Märkte im asiatisch-pazifischen Raum legen zu, da US-Wirtschaftsdaten die Rezessionsängste lindern

Märkte im asiatisch-pazifischen Raum legen zu, da US-Wirtschaftsdaten die Rezessionsängste lindern
Prachi Khanna
30. Aug. 2024, 07:46 AM
  • Die Märkte im asiatisch-pazifischen Raum legen zu, da US-Wirtschaftsdaten die Rezessionsängste lindern.
  • Die Inflation in Tokio steigt auf 2,6 Prozent und wirkt sich auf die geldpolitischen Aussichten der Bank von Japan aus.
  • Dow Jones erreicht Rekordhoch; Nasdaq sinkt aufgrund des Kursrückgangs von Nvidia-Aktien.

Die asiatischen Märkte zeigten am Freitag eine positive Dynamik nach beruhigenden Wirtschaftsdaten aus den USA und einer Reihe gemischter Konjunkturindikatoren aus Japan.

Die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung in den USA und die revidierten Zahlen zum BIP-Wachstum trugen dazu bei, die Sorgen vor einer möglichen Rezession zu lindern und die Stimmung der Anleger in der gesamten Region zu verbessern.

US-Arbeitslosenzahlen gehen leicht zurück

Das US-Arbeitsministerium meldete, dass die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung im Wochenverlauf auf 231.000 zurückgegangen sei. Damit liege man leicht über der Dow-Jones-Schätzung von 230.000, aber unter dem Wert von 232.000 in der Vorwoche.

Darüber hinaus wurde das BIP-Wachstum im zweiten Quartal von ursprünglich 2,8 % auf 3 % nach oben korrigiert, was ein positives Signal für die Robustheit der US-Wirtschaft darstellt.

Japans Inflation erreicht 2,6%

In Japan stieg die Inflation in Tokio im Juli auf 2,6%, nach 2,2% im Juni und erreichte damit ihren höchsten Stand seit März. Die Kerninflationsrate, ohne die Preise für frische Lebensmittel, stieg auf 2,4% und übertraf damit die Reuters-Umfrageschätzung von 2,2%.

Diese Zahlen gelten als Indikator für allgemeinere nationale Trends und könnten der Bank von Japan zusätzlichen Spielraum für eine Straffung der Geldpolitik geben.

Japans Arbeitslosenquote stieg auf 2,7% und übertraf damit die Reuters-Schätzung von 2,5%. Die Einzelhandelsumsätze stiegen jedoch im Jahresvergleich um 2,6% und blieben damit hinter dem erwarteten Wachstum von 2,9% zurück. Auch der revidierte Anstieg vom Juni von 3,8% war rückläufig.

Trotz dieser gemischten Signale stieg der japanische Nikkei 225-Index nach der Veröffentlichung der Konjunkturdaten um 0,46 Prozent und der Topix legte um 0,59 Prozent zu.

Südkoreanische und australische Indizes verzeichnen Zuwächse

In Südkorea stieg der Kospi-Index um 0,7 %, während der Kosdaq mit geringerer Marktkapitalisierung um 0,78 % stieg. Die Einzelhandelsumsätze in Südkorea gingen im Monatsvergleich um 1,9 % zurück und sanken im Jahresvergleich um 2,1 %.

Trotzdem zeigte sich der breitere Markt widerstandsfähig. Der australische S&P/ASX 200-Index verzeichnete ebenfalls einen bescheidenen Anstieg von 0,37 %.

Märkte in Hongkong und Festlandchina verzeichnen leichte Zuwächse

In Hongkong eröffnete der Hang Seng Index 0,52 Prozent höher, und der CSI 300 Index auf dem chinesischen Festland stieg um 0,13 Prozent. Diese Gewinne spiegeln eine allgemein positive regionale Stimmung nach den verbesserten US-Wirtschaftsaussichten wider.

Gute Entwicklung an den US-Märkten

Über Nacht erreichte der Dow Jones Industrial Average einen neuen Rekord und schloss mit einem Plus von 0,59 % bei 41.335,05 Punkten. Zu diesem neuen Höchststand trugen Gewinne bei großen Unternehmen wie Goldman Sachs, Intel und Visa bei.

Im Gegensatz dazu beendete der S&P 500 die Sitzung knapp unter der Nulllinie, während der Nasdaq Composite um 0,23 % fiel, bedingt durch einen deutlichen Rückgang der Nvidia-Aktien um 6,4 %.

Die gemischten Konjunkturindikatoren aus Japan und die starke Entwicklung der US-Märkte sorgten für ein insgesamt positives Handelsumfeld im Asien-Pazifik-Raum.

Die anhaltenden Sorgen hinsichtlich der Inflation und wirtschaftspolitischer Anpassungen werden die Marktdynamik voraussichtlich jedoch kurzfristig weiterhin beeinflussen.