Der Nettogewinn des Gaming-Giganten Nintendo sinkt im ersten Quartal um 55 %, da die Switch-Verkäufe sinken

Der Nettogewinn des Gaming-Giganten Nintendo sinkt im ersten Quartal um 55 %, da die Switch-Verkäufe sinken
Vatsala Gaur
02. Aug. 2024, 12:54 PM
  • Der Gewinn von Nintendo sank im Zeitraum April bis Juni 2024 um 55 %, die Verkäufe gingen um 46,5 % zurück.
  • Keine neuen Details zum erwarteten Switch-Nachfolger; nächste Ankündigung vor April 2025 erwartet.
  • Zu den kommenden Veröffentlichungen gehören neue Mario Party-, Donkey Kong- und Zelda-Spiele.


Der japanische Videospielgigant Nintendo gab für das April-Juni-Quartal 2024 einen deutlichen Gewinneinbruch von 55 % bekannt, der in erster Linie auf sinkende Umsätze sowohl bei seinen Spielekonsolen als auch bei seiner Software zurückzuführen ist, wobei die Switch-Verkäufe erheblich zurückgingen.

In diesem Zeitraum sank Nintendos Gewinn von 181 Milliarden Yen im Vorjahr auf 80,95 Milliarden Yen (543 Millionen Dollar), während der Quartalsumsatz um 46,5 % auf 246,6 Milliarden Yen (1,7 Milliarden Dollar) einbrach.

Die Nintendo Switch ist jetzt im achten Jahr ihres Bestehens und hat weltweit über 140 Millionen Einheiten verkauft. Doch wie das bei Spielkonsolen mit zunehmendem Alter häufig der Fall ist, beginnen die Verkäufe nachzulassen.

Switch-Umsätze sinken, Umsatzrückgang bei Kinofilmen drückt Gewinn

Im letzten Quartal wurde ein starker Rückgang der Switch-Verkäufe im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gemeldet, nämlich um 46 % von 3,9 Millionen Einheiten auf nur noch 2,1 Millionen.

Auch die Softwareverkäufe erlebten einen deutlichen Rückgang von 41 %.

Trotz der erfolgreichen Markteinführung von Spielen wie „Paper Mario: The Thousand-Year Door“ und „Luigi’s Mansion 2 HD“, von denen 1,76 Millionen bzw. 1,19 Millionen Einheiten verkauft wurden, konnten die Software-Verkäufe insgesamt nicht an die Ergebnisse des Vorjahres anknüpfen, teilte Nintendo mit.

Das Unternehmen fügte hinzu, dass die außergewöhnlichen Ergebnisse des letzten Jahres auch auf die Veröffentlichung von „The Super Mario Bros. Movie“ zurückzuführen seien, wodurch die Zuschauerbeteiligung und die entsprechenden Umsätze deutlich gestiegen seien.

Ein Rückgang der Einnahmen im Zusammenhang mit dem Film im ersten Quartal führte jedoch dazu, dass die Umsätze im Mobil- und IP-Geschäft um 53,8 % auf 14,7 Milliarden Yen sanken.

Bei den digitalen Verkäufen verzeichnete Nintendo im Vergleich zum Vorjahr einen Rückgang von 32,6 % auf insgesamt 80,7 Milliarden Yen. Dieser Rückgang war hauptsächlich auf geringere Verkäufe von herunterladbaren Versionen von verpackter Software für die Nintendo Switch zurückzuführen.

Nintendo hat keine neuen Informationen zu einem versprochenen Switch-Nachfolger veröffentlicht. Anfang des Jahres sagte sein Präsident Shuntaro Furukawa, eine Ankündigung werde vor April 2025 erfolgen.

Nintendo-Aktien fallen

Kurz vor Bekanntgabe der Ergebnisse fielen die Aktien von Nintendo im Tokioter Handel um 2,3 Prozent. Der Nikkei-Index verzeichnete am selben Tag einen noch größeren Rückgang von 5,8 Prozent.

Auch die Schwächung des US-Dollars gegenüber dem Yen, der nun bei etwa 149 Yen gehandelt wird, nachdem er zuvor über 160 Yen gelegen hatte, hatte Auswirkungen auf die Finanzergebnisse von Nintendo.

Ein schwächerer Yen kommt im Allgemeinen Exporteuren wie Nintendo zugute, da er den Wert ihrer Auslandserlöse steigert.

Zukunftsausblick

Nintendo hat keine Änderungen an seiner am 7. Mai 2024 veröffentlichten Finanzprognose mitgeteilt.

Für das im März 2025 endende Geschäftsjahr hat Nintendo seine Gewinnprognose von 300 Milliarden Yen (2 Milliarden Dollar) beibehalten.

Nintendo plant, in den nächsten Monaten neue Titel beliebter Franchises wie Mario Party, Donkey Kong und Zelda zu veröffentlichen.

Darüber hinaus ist für 2026 die Veröffentlichung eines weiteren Super Mario-Films geplant, da das Unternehmen weiterhin sein wertvolles geistiges Eigentum nutzt.

Um seine Fangemeinde noch stärker einzubinden, erweitert Nintendo auch seine physische Präsenz. Noch in diesem Jahr soll in Kyoto, Japan, dem Hauptsitz des Unternehmens, ein neues Nintendo-Museum eröffnet werden.

Darüber hinaus soll im nächsten Jahr am Union Square in San Francisco ein neuer Nintendo-Store eröffnet werden, um mehr Kunden anzuziehen und die Markentreue zu stärken.