Invezz

Royal Caribbean startet Personalbeschaffungswelle, da die Nachfrage nach Kreuzfahrten im Jahr 2023 einen Rekordwert erreicht

Royal Caribbean startet Personalbeschaffungswelle, da die Nachfrage nach Kreuzfahrten im Jahr 2023 einen Rekordwert erreicht
Diya Poddar
08. Mai 2024, 10:43 AM
  • Royal Caribbean arbeitet mit Tourismusverbänden und Hafenbetreibern weltweit zusammen, um den wachsenden Bedarf an Arbeitskräften zu decken.
  • Die Forderung nach mehr Mitarbeitern fällt mit den Plänen von Royal Caribbean zusammen, seine Flotte um drei neue Schiffe zu erweitern.
  • Das FCCA unterstreicht den Bedarf an Zehntausenden Arbeitskräften aus der Karibik und Lateinamerika.

Die Royal Caribbean Group startet eine massive Rekrutierungskampagne und plant angesichts der rekordverdächtigen Nachfrage nach Kreuzfahrten im Jahr 2024 die Einstellung von rund 10.000 Mitarbeitern für ihre Schiffe und privaten Reiseziele.

Royal Caribbean sucht weltweit nach Mitarbeitern

Da die Kreuzfahrtbuchungen einen historischen Höchststand erreichen, arbeitet Royal Caribbean mit Tourismusverbänden und Hafenbetreibern auf der ganzen Welt zusammen, um den steigenden Bedarf an Arbeitskräften zu decken.

Diese weltweiten Rekrutierungsbemühungen erstrecken sich von der Karibik bis hin zu weit entfernten Orten wie Gambia und verdeutlichen den umfassenden Ansatz des Unternehmens bei der Suche nach Talenten.

Der Kreuzfahrtbetreiber beschäftigt derzeit rund 700 Mitarbeiter aus Gambia und möchte diese Zahl deutlich erhöhen.

Die wachsende Flotte von Royal Caribbean

Die Forderung nach mehr Mitarbeitern fällt mit den Plänen von Royal Caribbean zusammen, seine Flotte um drei neue Schiffe zu erweitern.

Diese Expansion ist einer der Gründe dafür, dass die Zahl der auf See tätigen Beschäftigten der Kreuzfahrtgesellschaft wachsen wird, obwohl sie Ende 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 6 % niedriger sein wird.

Aus- und Weiterbildung sind der Schlüssel zum Erreichen von Rekrutierungszielen

Die Bemühungen, den Arbeitskräftebedarf zu decken, sind nicht ohne Herausforderungen.

Royal Caribbean und sein Branchenkonkurrent Carnival haben die Caribbean Maritime University in Jamaika aufgefordert, kurzfristige Qualifikations- und Zertifizierungskurse anzubieten, um mehr Arbeitnehmer auf eine Karriere auf See vorzubereiten.

Auch in St. Maarten lockte eine Rekrutierungskampagne zur Einstellung von 1.000 Arbeitnehmern nicht so viele Bewerber an wie erwartet. Das deutet darauf hin, dass es möglicherweise ein Defizit hinsichtlich des Bewusstseins für bzw. des Interesses an einer Karriere im maritimen Bereich gibt.

Regionale Reaktionen auf Rekrutierungsbemühungen

Auf den Britischen Jungferninseln gibt es eine neue Anfrage von Royal Caribbean um Unterstützung bei der Personalbeschaffung – ein Novum in der Region.

Die Hafenbehörde der Britischen Jungferninseln (BVI) hat ihre Absicht bekundet, der Anfrage der Kreuzfahrtgesellschaft nachzukommen und zu prüfen, wie diese groß angelegte Beschäftigungsmöglichkeit am besten ermöglicht werden kann.

Unterdessen wird in St. Maarten darüber diskutiert, wie die Rekrutierungsergebnisse verbessert werden können, nachdem sich bei der letztjährigen Kampagne weniger als ein Drittel der angestrebten Zahl an Bewerbern beworben hatte.

Wie geht es der Kreuzfahrtbranche?

Die Florida-Caribbean Cruise Association weist darauf hin, dass im Zuge des Einsatzes neuer Schiffe in der gesamten Branche Zehntausende Arbeitskräfte aus der Karibik und Lateinamerika benötigt werden.

Tourismusverbände und Häfen nennen als eine der größten Herausforderungen die Aufklärung potenzieller Kandidaten über die Möglichkeiten und Realitäten einer Karriere auf See.

Royal Caribbean bereitet sich auf ein weiteres Rekordjahr bei Umsatz und Flottenausbau vor und seine globale Einstellungsinitiative ist ein entscheidender Faktor für die Aufrechterhaltung des Wachstums und die Nutzung des boomenden Interesses an Kreuzfahrten.