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Update zur Superyacht-Tragödie von Mike Lynch: Zwei Leichen vor der Küste Siziliens geborgen

Update zur Superyacht-Tragödie von Mike Lynch: Zwei Leichen vor der Küste Siziliens geborgen
Srinibas Rout
21. Aug. 2024, 17:06 PM
  • Diese Entwicklung erfolgt, während die Suche nach den sechs verbleibenden Passagieren intensiviert wird.
  • Die Yacht liegt auf einer Tiefe von ca. 50 Metern.
  • Augenzeugen und Überlebende berichten, dass die Yacht durch den Sturm heftig hin und her geworfen wurde.

In einem tragischen Update zur Superyacht-Katastrophe vor der Küste Siziliens haben Rettungsteams zwei Leichen in den Trümmern der Yacht entdeckt, die am frühen Montagmorgen gesunken ist.

Diese Entwicklung erfolgt, während die Suche nach den sechs verbleibenden Passagieren intensiviert wird.

Die neuesten Erkenntnisse, über die NBC News berichtete, kennzeichnen das zweite und dritte im Zusammenhang mit dem Vorfall identifizierte Opfer, nachdem am Dienstag bereits ein Todesfall bestätigt worden war.

Die Jacht, die während eines heftigen Sturms in der Nähe des sizilianischen Hafens Porticello sank, liegt in einer Tiefe von etwa 50 Metern (164 Fuß), was die Rettungsteams vor große Herausforderungen stellte.

Das Schiff liegt schief und ist durch enge Zugangspunkte, dicke Glasfenster und verhedderte Stromkabel behindert, was die Bergungsarbeiten erschwert.

Den italienischen Rettungskräften ist es gelungen, in einige Räume der Jacht zu gelangen, doch sie haben Mühe, die Schlafkabinen zu erreichen, in denen sich zum Zeitpunkt der Katastrophe möglicherweise viele Passagiere aufgehalten haben.

Spezialtaucher berichten von Schwierigkeiten aufgrund der Tiefe des Wracks, die ihnen für die Erkundung nur zehn Minuten Zeit lässt, bevor sie an die Oberfläche zurückkehren müssen.

Wer war auf der Superyacht?

Die Identitäten der neu entdeckten Opfer wurden nicht bekannt gegeben.

Unter den vermissten Passagieren befinden sich jedoch prominente Persönlichkeiten wie der britische Technologieunternehmer Mike Lynch und seine 18-jährige Tochter Hannah, Jonathan Bloomer, Vorstandsvorsitzender von Morgan Stanley International, und seine Frau, die Wohltätigkeitsverwalterin Judy Bloomer, sowie der Anwalt von Clifford Chance Chris Morvillo und seine Frau, die Schmuckdesignerin Neda Morvillo.

Die italienische Küstenwache bestätigte, dass der kanadisch-antiguanische Koch Recaldo Thomas das erste Todesopfer bei dem Vorfall war.

Augenzeugen und Überlebende berichten, dass die Yacht gegen 4 Uhr Ortszeit durch den Sturm heftig hin und her geworfen wurde und anschließend kenterte, bevor sie rasch sank.

Bayesianische Luxusyacht: Was wir bisher wissen

Für Lynch war diese unglückselige Reise Berichten zufolge ein Grund zum Feiern, denn erst drei Monate zuvor war er in den USA von 15 Anklagepunkten wegen Verschwörung und Überweisungsbetrug freigesprochen worden.

Die Anklage stand im Zusammenhang mit dem Verkauf seines Softwareunternehmens Autonomy an Hewlett Packard im Jahr 2011.

Lynch, der die Vorwürfe einer Übertreibung stets zurückgewiesen hatte, wurde aus Großbritannien ausgeliefert und soll sich 2023 in den USA vor Gericht verantworten.

Die Reise auf der unter britischer Flagge fahrenden Luxusyacht Bayesian sollte an seinen Freispruch erinnern.

An Bord waren auch Morvillo, der Lynch während des Prozesses vertrat, und Bloomer, der für Lynchs Verteidigung aussagte.

In einem anderen Fall verstarb Stephen Chamberlain, ehemaliger Vizepräsident für Finanzen bei Autonomy und Mitangeklagter im Verfahren gegen Lynch, am Samstag auf tragische Weise, nachdem er beim Joggen in Cambridgeshire, England, von einem Auto angefahren wurde.

Diese Nachricht verleiht der Tragödie um Lynch und seine Mitarbeiter eine weitere düstere Note.

Während die Suche fortgesetzt wird, liegt der Schwerpunkt weiterhin auf der Ortung und Bergung der restlichen vermissten Passagiere, wobei der Zustand des Wracks immer komplexer wird.

Die Schiffskatastrophe wirft ein Schlaglicht auf die inhärenten Risiken von Reisen mit Luxusyachten bei widrigen Wetterbedingungen und wirft einen düsteren Blick auf die jüngsten Rechtsstreitigkeiten und persönlichen Tragödien der Betroffenen.