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Was ist los mit der Airbus-Aktie?

Was ist los mit der Airbus-Aktie?
Vatsala Gaur
25. Juni 2024, 11:12 AM
  • Die Airbus-Aktien fielen um fast 11 %, nachdem das Unternehmen seine Gewinn- und Auslieferungsziele für 2024 nach unten korrigiert hatte.
  • Als Hauptfaktoren wurden anhaltende Probleme in der Lieferkette und zusätzliche Kosten in der Raumfahrtabteilung genannt.
  • Airbus geht nun davon aus, im Jahr 2024 etwa 770 Verkehrsflugzeuge auszuliefern (vorher knapp 800).

Die Airbus-Aktien fielen am Dienstag um fast 11 %, nachdem das Unternehmen reduzierte Ziele für 2024 angekündigt hatte.

Der Luft- und Raumfahrtriese korrigierte sein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 6,5 bis 7 Milliarden Euro auf rund 5,5 Milliarden Euro (5,9 Milliarden US-Dollar) nach unten.

Diese deutliche Anpassung kam für viele Anleger überraschend und führte zu einem deutlichen Rückgang der Aktienkurse.

Reduzierte Prognose für Flugzeugauslieferungen

Airbus korrigierte zudem seine Prognose für die Flugzeugauslieferungen im Jahr 2024 nach unten. Das Unternehmen rechnet nun damit, in diesem Jahr etwa 770 Verkehrsflugzeuge auszuliefern, verglichen mit einer früheren Prognose von fast 800.

Darüber hinaus hat Airbus den Zeitplan für die Hochlaufphase der Produktion seines A320-Flugzeugs, eines Schlüsselprodukts seiner Verkehrsflugzeugpalette, verschoben.

Um 9:50 Uhr Londoner Zeit verzeichneten die in Europa notierten Airbus-Aktien einen Rückgang von 10,75 Prozent, was die Besorgnis der Anleger über die revidierten Prognosen und die möglichen langfristigen Auswirkungen auf die finanzielle Gesundheit des Unternehmens widerspiegelte.

Probleme in der Lieferkette genannt

Einer der Hauptgründe für die Abwärtskorrekturen sind anhaltende Herausforderungen in der Lieferkette. Airbus räumte ein, dass es in seinem Verkehrsflugzeuggeschäft anhaltende Probleme gebe, insbesondere bei Triebwerken, Flugzeugkomponenten und Kabinenausstattung.

Diese Engpässe in der Lieferkette stellen ein immer wiederkehrendes Problem dar und beeinträchtigen die Fähigkeit des Unternehmens, seine Produktionsziele zu erreichen und die Kosteneffizienz aufrechtzuerhalten.

„Airbus hat mit anhaltenden spezifischen Lieferkettenproblemen zu kämpfen, vor allem in den Bereichen Triebwerke, Flugzeugkomponenten und Kabinenausstattung“, erklärte das Unternehmen und betonte, welche erheblichen Auswirkungen diese Probleme auf den Betrieb hätten.

Zusatzkosten im Bereich Raumfahrtsysteme

Über den Sektor der Verkehrsflugzeuge hinaus hat Airbus auch in seiner Raumfahrtsparte mit steigenden Kosten zu kämpfen.

Das Unternehmen erkannte in diesem Segment „kommerzielle und technische Herausforderungen“, die im ersten Halbjahr 2024 zu Belastungen von rund 0,9 Milliarden Euro führen würden.

Diese Kosten sind auf aktualisierte Annahmen hinsichtlich Zeitplänen, Arbeitsaufwand, Beschaffung, Risiken und Kosten über die gesamte Lebensdauer bestimmter Telekommunikations-, Navigations- und Beobachtungsprogramme zurückzuführen.

Finanzieller Ausblick und kommende Ergebnisse

Airbus wird seine Halbjahresergebnisse am 30. Juli veröffentlichen, die weitere Einblicke in die finanzielle Entwicklung und die Zukunftsaussichten des Unternehmens geben werden.

Anfang des Jahres meldete Airbus einen schwächer als erwarteten Betriebsgewinn für das erste Quartal.

Auswirkungen auf die Branche

Die Ankündigung von Airbus kommt zu einer Zeit, in der die Luftfahrtindustrie mit der komplexen Mischung aus der Erholung von der COVID-19-Pandemie und anhaltenden Störungen in der Lieferkette zu kämpfen hat.

Die Luft- und Raumfahrtbranche steht vor großen Herausforderungen hinsichtlich der Einhaltung von Produktionsplänen und der Kostenkontrolle - Probleme, die sich nun auch deutlich auf Airbus auswirken.

Marktreaktion

Der starke Rückgang der Airbus-Aktien unterstreicht, wie sensibel der Markt auf Änderungen der Prognosen und die umfassenderen Auswirkungen auf die Luft- und Raumfahrtindustrie reagiert.

Die Anleger werden voraussichtlich vorsichtig bleiben, bis mehr Klarheit darüber herrscht, wie Airbus seine Lieferkettenprobleme angehen und die Kosten in seiner Raumfahrtsparte im Griff haben will.