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Bericht: Shell führt Gespräche über den Verkauf seines malaysischen Tankstellengeschäfts an Saudi Aramco im Wert von 1 Milliarde Dollar

Bericht: Shell führt Gespräche über den Verkauf seines malaysischen Tankstellengeschäfts an Saudi Aramco im Wert von 1 Milliarde Dollar
Diya Poddar
06. Mai 2024, 15:30 PM
  • Branchenkenner schätzen, dass dieser Deal eine Milliarde Dollar erreichen könnte.
  • Dieser Schritt beinhaltet Pläne zur Veräußerung von etwa 500 Tankstellen in den nächsten zwei Jahren.
  • Die Übernahme durch Saudi Aramco würde eine erhebliche Ausweitung seines Einzelhandelsgeschäfts in Südostasien bedeuten.

Reuters berichtete, dass der Energiekonzern Shell derzeit über den Verkauf seines ausgedehnten Tankstellennetzes in Malaysia an den staatlichen saudi-arabischen Ölkonzern Saudi Aramco verhandelt. Branchenkenner schätzen, dass der Deal eine Milliarde Dollar wert sein könnte.

Strategische Desinvestition im Zuge globaler Neuausrichtung

Shell, mit Hauptsitz in London, betreibt in Malaysia rund 950 Tankstellen und verfügt damit nach dem staatlichen Konzern Petronas über das zweitgrößte Tankstellennetz des Landes.

Der potenzielle Verkauf, über den die Gespräche Ende 2023 begannen, ist Teil der umfassenderen Strategie von Shell unter CEO Wael Sawan, den Betrieb zu rationalisieren und sich auf die profitabelsten Geschäftsbereiche zu konzentrieren.

Dieser Schritt beinhaltet Pläne zur Veräußerung von etwa 500 Tankstellen in den nächsten zwei Jahren.

Erweiterung des operativen Fußabdrucks von Aramco

Für Saudi Aramco wäre die Übernahme eine erhebliche Ausweitung seines Einzelhandelsgeschäfts in Südostasien.

Obwohl Aramco derzeit keine Tankstellen in Malaysia besitzt, ist das Unternehmen zu 50 Prozent an der Pengerang-Raffinerie in Johor beteiligt, die eine Kapazität von 300.000 Barrel pro Tag hat und ein Joint Venture mit Petronas ist.

Diese Raffinerie verkauft Kraftstoff sowohl im Inland als auch für den Export.

Finanzielle Besonderheiten und operative Synergien

Zwei mit den Verhandlungen vertraute Quellen haben das mögliche Volumen des Deals auf vier bis fünf Milliarden Ringgit (844 bis 1,06 Milliarden US-Dollar) geschätzt.

Der Verkauf steht im Einklang mit der Strategie von Shell, sich von seiner Raffinerie auf Bukom Island in Singapur zu trennen, die das malaysische Netz beliefert, und deutet auf eine Konsolidierung der Vermögenswerte von Shell zugunsten lukrativerer Unternehmungen hin.

Weitergehende Auswirkungen und Branchenkontext

Die geplante Transaktion erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem die großen Energieunternehmen ihre weltweiten Vermögenswerte neu bewerten und sich angesichts der sich verändernden Marktdynamik auf ihre Rentabilität und strategische Ausrichtung konzentrieren.

Die Entscheidung von Shell, seine malaysischen Aktivitäten zu verkaufen, folgt einem ähnlichen Desinvestitionsmuster, das in der gesamten Branche zu beobachten ist, da sich die Unternehmen an veränderte wirtschaftliche Bedingungen und Marktanforderungen anpassen.