auslöser, besseres Timing: SK Hynix ist die zweite Säule des Kospi‑Einbruchs, und der Artikel hebt die Marktbesorgnis über weitere von Speicherexponierten Rettungen hervor. Wenn die Rettungsnarrative abklingen und sich die Investoren wieder auf die Kundennachfrage konzentrieren, sollte SK Hynix schnell reagieren können, da es einer der überverkauften Large‑Cap‑Treiber ist. Erwarten Sie Volatilität, aber eine Aufwärtsneigung, falls der Index das Niveau des absteigenden Kanals zurückerobert.

Kernrisiko: Die Speichernachfrage enttäuscht oder die Prognosen drehen sich nach unten, wodurch die Erholung zur Scheinrallye wird.

  • Der Kospi-Index gab um mehr als 4 % nach, da Top‑Tech‑Aktien wie Samsung und SK Hynix stark fielen.
  • Die Aktien fielen wenige Tage nach der Rettung von Leopold Aschenbrenners Hedgefonds Situational Awareness durch Citadel.
  • Der Index dürfte diese Woche aufgrund der Entwicklungen im Technologiesektor stark volatil sein.

Der Kospi-Index fiel am Montag um mehr als 4 %, da die größten Indexbestandteile ihren Absturz wieder aufnahmen. Er sank auf 6.263 Punkte und löschte damit einen Teil der am Freitag erzielten Gewinne, als er eine seiner stärksten Erholungen in diesem Jahr verzeichnete. Er liegt weiterhin 33 % unter dem bisherigen Jahreshoch.

Aktien von Samsung und SK Hynix stürzen ab

Haupttreiber für den Rückgang des Kospi-Index sind Samsung Electronics und SK Hynix, seine größten Indexbestandteile. Die beiden Aktien fielen um 8 % bzw. 7,57 % und löschten damit einen Teil der am Freitag erzielten Gewinne. SK Square, das einen großen Anteil an SK Hynix hält, fiel um über 3 %. 

Diese Aktien fallen, weil Investoren auf die Rettung des Hedgefonds Situational Awareness von Leopold Aschenbrenner reagierten, der über $45 billion an verwaltetem Vermögen (AUM) akkumuliert hatte. Er wurde von Ken Griffins Citadel gerettet, die viele seiner börsennotierten Aktien mit großem Abschlag kaufte.

Während die Rettung einen großen Ausverkauf in der KI-Branche verhindert hat, sorgen sich Anleger vermutlich um weitere ähnliche Fonds, die gegenüber Speicherunternehmen exponiert sind. Diese Hebelwirkung ist ein großes Risiko, besonders in Südkorea, wo Haushalte Kredite in Milliardenhöhe aufgenommen haben, um in diese Tech‑Branchen zu investieren.

Der anhaltende Rückgang ist außerdem ein Zeichen dafür, dass einige Investoren glauben, die Erholung am Freitag sei eine Scheinrallye (Dead‑Cat‑Bounce, DCB). Eine Scheinrallye beschreibt eine Situation, in der stark gefallene Aktien kurzzeitig zurückprallen und dann den Abwärtstrend fortsetzen. 

Positiv ist, dass es Anzeichen dafür gibt, dass Samsung und SK Hynix kurzfristig finanziell weiter gut dastehen werden. Ihre wichtigsten Kunden, darunter große Namen wie Google, Apple, Amazon und Meta Platforms, haben sich verpflichtet, ihre Investitionen weiter zu erhöhen. 

Wachsende Hoffnungen auf ein US‑Iran‑Abkommen 

Ein weiterer positiver Aspekt ist die wachsende Zuversicht, dass die USA und der Iran ein Abkommen erreichen werden. Präsident Donald Trump entschied am Wochenende, die geplanten Angriffe zu stoppen und verwies auf Vermittlungsbemühungen wichtiger Länder in der Region wie Saudi‑Arabien und Katar.

Diese Hoffnungen haben die Rohölpreise heute deutlich gesenkt, wobei Brent und West Texas Intermediate (WTI) auf $83 bzw. $81 fielen. 

Ein Abkommen zwischen den beiden Ländern wäre positiv (bullish) für den Kospi‑Index, da es zu niedrigerer Inflation im Land führen und die Marktvolatilität verringern würde.

Blick voraus: Anleger werden sich auf die bevorstehenden US‑Unternehmenszahlen konzentrieren, darunter Technologieunternehmen wie AMD, Western Digital und Kioxia. Die USA werden außerdem die Zahl der nicht‑landwirtschaftlichen Beschäftigten (NFP) für Juli veröffentlichen.

Technische Analyse des Kospi‑Index

Kospi-Index

Chart des Kospi Composite Index | Quelle: TradingView

Das Tageschart zeigt, dass der Kospi‑Index letzte Woche bei 5.279 Punkten ein Tief bildete und nach der Rettung von Situational Awareness am Freitag wieder anstieg. Er erreichte ein Hoch von 6.616 Punkten, das mit der oberen Begrenzung des absteigenden Kanals zusammenfiel. 

Der Index sprang über den 200‑Tage‑EMA (Exponentieller gleitender Durchschnitt), ein Zeichen dafür, dass die Bullen derzeit die Oberhand haben. Er hat sich außerdem auf das Strong‑, Pivot‑ und Reverse‑Niveau des Murrey‑Math‑Lines‑Indikators bewegt. 

Daher dürfte der Markt diese Woche sehr volatil sein. Ein Ausbruch über die obere Begrenzung des absteigenden Kanals würde weitere Aufwärtsbewegung bestätigen und weiteres Potenzial bis etwa 7.500, den Haupt‑S/R‑Pivot, signalisieren.