Ripple-CEO: US-Regierung verfolgt Tether

Ripple-CEO: US-Regierung verfolgt Tether
Rony Roy
13. Mai 2024, 08:41 AM
  • Laut dem CEO von Ripple haben US-Regulierungsbehörden Tether im Visier.
  • Tether wurde hinsichtlich der Transparenz seiner Reservebestände kritisiert.
  • Die Forderungen nach genauerer Prüfung haben Tether dazu gezwungen, Audits zu veröffentlichen.

Ripple-CEO Brad Garlinghouse hat seine Besorgnis über mögliche US-Regulierungsmaßnahmen gegen Tether zum Ausdruck gebracht. In einer Folge des World Class-Podcasts vom 10. Mai beschrieb Garlinghouse die Situation als „eine, die man im Auge behalten sollte“.

Garlinghouse äußerte keine Spekulationen darüber, ob die Maßnahmen der USA zu einem marktdestabilisierenden Ereignis führen könnten, räumte jedoch die Möglichkeit von Folgewirkungen auf den Markt ein.

Darüber hinaus sagte Garlinghouse, er sei „hundertprozentig“ sicher, dass es im Krypto-Sektor zu einem weiteren kryptobezogenen Black-Swan-Ereignis wie dem Zusammenbruch von FTX kommen könne.

Tethers Probleme mit der Transparenz

Tether Holdings Limited, die Muttergesellschaft von Tether, verwaltet den nach Marktkapitalisierung größten Stablecoin der Welt über ein globales Netzwerk von Tochtergesellschaften.

Tether wurde seit seiner Gründung ständig hinsichtlich seiner operativen Transparenz überprüft. Dazu gehören auch Herausforderungen im Zusammenhang mit dem wahren Umfang seiner Reservebestände, die den Wert seiner Stablecoin USDT stützen.

Im Oktober 2023 forderten die US-Senatorin Cynthia Lummis und der Repräsentant French Hill das Justizministerium auf, die Beteiligung von Binance und Tether an der möglichen Unterstützung des Terrorismus zu prüfen.

Tether bekräftigte daraufhin seine Zusammenarbeit mit den Strafverfolgungsbehörden und sein Engagement für die Einhaltung weltweiter Vorschriften.

Erschwerend kam für Tether hinzu, dass der in Manhattan ansässige US-Staatsanwalt Damian Williams im November 2022 die Leitung einer laufenden Untersuchung zu den mutmaßlichen Bemühungen des Unternehmens übernahm, kryptogebundene Gelder vor seinen Bankpartnern zu verbergen.

Im Jahr 2021 zahlte Tether außerdem eine Geldstrafe von 41 Millionen Dollar an die Commodity Futures Trading Commission.

Die Strafe wurde verhängt, weil Tether falsche Angaben zu seinen Reservebeständen gemacht hatte. Es verfügte nur an 27,6 % der Tage zwischen dem 1. Juni 2016 und dem 25. Februar 2019 über genügend Fiat-Reserven, um seinen USDT zu decken.

Dies führte zu Forderungen nach strengeren Audits durch Dritte, die Tether nun vierteljährlich veröffentlicht.