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Eilmeldung: Kenias Präsident Ruto nimmt nach massiven Protesten Steuererhöhung in Höhe von 2,7 Milliarden Dollar zurück

Eilmeldung: Kenias Präsident Ruto nimmt nach massiven Protesten Steuererhöhung in Höhe von 2,7 Milliarden Dollar zurück
Diya Poddar
26. Juni 2024, 16:42 PM
  • Präsident Ruto zieht den Finanzentwurf zurück und schickt ihn zur Änderung an das Parlament zurück.
  • Bei Protesten gegen Steuererhöhungen gibt es mindestens 23 Tote und zahlreiche Verletzte.
  • Die anhaltenden Unruhen stellen Rutos Regierung vor erhebliche Herausforderungen.

Kenias Präsident William Ruto zog am Mittwoch das umstrittene Finanzgesetz zurück, das im ganzen Land zu weitverbreiteten Protesten und Gewalt geführt hatte.

Die Entscheidung fiel, nachdem der Gesetzentwurf, der erhebliche Steuererhöhungen vorsieht, zwar vom Parlament verabschiedet wurde, in der Bevölkerung jedoch auf heftigen Widerstand stieß und zu tödlichen Zusammenstößen führte.

Finanzgesetz löst landesweite Unruhen aus

Das Finanzgesetz, das durch Steuererhöhungen zusätzliche 2,7 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Pfund) einbringen soll, stand im Mittelpunkt landesweiter Proteste.

Am Dienstag eröffnete die Polizei das Feuer auf die Menschenmenge, die sich rund um das Parlament versammelt hatte. Einige Demonstranten drangen in das Parlamentsgebäude ein, kurz nachdem die Abgeordneten für die Steuererhöhungen gestimmt hatten.

Bei den Zusammenstößen kamen mindestens 23 Menschen ums Leben und zahlreiche wurden verletzt, was die Intensität der öffentlichen Opposition gegen das Gesetz widerspiegelt.

Antwort von Präsident Ruto und Änderungsvorschläge

Als Reaktion auf die eskalierenden Unruhen schickte Präsident Ruto den Finanzentwurf zur Änderung an das Parlament zurück.

Quellen aus dem Büro des Präsidenten deuten laut der kenianischen Zeitung „Star“ darauf hin, dass Ruto mehrere Änderungen vorgeschlagen habe, die das Parlament prüfen müsse.

Die vorgeschlagenen Änderungen wurden als Versuch verstanden, auf die Sorgen der Bevölkerung einzugehen und die Spannungen im Land abzubauen.

Anhaltende Proteste und Zukunftsaussichten

Trotz der Entscheidung des Präsidenten, den Gesetzentwurf an das Parlament zurückzusenden, haben die Demonstranten angekündigt, ihre Demonstrationen gegen die geplanten Steuererhöhungen fortzusetzen.

Die anhaltenden Unruhen stellen eine erhebliche Herausforderung für Präsident Ruto dar, der mit der schwersten Krise seit seinem Amtsantritt vor fast zwei Jahren konfrontiert ist.

Angesichts der weiteren Entwicklung der Situation wird der Präsident voraussichtlich um 13:00 Uhr GMT eine Rede vor der Nation halten, um die nächsten Schritte seiner Regierung darzulegen und eine Lösung der Krise anzustreben.

Das Ergebnis der parlamentarischen Prüfung des Finanzgesetzes und der vom Präsidenten vorgeschlagenen Änderungen wird ausschlaggebend für den weiteren Verlauf der Proteste und die Stabilität der Regierung sein.

Auch die internationale Gemeinschaft beobachtet die Entwicklung aufmerksam, denn die Gewalt und die Unruhen haben Besorgnis über die weitreichenden Folgen für die politische und wirtschaftliche Stabilität Kenias geweckt.