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IGC senkt Prognosen für globale Getreide- und Sojaproduktion und deutet auf knappere Vorräte und steigende Lagerbestände hin

IGC senkt Prognosen für globale Getreide- und Sojaproduktion und deutet auf knappere Vorräte und steigende Lagerbestände hin
Diya Poddar
25. Apr. 2024, 11:47 AM
  • Der IGC hat seine Prognosen für die weltweiten Getreideernten 2023/24 und 2024/25 gesenkt.
  • Im Gegensatz zu Getreide scheinen die Prognosen für Angebot und Nachfrage bei Sojabohnen weltweit stabiler zu sein.
  • Die IGC hat ihre Bestandsprognosen für die Saisons 2023/24 und 2024/25 leicht um 0,3 bzw. 0,5 Millionen Tonnen angehoben.

Der Internationale Getreiderat (IGC) hat seine Prognosen für die weltweiten Getreide- und Sojavorräte aktualisiert. Er deutet auf eine Verknappung der Getreidevorräte hin und prognostiziert zugleich einen Anstieg der Sojavorräte.

Reduzierung der Schätzungen zur globalen Getreideproduktion

Der IGC hat seine Prognosen für die weltweiten Getreideernten 2023/24 und 2024/25 gesenkt.

Für die Saison 2023/24 wurden die Schätzungen für die Getreideproduktion um 3,5 Millionen Tonnen gekürzt, hauptsächlich aufgrund der Auswirkungen von Krankheiten und Dürre auf den Mais in der südlichen Hemisphäre.

Der Rat stellte außerdem fest, dass die Prognose für die weltweite Getreideproduktion 2024/25 um 10,1 Millionen Tonnen deutlich zurückgehen wird. Grund dafür seien vor allem erwartete Rückgänge bei der Maisproduktion in den USA und eine geringere Weizenproduktion in der EU.

Rückgang der Getreidevorräte erhöht die Marktsensibilität

Die überarbeiteten Prognosen deuten auf einen stärkeren Rückgang der Lagerbestände im Jahr 2023/24 hin als zunächst erwartet; im Vergleich zu früheren Schätzungen wird ein Rückgang um 8,4 Millionen Tonnen zu verzeichnen sein.

Diese Bestandsreduzierung, insbesondere ein Rückgang von 3,6 Millionen Tonnen Weizen und 4,8 Millionen Tonnen Mais, erhöht die Anfälligkeit der weltweiten Getreideversorgung gegenüber künftigen Produktionsunterbrechungen und erhöht weiterhin die Marktsensitivität gegenüber Wetterschwankungen.

Rekordproduktion von Getreide bei steigender Nachfrage

Trotz dieser Kürzungen dürfte die weltweite Getreideproduktion für 2023/24 im Vergleich zum Vorjahr um 21,3 Millionen Tonnen höher ausfallen und damit einen neuen Rekord darstellen.

Allerdings wurde die weltweite Getreidenachfrage für denselben Zeitraum nach unten korrigiert, was vor allem auf die geringere Futtermittelnachfrage in den USA zurückzuführen ist.

Ausblick für Sojabohnenversorgung bleibt robust

Im Gegensatz zu Getreide scheinen die Prognosen für Angebot und Nachfrage bei Sojabohnen weltweit stabiler zu sein.

Der IGC hat seine Bestandsprognosen für die Saisons 2023/24 und 2024/25 leicht um 0,3 bzw. 0,5 Millionen Tonnen angehoben, was auf höhere Ernteprognosen in Argentinien zurückzuführen ist. Dieser Überschuss dürfte weiterhin Abwärtsdruck auf die Sojapreise ausüben.

Kommende Agrarberichte und Marktauswirkungen

Während die Märkte auf weitere Aktualisierungen warten, werden die nächste IGC-Prognose, die am 23. Mai veröffentlicht werden soll, und die ersten Projektionen des USDA für die Saison 2024/25 am 10. Mai von entscheidender Bedeutung für die Gestaltung der zukünftigen Marktdynamik sein.

Diese Berichte werden zusätzliche Einblicke in den Agrarsektor bieten und möglicherweise Einfluss auf Rohstoffpreise und Marktstrategien haben.

Das Zusammenspiel zwischen verringerten Getreidevorräten und erhöhten Sojabohnenvorräten stellt ein komplexes Szenario für die Rohstoffmärkte dar. Die Händler beobachten aufmerksam kommende Wetterberichte und landwirtschaftliche Daten, um diese Veränderungen zu meistern.