Die Royal Mail-Muttergesellschaft (IDS) wird für 3,5 Milliarden Pfund vom tschechischen Milliardär Kretinsky übernommen

Die Royal Mail-Muttergesellschaft (IDS) wird für 3,5 Milliarden Pfund vom tschechischen Milliardär Kretinsky übernommen
Vatsala Gaur
29. Mai 2024, 09:35 AM
  • Der tschechische Milliardär Daniel Kretinsky übernimmt Royal Mail mit einem Angebot von 370 Pence pro Aktie.
  • Zu den rechtlich verbindlichen Zusagen zählen die Aufrechterhaltung der Universaldienstverpflichtungen und der Arbeitsplatzschutz.
  • Die Übernahme bedarf der Zustimmung der IDS-Aktionäre und wird aus Gründen der nationalen Sicherheit genau geprüft.

Royal Mail soll vom tschechischen Milliardär Daniel Kretinsky übernommen werden, nachdem der Vorstand der Muttergesellschaft International Distributions Services ( LON:IDS ) ein Übernahmeangebot in Höhe von 3,5 Milliarden Pfund angenommen hat.

Invezz berichtete am 28. Mai über die Spekulation.

Das Angebot, das der Vorstand von IDS am Mittwoch empfohlen hat, bewertet das Unternehmen mit 370 Pence pro Aktie.

Aufschlüsselung des Angebots: 5,28 Milliarden Pfund einschließlich Schulden

Das Übernahmeangebot besteht aus 360 Pence in bar pro Aktie zuzüglich einer Schlussdividende von 2 Pence pro Aktie und einer Sonderdividende von 8 Pence pro Aktie.

Einschließlich der Unternehmensschulden wird der Gesamtwert von IDS auf 5,28 Milliarden Pfund geschätzt.

Angesichts der strategischen Bedeutung der Royal Mail wird das Angebot voraussichtlich aus Gründen der nationalen Sicherheit einer genauen Prüfung unterzogen.

Rechtlich bindende Verpflichtungen im öffentlichen Interesse

Um mögliche Bedenken auszuräumen, enthält das Angebot eine Reihe rechtsverbindlicher Verpflichtungen, die sich auf Fragen des öffentlichen Interesses konzentrieren.

Zu den zentralen Verpflichtungen gehören die Aufrechterhaltung der Grundversorgung, die Gewährleistung einer bundesweit gleichen Zustellung von Erstklassbriefen zu gleichen Preisen sowie die Weiterführung der Samstagszustellung.

Daniel Kretinsky hat außerdem zugesagt, die Arbeitsplätze zu erhalten, die Marke Royal Mail zu schützen und den Firmensitz und Steuersitz des Unternehmens in Großbritannien zu belassen.

Diese Verpflichtungen sollen für mindestens fünf Jahre nach Abschluss der Transaktion gültig bleiben, abhängig von der Zustimmung der Aktionäre.

Aktionäre stimmen über das Übernahmeangebot ab

Die geplante Übernahme muss nun von den IDS-Aktionären genehmigt werden. Im Falle einer Genehmigung wäre dies ein bedeutender Wandel für Royal Mail, eine traditionsreiche Institution in Großbritannien.

Der Deal unterstreicht die strategische Bedeutung des Postdienstes und seine Rolle in der nationalen Infrastruktur.