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Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe der Eurozone bleibt im August bei 45,8, keine Erholung in Sicht

Der Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe der Eurozone bleibt im August bei 45,8, keine Erholung in Sicht
Diya Poddar
02. Sept. 2024, 14:11 PM
  • Griechenland liegt mit einem PMI von 52,9 an der Spitze, allerdings handelt es sich für das Land immer noch um einen Achtmonatstiefststand.
  • Der deutsche Einkaufsmanagerindex (PMI) fällt auf 42,4, ein Fünfmonatstief, während Frankreich mit 43,9 ein Siebenmonatstief verzeichnet.
  • Der verarbeitende Sektor befindet sich seit 26 Monaten in einer Rezession und eine unmittelbare Erholung ist nicht in Sicht.

Der Fertigungssektor der Eurozone hat weiterhin Probleme: Der PMI-Index für das verarbeitende Gewerbe blieb im August gegenüber Juli unverändert bei 45,8.

Dies stellt den dritten Monat in Folge mit deutlichen Rückgängen dar und deutet auf einen länger anhaltenden Abschwung hin.

Trotz sinkender Auftragseingänge im In- und Ausland sind die Güterpreise erstmals seit April 2023 gestiegen, was die Bemühungen der Europäischen Zentralbank (EZB) zur Eindämmung der Inflation erschwert.

Gemischte Entwicklung in den Ländern der Eurozone

Daten aus einzelnen Ländern zeigen eine unterschiedliche Entwicklung innerhalb der Eurozone im August. Griechenland verzeichnete mit 52,9 den höchsten PMI, obwohl dies ein Achtmonatstief ist.

Spanien und Irland blieben knapp über der neutralen Marke von 50,0, wobei die PMIs von 50,5 bzw. 50,4 eine abgeschwächte Dynamik widerspiegelten.

In Italien war eine gewisse Verbesserung zu verzeichnen; der Einkaufsmanagerindex stieg auf 49,4 und damit auf den höchsten Wert seit fünf Monaten, obwohl er sich noch immer im Rückgangsbereich befindet.

Frankreich meldete einen PMI von 43,9, den niedrigsten Stand seit sieben Monaten, während Deutschland, die größte Volkswirtschaft der Eurozone, einen PMI von 42,4 verzeichnete, den tiefsten Stand seit fünf Monaten.

Steigende Input- und Outputpreise

Zum ersten Mal seit April 2023 sind die Verkaufspreise im verarbeitenden Gewerbe der Eurozone gestiegen, angetrieben von Ländern wie Frankreich, den Niederlanden, Griechenland und Italien.

Dieser Anstieg der Verkaufspreise stellt eine Herausforderung für die EZB dar, die sich auf sinkende Produktionspreise verlässt, um die Inflation im Dienstleistungssektor auszugleichen.

Auch die Inputpreise sind seit Juni gestiegen, womit eine deflationäre Phase beendet ist. Die Kombination aus steigenden Input- und Verkaufspreisen deutet auf einen erhöhten Inflationsdruck hin, der möglicherweise die politischen Entscheidungen der EZB beeinflussen könnte.

Herausforderungen für die EZB bleiben bestehen

Die EZB sieht sich einem anhaltenden Inflationsdruck gegenüber, der durch die jüngsten Trends im verarbeitenden Gewerbe noch verschärft wird.

Bisher setzte die Notenbank auf sinkende Produktionspreise, um die Inflation im Dienstleistungssektor auszugleichen. Steigende Güterpreise erschweren diese Strategie jedoch nun.

Trotz mehrfacher Zinserhöhungen deuten die gemischte Entwicklung im verarbeitenden Gewerbe und die steigenden Preise darauf hin, dass weitere Maßnahmen erforderlich sein könnten.

Divergierende Daten aus den einzelnen Ländern erhöhen die Komplexität zusätzlich. In einigen Ländern stabilisiert sich die Lage, während in anderen weiterhin eine starke Rezession zu verzeichnen ist.

Der verarbeitende Sektor der Eurozone befindet sich seit 26 Monaten in einer Rezession, und die jüngsten Daten bieten wenig Hoffnung auf eine rasche Erholung.

Der anhaltende Rückgang bei den Auftragseingängen und die steigenden Inputkosten legen nahe, dass die EZB ihren Ansatz zur Unterstützung der Wirtschaft der Eurozone insgesamt überdenken muss.