SK Hynix und Samsung-Aktien fallen wieder: War die Rekord‑Rallye am Freitag eine Bullenfalle?
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Sell SK Hynix (005930.KS). Der Freitagsanstieg von +29.95% (Limit‑Up) wirkt wie eine Erholungsrally infolge der Eindeckung von Leerverkäufen nach einem dreitägigen Kospi‑Rückgang von -17%; der Montagseinbruch von -6.69% zeigt, dass der Markt die erste Sitzung nicht halten kann, was auf fragile Positionen und anhaltenden Hebelabbau in gehebelten Single‑Stock‑ETFs hindeutet. Auf Stabilisierung warten, nicht auf eine weitere Erholung setzen.
Kernrisiko: Hebelabbau endet schnell und ausländische Käufe bleiben konstant, wodurch die Bewegung in eine echte Neubewertung des Speicherzyklus übergeht.
Sell Samsung Electronics (005930.KS). Die Aktie gab einen Teil des Freitagsanstiegs von +26.81% wieder ab (-6.48% am Montag), was ein von erzwungenen Auflösungen statt neuen Fundamentaldaten getriebenes Bullenfallen‑Muster bestätigt. Bis Anleger klare Belege für langfristige Lieferverträge, Ausschüttungen an Aktionäre und die Nachhaltigkeit des Speicherzyklus sehen, werden Rallyes wahrscheinlich verkauft.
Kernrisiko: Die Nachfrage nach KI‑Capex bleibt robust und Samsungs Prognose‑/Vertragsklarheit verbessert sich ausreichend, um positionierungsgetriebene Verkäufe zu überlagern.
- Samsung und SK Hynix rutschen ab, da Anleger nach der Rekordrallye Gewinne realisieren.
- Die Erholung am Freitag steht auf dem Prüfstand, da Hebelrisiken und China‑Sorgen fortbestehen.
- Die starke Speichernachfrage bleibt trotz der abrupten Marktwende am Montag intakt.
Die Aktien von SK Hynix und Samsung Electronics fielen am Montag stark und gaben Teile der Rekord‑Rallye vom Freitag wieder ab, da Anleger nach einer der dramatischsten Sitzungen in der Geschichte des südkoreanischen Marktes Gewinne mitnahmen.
Samsung fiel um 6.48% und SK Hynix um 6.69% bis 9:15 AM in Seoul, während der Kospi um 4.25% nachgab.
Der Rückzug folgte dem 26.81%‑Anstieg von Samsung und der Limit‑Up‑Bewegung von SK Hynix um 29.95% am Freitag, der dem Benchmark zu einem Rekordsprung von 17.91% verhalf.
Die Rekord-Rallye am Freitag auf dem Prüfstand
Die Gewinne am Freitag folgten darauf, dass der Kospi in drei Sitzungen mehr als 17% verloren hatte, wodurch Chipaktien technisch angeschlagen waren und Leerverkäufer in Bedrängnis gerieten.
Starke Zahlen von Microsoft und Amazon milderten zudem die Befürchtungen, dass große Technologieunternehmen ihre Ausgaben für KI‑Infrastruktur zurückfahren würden.
Laut Marktdaten kauften Auslandsinvestoren netto 7.22 trillion won koreanische Aktien, während Institutionen 1.15 trillion won erwarben.
Diese Ströme, kombiniert mit Schnäppchenjagd und der Eindeckung von Leerverkäufen, trieben den Markt mit außergewöhnlicher Geschwindigkeit nach oben.
Dieses Ausmaß machte die Gewinnmitnahme am Montag nachvollziehbar.
Han Ji-young von Kiwoom Securities hatte laut Korea JoongAng Daily gewarnt, dass Anleger nach dem beispiellosen Sprung des Kospi Anfang dieser Woche Gewinne realisieren könnten.
Die Verluste am Montag deuten daher nicht notwendigerweise auf eine neue Verschlechterung der Gewinnperspektiven der Chiphersteller hin.
Die Unfähigkeit, nicht einmal die erste Sitzung nach der Rallye am Freitag zu halten, schwächt jedoch das Argument, dass der Markt einen dauerhaften Boden ausgebildet habe.
Hebelwirkung bleibt die größte Schwachstelle des Marktes
Wichtiger ist die Positionierung, nicht ein Einbruch der Gewinne.
Peter Kim, Senior Managing Director bei KB Securities, sagte letzte Woche gegenüber Reuters, der Ausverkauf sei „nicht durch eine fundamentale Verschlechterung getrieben“.
Er führte ihn auf fragile Stimmungslage und erzwungene Auflösungen in gehebelten Single‑Stock‑ETFs in Korea und im Ausland zurück.
Kim warnte zudem, dass das im Markt akkumulierte Hebelvolumen bedeute, dass die Bereinigung wahrscheinlich nicht innerhalb von ein bis zwei Wochen abgeschlossen sei.
Diese Einschätzung ist relevant, weil starke Erholungen Händler dazu veranlassen können, ihre Exponierung wieder aufzubauen, bevor der Margendruck vollständig verschwunden ist.
Gary Tan, Portfoliomanager bei Allspring Global Investments, sagte, im aktuellen KI‑Markt sei „stark nicht mehr ausreichend“.
Anleger verlangten klarere Signale zu langfristigen Lieferverträgen, zu Ausschüttungen an Aktionäre und zur Nachhaltigkeit des Speicherzyklus, sagte er.
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Chinasorgen treffen auf starke Speichernachfrage
Langfristige Sorgen sind nicht verschwunden. Anleger prüfen die Konkurrenz chinesischer Speicherchip‑Hersteller, Fortschritte bei inländischen Halbleiterausrüstungen und ob kreditfinanzierte KI‑Investitionen nachhaltig bleiben können.
Chris Beauchamp, Chefmarktanalyst bei IG, sagte gegenüber The Guardian, chinesische Chiphersteller könnten schließlich etablierte Produzenten unterbieten und aggressiv über den Preis konkurrieren.
Das kurzfristige Bild ist weniger bärisch. Forrester‑Analyst Alvin Nguyen bezeichnete den Ausverkauf bei Speicheraktien gegenüber The Guardian als „Überreaktion“ und argumentierte, die Hersteller könnten immer noch nicht genügend Chips produzieren, um die Nachfrage zu befriedigen, und Engpässe könnten bis 2030 andauern.
Diese Spannung macht die Bezeichnung als Bullenfalle verfrüht. Der Freitag ähnelt eher einer instabilen Erholungsrally als einem Beweis für eine dauerhafte Erholung.
Gewinne und Speichernachfrage bleiben stark, doch Anleger benötigen Nachweise dafür, dass der erzwungene Hebelabbau sich dem Ende zuneigt, ausländische Käufe beständig werden und Hyperscaler weiterhin zu KI‑Ausgaben verpflichtet sind.
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