USA weiten Sanktionen gegen Russland aus und zielen auf Unternehmen ab, die Putins Kriegsanstrengungen unterstützen
- Die USA verhängen Sanktionen gegen über 300 Unternehmen, die Russlands Kriegsanstrengungen unterstützen, darunter auch chinesische und emiratische Unternehmen.
- Ziel der Sanktionen ist es, den Handel im Wert von über 100 Millionen US-Dollar zur Unterstützung russischer Militäroperationen zu unterbinden.
- Die Staats- und Regierungschefs der G7 treffen sich in Italien, um über eine verstärkte Unterstützung für die Ukraine und wirtschaftliche Maßnahmen gegen Russland zu beraten.
Die Vereinigten Staaten haben am Mittwoch ihre Sanktionen gegen Russland ausgeweitet, als sich die Staats- und Regierungschefs der G7 auf einen Gipfel in Italien vorbereiteten.
Der Hauptfokus des Gipfels liegt darauf, die Unterstützung für die Ukraine zu verstärken und Russlands militärische Fähigkeiten weiter zu schwächen.
Neue Sanktionen richten sich gegen ausländische Unternehmen
Das jüngste Sanktionspaket zielt auf chinesische Unternehmen ab, die Russlands Kriegsanstrengungen in der Ukraine unterstützen, und erhöht die Risiken für ausländische Finanzinstitute, die Geschäfte mit sanktionierten russischen Unternehmen tätigen.
Dieser Schritt unterstreicht den dynamischen Charakter der Sanktionen, wie Aaron Forsberg, Direktor für Wirtschaftssanktionspolitik und -umsetzung im US-Außenministerium, bemerkte. Er betonte, dass Sanktionen eine „dynamische Angelegenheit“ seien und darauf abzielten, Russlands Fähigkeit, wichtige Technologien zu beschaffen, zu erschweren und die Kosten für Waren in die Höhe zu treiben.
Auswirkungen auf Handel und Technologie
Die neuen Sanktionen betreffen Handelstransaktionen zwischen Russland und seinen Zulieferern im Wert von über 100 Millionen Dollar. Betroffen sind mehr als 300 Einzelpersonen und Unternehmen, darunter solche in China, den Vereinigten Arabischen Emiraten und der Türkei.
Ziel dieser Sanktionen ist es, Unternehmen davon abzuhalten, Russland bei der Umgehung westlicher Handelsblockaden zu unterstützen.
Die Maßnahmen des US-Finanz- und Außenministeriums konzentrieren sich darauf, Russland daran zu hindern, in den Besitz von Technologien zu gelangen, die für seine militärischen Bemühungen von entscheidender Bedeutung sind.
Chinesische Unternehmen auf dem Prüfstand
Zu den neu mit Sanktionen belegten Unternehmen zählen sieben in China und Hongkong ansässige Unternehmen, denen vorgeworfen wird, Materialien im Wert von mehreren Millionen Dollar nach Russland geliefert zu haben, darunter auch Gegenstände, die möglicherweise in russischen Waffensystemen verwendet werden.
Auch gegen ein staatliches chinesisches Rüstungsunternehmen wurden Sanktionen verhängt, weil es angeblich den russischen Verteidigungssektor mit militärischer Ausrüstung beliefert hatte.
US-Behörden wiesen darauf hin, dass China einer der führenden Lieferanten wichtiger Komponenten für Russland sei, darunter sowohl chinesische als auch westliche Technologie.
Prioritäten des G7-Gipfels
Die Ankündigung dieser Sanktionen erfolgte kurz vor der Ankunft von Präsident Joe Biden in Italien zum G7-Gipfel. Die Staats- und Regierungschefs werden sich voraussichtlich auf die Hilfe für die Ukraine konzentrieren, einschließlich der möglichen Umwandlung eingefrorener russischer Vermögenswerte in finanzielle Unterstützung für Kiew.
US-Finanzministerin Janet Yellen betonte, dass das russische Militär „verzweifelt nach Zugang zur Außenwelt sucht“, und betonte, dass der Druck fortgesetzt werden müsse.
Chinas Haltung und globale Auswirkungen
Trotz der Sanktionen hat China nach Präsident Wladimir Putins Invasion in der Ukraine keine Sanktionen gegen Russland verhängt. Stattdessen hat China seine strategischen Beziehungen zu Russland betont, wie bei Putins China-Besuch im Mai zu sehen war.
Analysten wie Janis Kluge von der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP) vermuten, dass China nicht gewillt sei, den wertvollen Handel mit Russland einzustellen und den Druck auf Putin auch nicht erhöhen wolle.
US-Beamte sprechen jedoch weiterhin über Chinas Unterstützung für die russische Verteidigungsindustrie. John Kirby, Sprecher der nationalen Sicherheit des Weißen Hauses, erklärte:
Sekundärsanktionen und Finanzinstitute
Die erweiterten Sanktionen richten sich auch gegen Unternehmen in der Türkei und den Vereinigten Arabischen Emiraten, die hochprioritäre Güter nach Russland schicken. Im Dezember warnte das Weiße Haus, dass ausländische Finanzinstitute mit Sanktionen rechnen müssten, wenn sie mit Unternehmen im russischen Verteidigungssektor zusammenarbeiten.
Durch die neuen Maßnahmen wird diese Bedrohung nun auf nahezu alle russischen Unternehmen ausgeweitet, gegen die Sanktionen verhängt wurden, was wiederum das Risiko für globale Finanzinstitute erhöht.
Analysten sind der Ansicht, dass die Androhung sekundärer Sanktionen eine erhebliche Abschreckungswirkung hat. Auch wenn der chinesische Präsident Xi Jinping die westlichen Sanktionen gegen Russland möglicherweise nicht unterstützt, sind chinesische Banken vorsichtig, um nicht zum Ziel sekundärer Sanktionen zu werden, da dies kostspielig wäre.
Im weiteren Verlauf des G7-Gipfels wird die internationale Gemeinschaft aufmerksam beobachten, welche Auswirkungen diese neuen Sanktionen auf die russische Wirtschaft und seine Kriegsanstrengungen in der Ukraine haben.
Die sich entwickelnde geopolitische Landschaft stellt weiterhin erhebliche Herausforderungen für den globalen Handel und die diplomatischen Beziehungen dar.
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