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Märkte im asiatisch-pazifischen Raum fallen, Wall-Street-Rallye schwächelt; Japans Handel wird defizitär

Märkte im asiatisch-pazifischen Raum fallen, Wall-Street-Rallye schwächelt; Japans Handel wird defizitär
Prachi Khanna
21. Aug. 2024, 06:17 AM
  • Die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum fallen, während die US-Indizes ihre achttägige Erfolgsserie beenden.
  • Japan verzeichnet ein höheres Handelsdefizit als erwartet; Yen wird stärker.
  • Der Hang Seng Index in Hongkong fällt im Zuge des Kurseinbruchs bei den Technologieaktien um 1,38 Prozent.

Die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum erlebten am Mittwoch einen Rückgang, nachdem die achttägige Erfolgsserie der US-Benchmark-Indizes zu Ende ging.

Sowohl der S&P 500 als auch der Nasdaq Composite verzeichneten in ihren letzten Handelssitzungen Rückgänge, was die regionalen Marktbewegungen beeinflusste.

Der S&P 500 fiel um 0,2 Prozent und der Nasdaq Composite verlor am Dienstag 0,33 Prozent.

Auch der Dow Jones Industrial Average verlor 0,15 Prozent. Hätte der S&P 500 zugelegt, wäre dies die längste Erfolgsserie des Index seit 2004 gewesen.

Diese Pause in der Aufwärtsdynamik war auf allen globalen Märkten spürbar, auch auf denen im asiatisch-pazifischen Raum.

Japans Handelsdaten offenbaren Defizit

Japans Handelsdaten für Juli zeigten ein erhebliches Handelsdefizit von 621,84 Milliarden Yen (4,28 Milliarden Dollar) und übertrafen damit die Vorhersagen der Ökonomen von 330,7 Milliarden Yen.

Die Exporte stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 10,3 Prozent, während die Importe um 16,6 Prozent zulegten. Beide Zahlen blieben hinter den Prognosen von Reuters zurück. Die Exporte sollten um 11,4 Prozent und die Importe um 14,9 Prozent steigen.

Das stärker als erwartete Importwachstum und das schwächer als erwartete Exportwachstum trugen zur Vergrößerung des Handelsdefizits bei.

Die Handelsdaten vom Juli sind bemerkenswerterweise die letzten vor der Entscheidung der Bank von Japan, die Zinssätze Ende des Monats anzuheben, was erhebliche Auswirkungen auf die Stärke des Yen hatte.

Nikkei 225 und Topix-Indizes fallen

Nach der Veröffentlichung der Handelsdaten sank der japanische Nikkei-225-Index um 0,88 %, während der breitere Topix-Index um 0,6 % nachgab.

Der starke Yen, eine Folge der Zinserhöhung der japanischen Notenbank, hat traditionell japanischen Exporteuren geholfen. Die jüngsten Handelszahlen und die stärkere Währung scheinen jedoch die Marktstimmung getrübt zu haben.

Auch die Märkte in Hongkong und Festlandchina verzeichnen Rückgänge

In Hongkong fiel der Hang Seng Index um 1,38 Prozent und war damit der größte Verlierer der Region. Der CSI 300 Index auf dem chinesischen Festland fiel um 0,57 Prozent. Besonders hart traf es Technologie- und zyklische Konsumwerte, wobei der E-Commerce-Riese JD.com einen deutlichen Rückgang hinnehmen musste.

Die Aktien von JD.com fielen um 11,4 %, nachdem bekannt wurde, dass der US-Einzelhandelsriese Walmart erwägt, seinen Anteil an dem Unternehmen zu verkaufen. Der Anteil hat einen Wert von rund 3,74 Milliarden Dollar, was den Druck auf die Performance der Aktie erhöht.

Technologiesektor verzeichnet Einbußen

Die Verluste des Hang Seng Index in Hongkong waren größtenteils auf Rückgänge bei Technologie- und zyklischen Konsumgütern zurückzuführen. JD.com, ein wichtiger Akteur im E-Commerce-Sektor, führte den Abschwung mit einem starken Rückgang an, nachdem bekannt wurde, dass Walmart seine Anteile verkaufen könnte.

Diese Entwicklung hat zu allgemeinen Marktrückgängen beigetragen und spiegelt die Sensibilität von Technologiewerten gegenüber bedeutenden Unternehmensveränderungen und Veränderungen der Marktstimmung wider.