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Donald Trump verspricht automatische Green Cards für ausländische Absolventen

Donald Trump verspricht automatische Green Cards für ausländische Absolventen
Vatsala Gaur
22. Juni 2024, 17:32 PM
  • Um die besten Talente in den USA zu halten, verspricht Trump automatische Green Cards für ausländische Absolventen.
  • Dies stellt eine Abkehr von Trumps bisheriger harter Haltung in der Einwanderungspolitik dar.
  • Zielt darauf ab, die Geschäftswelt anzusprechen und wirtschaftliche Bedürfnisse zu erfüllen.

Nach seinem dramatischen Sinneswandel in Bezug auf Kryptowährungen hat der ehemalige US-Präsident Donald Trump eine Änderung seiner Haltung zur Einwanderung angekündigt.

Trump, der für seine harte Einwanderungspolitik bekannt ist, versprach kürzlich, ausländischen Absolventen amerikanischer Hochschulen automatisch eine Green Card zu erteilen.

Mit diesem Schritt soll verhindert werden, dass diese Absolventen in ihre Heimatländer wie Indien und China zurückkehren, wo viele von ihnen später zu Multimilliardären werden.

Ein neuer Ansatz zur Einwanderung

Trumps Abkehr von seiner früheren einwanderungsfeindlichen Rhetorik erfolgt vor den bevorstehenden Präsidentschaftswahlen 2024, bei denen Einwanderung und die Abschiebung illegaler Einwanderer zu den zentralen Themen für die Wähler zählen.

Trump hat sich in der Vergangenheit für ein legales Einwanderungssystem eingesetzt, das auf Leistung basiert, und sein jüngster Vorschlag scheint mit dieser Philosophie im Einklang zu stehen.

Bei einem kürzlichen Auftritt im Podcast „All-In“, der von den Risikokapitalgebern Chamath Palihapitiya, Jason Calacanis, David Sacks und David Friedberg moderiert wurde, erläuterte Trump seine neue Haltung. Trump sagte:

Die Notwendigkeit, Talente zu binden

Trump betonte, wie wichtig es sei, die besten Talente in den USA zu halten, und beklagte den Verlust kluger Köpfe an andere Länder.

Er wies darauf hin, dass viele Absolventen renommierter Institutionen wie Harvard und MIT aufgrund der Einwanderungspolitik gezwungen seien, die USA zu verlassen, nur um anderswo erfolgreiche Unternehmen zu gründen.

Dieser politische Kurswechsel ist insbesondere vor dem Hintergrund des jüngsten Jahresberichts „Open Doors“ des Institute of International Education bedeutsam. Darin heißt es, dass im Studienjahr 2022–23 mehr als eine Million internationale Studierende aus über 210 Herkunftsorten an US-amerikanischen Hochschulen studieren.

China und Indien sind mit 289.526 bzw. 268.923 Studierenden die beiden Länder, aus denen die meisten Studierenden in die USA kommen.

Auseinandersetzung mit der Einwanderungspolitik der Vergangenheit

Trumps neuer Vorschlag steht in krassem Gegensatz zu der Einwanderungspolitik, die er während seiner Amtszeit verfolgte.

Während seiner Präsidentschaft versuchte Trump, das Einwanderungssystem des Landes zu reformieren, indem er die Einwanderung von Familienangehörigen zurückfuhr und wohlhabenden Einwanderern mit wertvollen beruflichen Fähigkeiten oder höherer Bildung den Vorzug gab.

Seine Regierung führte außerdem Beschränkungen bei Green Cards, Visaprogrammen, der Flüchtlingsansiedlung und anderen Formen der legalen Einwanderung ein.

Zu Trumps umstrittensten Maßnahmen zählte die Unterzeichnung eines Erlasses, der Reisenden aus sieben überwiegend muslimischen Ländern die Einreise verbot.

Er befürwortete außerdem einen Vorschlag zur Halbierung der legalen Einwanderung und kritisierte häufig das H-1B-Visumprogramm, das von Technologieunternehmen bevorzugt wird, um ausländische Fachkräfte einzustellen.

Ein strategischer Schritt

Trumps jüngste Äußerungen scheinen ein direktes Angebot an reiche Wirtschaftsführer und potenzielle Spender zu sein.

Sein Vorschlag, ausländischen Hochschulabsolventen automatisch eine Green Card zu erteilen, zielt darauf ab, die Geschäftswelt anzusprechen, die in hohem Maße auf qualifizierte Arbeitskräfte aus dem Ausland angewiesen ist.

Trump bekräftigte seine Unterstützung für ausländische Studierende in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) und erklärte, jeder Absolvent einer US-amerikanischen Hochschule solle im Land bleiben dürfen.

Vorwärts gehen

Während sich die USA auf die bevorstehende Präsidentschaftswahl vorbereiten, stellt Trumps Kurswechsel in der Einwanderungspolitik einen bemerkenswerten Wandel in seinem Ansatz dar.

Indem er sich darauf konzentriert, die besten Talente im Unternehmen zu halten und auf die Bedürfnisse der Geschäftswelt eingeht, möchte Trump seine Unterstützung bei den Wählern und wichtigen Interessenvertretern stärken.

Laut der Umfrage von NPR/PBS News/Marist liegen Trump und Präsident Joe Biden derzeit mit 49 % Unterstützung unter den registrierten Wählern gleichauf.

Da die erste Wahlkampfdebatte für den 27. Juni und die zweite für den 10. September angesetzt ist, wird Trumps neue Haltung zur Einwanderung wahrscheinlich ein wichtiges Diskussionsthema sein.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Trumps Versprechen, ausländischen Hochschulabsolventen automatisch eine Green Card zu erteilen, ein strategischer Schachzug ist, um die Geschäftswelt anzusprechen und den Bedürfnissen der US-Wirtschaft gerecht zu werden.

Mit Näherrücken der Wahl bleibt abzuwarten, welche Auswirkungen dieser Politikwechsel auf seinen Wahlkampf und die politische Landschaft insgesamt haben wird.