Die Zukunft der Kryptowährungen in Thailand sieht rosiger aus, da das Land den ersten Bitcoin-ETF genehmigt
- Thailand genehmigt erstmals Bitcoin-ETF für Privatpersonen mit sehr hohem Nettovermögen.
- Der BTC ETF von ONE Asset Management erhält ein Hochrisikorating und exklusiven Zugang.
- Staatliche Unterstützung und regulatorische Änderungen kurbeln Thailands Kryptomarkt an.
Die thailändische Börsenaufsichtsbehörde (SEC) hat den ersten börsengehandelten Bitcoin- Fonds (BTC) des Landes genehmigt, ein wichtiger Meilenstein in der sich entwickelnden Kryptowährungslandschaft Thailands.
Dieses neue Anlageprodukt ist jedoch ausschließlich für sehr vermögende Privatpersonen (UHNWI) und institutionelle Anleger verfügbar, was das hohe Risiko der Anlage widerspiegelt.
One Asset Management führt ONE-BTCETFOF-UI ein
Die SEC hat One Asset Management (ONEAM) grünes Licht für die Einführung des „ONE Bitcoin ETF Fund of Funds Unhedged and not for Retail Investors“ (ONE-BTCETFOF-UI) gegeben.
Dieser ETF ist ein strategischer Schritt, um die reichsten Investoren Thailands anzusprechen und ihnen eine regulierte Möglichkeit zu bieten, in Bitcoin zu investieren, ohne die Kryptowährung direkt zu besitzen.
Hohes Risiko-Rating unterstreicht BTC-Volatilität
Laut der Bangkok Post wurde dem ONE-BTCETFOF-UI ein Risikowert von acht zugewiesen, was ihn als risikoreiche Investition einstuft.
Diese Bewertung ist in erster Linie auf die notorische Preisvolatilität von Bitcoin und anderen Krypto-Assets zurückzuführen.
Um diese Risiken zu mindern, wird ONEAM in 11 globale Fonds investieren, um die Liquidität und Sicherheit des ETFs zu gewährleisten. Dieser diversifizierte Ansatz zielt darauf ab, potenziell hohe Renditen mit einem umfassenden Risikomanagement in Einklang zu bringen.
Thailands wachsendes Interesse an Kryptowährungen
Der thailändische Kryptomarkt hat insbesondere während der COVID-19-Pandemie ein erhebliches Wachstum und großes Interesse erlebt.
Bis 2022 haben etwa 12 % der thailändischen Bevölkerung an Kryptowährungstransaktionen teilgenommen, was auf den Anstieg des Bitcoin-Werts auf ein Allzeithoch von 2 Millionen Baht im Jahr 2021 zurückzuführen ist. Zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels ist der Wert des Bitcoins auf 2,6 Millionen Baht gestiegen, was das Interesse der Anleger weiter anheizt.
Im Bereich des digitalen Vermögenshandels gibt es in Thailand über 2,94 Millionen Benutzerkonten, was 4,27 % der Bevölkerung entspricht. Diese Zahl übersteigt die Hälfte der Konten an der Börse des Landes und verdeutlicht die veränderte Präferenz für digitale Vermögenswerte.
Tether bleibt mit einem Anteil von über 40 % des Handelsvolumens die beliebteste Kryptowährung, gefolgt von Optimism und Perpetual Protocol.
Staatliche Unterstützung und regulatorisches Umfeld
Die thailändische Regierung zeigt sich gegenüber Kryptowährungen positiv eingestellt und betrachtet den Sektor als potenziellen Motor für Wirtschaftswachstum.
Die negativen Auswirkungen von Covid-19 auf den Tourismus und ein Rückgang der Exporte haben das BIP Thailands unter Druck gesetzt, das im Jahr 2023 nur um 1,9 % wuchs.
Als Reaktion darauf fördern die Behörden ein regulatorisches Umfeld, das Investoren und Startups anzieht, mit dem Ziel, Thailand als Drehscheibe für den Handel mit digitalen Vermögenswerten zu positionieren.
Darüber hinaus wurden erhebliche regulatorische Änderungen vorgenommen, um den Sektor anzukurbeln.
Im Januar kündigte das Finanzministerium an, dass der Handel mit digitalen Vermögenswerten von der Mehrwertsteuer befreit werde. Dieser Schritt soll den Kryptomarkt ankurbeln, indem die bisher auf Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten erhobene 7-prozentige Steuer abgeschafft wird.
Pro-Krypto-Haltung des Premierministers und Zukunftsaussichten
Der Geschäftsmann Srettha Thavisin, der im August 2023 Thailands Premierminister wurde, hat den Fokus auf Kryptowährungen verstärkt.
Während seines Wahlkampfs versprach er, jedem thailändischen Bürger ab 16 Jahren 10.000 Baht (ungefähr 280 Dollar) über digitale Geldbörsen zu verteilen.
Diese Initiative unterstreicht, obwohl verzögert, das Engagement der Regierung zur Integration digitaler Finanzlösungen.
Sretthas pro-Krypto-Ansatz, gepaart mit einem unterstützenden regulatorischen Umfeld, hat großes Interesse bei globalen Unternehmen geweckt.
Im Dezember kündigte Binance eine Partnerschaft mit Gulf Innova zur Einführung von Binance TH an und gewährt der thailändischen Öffentlichkeit vollen Zugriff auf die Kryptobörse.
Diese Entwicklung markiert das erste Mal, dass Binance in der Region eine Lizenz erhalten hat, und signalisiert Thailands wachsende Bedeutung auf dem globalen Kryptomarkt.
Finanzinstitute nutzen Web3-Technologien
Thailands größte Banken, darunter die Siam Commercial Bank, erkunden zunehmend Möglichkeiten im Kryptosektor.
Dieser Trend deutet auf eine breitere Akzeptanz von Blockchain- und Web3-Technologien in der Finanzbranche hin. Eine solche Integration dürfte das Wachstum und die Innovation des Sektors fördern.
Vorsichtiger, aber unterstützender Regulierungsrahmen
Die thailändische SEC spielt eine entscheidende Rolle bei der Überwachung des digitalen Vermögenswertsektors.
Es stellt sicher, dass Unternehmen die regulatorischen Standards einhalten, insbesondere im Hinblick auf die Vorschriften zur Bekämpfung der Geldwäsche (AML) und der Terrorismusfinanzierung.
Betreiber digitaler Vermögenswerte müssen Lizenzen erwerben und die örtlichen Gesetze einhalten, einschließlich der Veröffentlichung von Risikoausschlüssen zum Schutz der Anleger.
Im Einklang mit dem vorsichtigen Ansatz Südkoreas hatte Thailand zum Schutz seines Finanzmarkts und seiner Anleger zunächst darauf verzichtet, Spot-Bitcoin-ETFs zuzulassen.
Die kürzlich erteilte Genehmigung für Vermögensverwalter, diese ETFs institutionellen Anlegern und UHNWIs anzubieten, stellt jedoch einen bedeutenden Wandel dar, der die sich entwickelnde Regulierungslandschaft und das wachsende Vertrauen in digitale Vermögenswerte widerspiegelt.
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