Telefónica integriert Chainlink zur Bekämpfung von SIM-Swap-Angriffen

  • Telefónica wird die Chainlink-Funktionen nutzen, um die Verbindungssicherheit für die Nutzer zu erhöhen
  • Laut dem Unternehmen wird die Zusammenarbeit den Schutz der Nutzer vor SIM-Swap-Angriffen gewährleisten
  • Anfang dieses Jahres verschaffte sich ein Hacker durch einen SIM-Swap Zugang zum X-Konto der US-SEC

Telefónica, Spaniens größtes Telekommunikationsunternehmen, hat Chainlink im Rahmen einer Zusammenarbeit integriert, die darauf abzielt, mit Hilfe von Smart Contracts unerlaubte SIM-Swaps zu bekämpfen.

Die strategische Allianz sieht vor, dass Telefónica Chainlink-Funktionen nutzt, um jede API sicher mit dem GSMA Open Gateway im Polygon-Mainnet zu verbinden, sagten die Unternehmen in einer Pressemitteilung.

„Diese Zusammenarbeit stellt einen bedeutenden Schritt bei der Integration von Telekommunikationsfunktionen in die Blockchain-Branche dar und zeigt die Notwendigkeit sicherer Oracle-Netzwerke, um reale On-Chain-Daten bereitzustellen“, heißt es in der Pressemitteilung.

Bekämpfung von SIM-Swap-Angriffen

Mit dieser Allianz wird das multinationale Telekommunikationsunternehmen in der Lage sein, mithilfe der Oracle-Technologie von Chainlink Datenüberprüfungen aus dem gesamten Markt durchzuführen und dabei Smart Contracts Anfragen an APIs zu verifizieren, um unbefugte SIM-Kartenänderungen zu verhindern.

Anfang des Jahres wurde die US-Börsenaufsichtsbehörde (Securities and Exchange Commission) Opfer eines SIM-Swap-Angriffs, bei dem die Hacker auf das X-Konto der Behörde zugegriffen hatten, um eine „gefälschte“ Spot-Bitcoin-ETF-Genehmigung anzukündigen. Der Bitcoin-Preis schwankte aufgrund der Ereignisse stark, während die SEC wegen der deaktivierten Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) ihres Kontos angegriffen wurde.

Laut Telefónica "mindert die Nutzung der GSMA Open Gateway API über Chainlink auch Risiken, die über die Transaktionssicherheit hinausgehen, indem sie die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) und die Betrugserkennung in Web3 dApps und DeFi-Diensten anspricht."

Johann Eid, Chief Business Officer bei Chainlink Labs, bemerkte:

Die jüngste Krypto-Integration von Telefónica folgt auf die Unterstützung von Krypto-Zahlungen auf Tu, dem Online-Marktplatz des Telekommunikationsriesen, im Jahr 2022. Das Unternehmen ist auch eine Partnerschaft mit Helium eingegangen und nutzt die Technologie der Blockchain-Plattform, um seine Telekommunikationsabdeckung in Mexiko zu verbessern.

Außerdem hat das Unternehmen vor kurzem seinen NFT-Marktplatz um vier Kollektionen erweitert und ist eine Partnerschaft mit CrowdStrike eingegangen, um den Schutz der Kunden vor unbefugten Zugriffen auf Geräte zu verbessern. Die letzte Woche angekündigte Zusammenarbeit zielt ebenfalls auf den Schutz von Kunden über digitale Assets hinweg ab.