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US-Wirtschaft wächst im 2. Quartal 2024 um 3 %, angetrieben von Verbraucherausgaben und Unternehmensinvestitionen

US-Wirtschaft wächst im 2. Quartal 2024 um 3 %, angetrieben von Verbraucherausgaben und Unternehmensinvestitionen
Diya Poddar
29. Aug. 2024, 18:52 PM
  • Die Verbraucherausgaben, die 70 % der US-Wirtschaftsaktivität ausmachen, stiegen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,9 % (nach 2,3 %).
  • Die Unternehmensinvestitionen stiegen um 7,5 %, die Ausrüstungsinvestitionen legten um 10,8 % zu.
  • Es gibt Anzeichen einer nachlassenden Dynamik auf dem Arbeitsmarkt, die Arbeitslosenquote ist auf 4,3 % gestiegen.

Dem jüngsten Bericht des Handelsministeriums zufolge ist die US-Wirtschaft im zweiten Quartal 2024 jährlich um 3 % gewachsen.

Dies stellt eine deutliche Beschleunigung gegenüber der Wachstumsrate von 1,4% im ersten Quartal dar, die größtenteils auf robuste Verbraucherausgaben und Unternehmensinvestitionen zurückzuführen ist.

Die Verbraucherausgaben, die rund 70 Prozent der US-Wirtschaftsaktivität ausmachen, stiegen im Jahresvergleich um 2,9 Prozent und lagen damit über der ursprünglichen Schätzung von 2,3 Prozent.

Auch die Unternehmensinvestitionen zeigten eine starke Entwicklung und verzeichneten ein Wachstum von 7,5 %, wobei die Ausrüstungsinvestitionen um 10,8 % anstiegen.

Diese Zahlen unterstreichen die Robustheit der Wirtschaft trotz hoher Zinsen und Inflationssorgen.

Die revidierten Zahlen zum BIP-Wachstum deuten auf eine anhaltend starke Verbraucherausgaben und Unternehmensinvestitionen hin.

Beflügelt durch ein leichtes Plus beim Vertrauen hielten die Verbraucher ihre Ausgaben aufrecht, die im zweiten Quartal auf Jahresbasis um 2,9 Prozent stiegen.

Auch die Unternehmensinvestitionen trugen zum Wachstum bei, insbesondere im Bereich Ausrüstung, wo ein Anstieg von 10,8 % zu verzeichnen war.

Dieses Investitionsniveau spiegelt das Vertrauen der Unternehmen in die künftige Nachfrage wider, trotz der wirtschaftlichen Unsicherheit, die durch hohe Kreditkosten und die Volatilität der globalen Märkte bedingt ist.

Die Inflationslage bessert sich allmählich: Der von der Zentralbank bevorzugte Indikator, der Index der persönlichen Konsumausgaben (PCE), stieg im zweiten Quartal auf Jahresbasis um 2,5 Prozent, nach 3,4 Prozent im ersten Quartal.

Die Kerninflation des PCE, bei der die Lebensmittel- und Energiepreise außer Acht gelassen werden, verlangsamte sich ebenfalls von 3,2 % im ersten Quartal auf 2,7 %.

Das Ziel der Federal Reserve liegt bei zwei Prozent Inflationsrate. Die vorliegenden Zahlen deuten darauf hin, dass man bei der Verwirklichung dieses Ziels Fortschritte gemacht hat, was möglicherweise ein Zeitfenster für künftige Zinssenkungen bietet.

Wird die Federal Reserve die Zinsen senken?

Die Federal Reserve ist nun in der Lage, Zinssenkungen in Betracht zu ziehen, da die Inflation sich ihrem Zielwert nähert.

Da die Inflation von ihrem Höchststand von 9,1% auf 2,9% gefallen ist und wahrscheinlich weiter sinken wird, strebt die Fed eine „sanfte Landung“ an: Sie will die Inflation senken, gleichzeitig aber das Beschäftigungsniveau aufrechterhalten und eine Rezession vermeiden.

Seit 2022 wurden die Zinssätze elfmal angehoben und erreichten damit ein 23-Jahres-Hoch, doch ein Kurswechsel könnte unmittelbar bevorstehen.

Marktbeobachter blicken erwartungsvoll auf die nächste Sitzung der Fed Mitte September, bei der weitere Zinssenkungen diskutiert werden könnten, die möglicherweise zu einer Senkung der Kreditkosten für Verbraucher und Unternehmen führen würden.

Die jüngsten Daten zum BIP-Wachstum unterstreichen die Widerstandsfähigkeit der US-Wirtschaft.

Zwar wurde erwartet, dass hohe Zinsen einen Abschwung auslösen würden, doch die Wirtschaft wächst weiterhin, gestützt durch stabile Beschäftigungszahlen und Verbraucherausgaben.

Es gibt Anzeichen für eine nachlassende Dynamik auf dem Arbeitsmarkt. Die Arbeitslosenquote ist in den letzten vier Monaten auf 4,3 % gestiegen und die Zahl der offenen Stellen ist zurückgegangen. Trotz dieser Gegenwinde bleiben die allgemeinen Wirtschaftsaussichten vorsichtig optimistisch.