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Wohneigentum wird in den USA für die Mehrheit der Amerikaner unerreichbar: Darum

Wohneigentum wird in den USA für die Mehrheit der Amerikaner unerreichbar: Darum
Noris Soto
28. Aug. 2024, 19:51 PM
  • Die Entscheidung der Fed, die Zinsen zur Bekämpfung der Inflation zu erhöhen, hat die Kreditaufnahme verteuert.
  • In Küstenstädten, insbesondere in Kalifornien, ist der Rückgang der Erschwinglichkeit von Wohnraum besonders deutlich zu verzeichnen.
  • Daten der National Association of Realtors zeichnen ein düsteres Bild des aktuellen Immobilienmarktes.

Der Traum vom Eigenheim in den USA gerät für viele Amerikaner immer mehr in weite Ferne.

Aufgrund der explodierenden Immobilienpreise und der steigenden Hypothekenzinsen ist das einst erreichbare Ziel des Eigenheimbesitzes immer unerreichbarer geworden.

Da die Kluft zwischen dem Haushaltseinkommen und den Kosten für den Kauf eines Eigenheims immer größer wird, erscheint die Zukunft des Eigenheimbesitzes in den USA zunehmend ungewiss.

COVID-19 und steigende Wohnkosten

Die COVID-19-Pandemie hat den Immobilienmarkt dramatisch verändert.

Staatliche Konjunkturzahlungen und die flächendeckende Umstellung auf Telearbeit führten zu einem beispiellosen Anstieg der Nachfrage nach Eigenheimen.

Die niedrigen Hypothekenzinsen verstärkten den Ansturm auf den Kauf noch weiter und lockten mehr potenzielle Eigenheimbesitzer auf den Markt.

Eine Kombination aus Bauverzögerungen und der Zurückhaltung der Eigentümer, ihre Häuser zu verkaufen, führte jedoch zu einem erheblichen Mangel an Wohnraum.

Dieses Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage ließ die Immobilienpreise im ganzen Land in die Höhe schnellen und verschreckte viele potenzielle Käufer.

Federal Reserve und Erschwinglichkeit von Eigenheimen

Das Problem wird noch dadurch verschärft, dass die Entscheidung der US-Notenbank, zur Bekämpfung der Inflation die Zinsen zu erhöhen, Kredite verteuert hat.

Durch die höheren Zinsen wird es für viele noch schwieriger, sich ein Eigenheim zu leisten, und der Traum vom Eigenheim ist damit für viele noch unerreichbarer geworden.

Die Kluft zwischen dem durchschnittlichen Haushaltseinkommen und dem Einkommen, das zum Erwerb eines Eigenheims zum durchschnittlichen Preis erforderlich ist, hat sich erheblich vergrößert, so dass viele Amerikaner Mühe haben, mitzuhalten.

Quelle: Statista

Einkommen vs. Immobilienpreise

Daten der National Association of Realtors zeichnen ein düsteres Bild des aktuellen Immobilienmarktes.

Seit Januar 2022 ist das Jahreseinkommen, das erforderlich ist, um sich ein Eigenheim zum Durchschnittspreis leisten zu können, um erstaunliche 60 % gestiegen.

Während das nationale Durchschnittseinkommen zuvor bei etwa 74.000 US-Dollar lag, beträgt das Einkommen, das für den bequemen Erwerb eines Eigenheims zum Durchschnittspreis erforderlich ist, heute ungefähr 120.000 US-Dollar – und übertrifft damit das Durchschnittseinkommen von 84.000 US-Dollar bei weitem.

Eine Analyse von Realtor.com unterstreicht die wachsenden Unterschiede bei der Erschwinglichkeit von Wohnraum in verschiedenen Ballungsräumen.

In Küstenstädten, insbesondere in Kalifornien, ist der Rückgang der Erschwinglichkeit von Wohnraum besonders deutlich zu verzeichnen.

In Märkten wie Los Angeles, San Diego und San Jose ist die Lücke zwischen dem tatsächlichen Gehalt und dem für den Kauf eines Eigenheims erforderlichen Einkommen dramatisch größer geworden und übersteigt sogar das relativ hohe Einkommensniveau dieser Regionen.

Dieser Trend ist nicht auf die Westküste beschränkt; auch Städte wie Boston und New York City kämpfen mit ähnlichen Herausforderungen.

Die Lösung der Wohnraumkrise in Amerika erfordert koordinierte Anstrengungen von Finanzinstituten, Bauträgern und politischen Entscheidungsträgern.

Eine Erhöhung des Wohnungsangebots durch rationalisierte Entwicklungsprozesse und Anreize für Verkäufer könnte dazu beitragen, den Preisdruck zu verringern.

Darüber hinaus sind gezielte Programme zur Unterstützung von Familien mit niedrigem bis mittlerem Einkommen sowie von Erstkäufern von Eigenheimen von entscheidender Bedeutung, um den Erwerb eines Eigenheims erschwinglicher zu machen.

Die steigenden Kosten für Eigenheimbesitz in den USA unterstreichen die dringende Notwendigkeit langfristiger Strategien zur Verbesserung der Erschwinglichkeit und Zugänglichkeit.

Indem wir die Ursachen der Wohnungskrise angehen und wirksame Lösungen implementieren, können wir den amerikanischen Traum vom Eigenheim wiederbeleben und einem breiteren Personenkreis von Einzelpersonen und Familien den Weg zum Eigenheim eröffnen.