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Südkorea verschärft Kontrolle über Krypto-Börsen durch FSS-Inspektionen

Südkorea verschärft Kontrolle über Krypto-Börsen durch FSS-Inspektionen
Rony Roy
04. Sept. 2024, 19:06 PM
  • Die südkoreanische Finanzaufsichtsbehörde wird Inspektionen an Krypto-Börsen durchführen.
  • Der Schwerpunkt der durch den Virtual Asset User Protection Act unterstützten Inspektionen liegt auf der Sicherstellung der Einhaltung der Vorschriften.
  • Zusätzliche Richtlinien von Branchengruppen schreiben regelmäßige Überprüfungen von Kryptowährungen vor.

Die südkoreanischen Regulierungsbehörden verstärken im Rahmen umfassenderer Bemühungen zur Bekämpfung illegaler Aktivitäten im Kryptobereich ihre Aufsicht über den Kryptowährungsbörsen.

Angesichts der zunehmenden Betrügereien und des Schwindels bereitet sich der Financial Supervisory Service (FSS), der der Financial Services Commission (FSC) untersteht, auf die Untersuchung von On-Chain-Transaktionen vor. Dies stellt einen wichtigen Schritt im Regulierungsansatz des Landes dar.

Laut lokalen Medienberichten wird sich diese Prüfung auf zwei der vier auf dem koreanischen Won basierenden Börsen konzentrieren, die bei ersten Überprüfungen aufgrund „ungewöhnlicher Aktivitäten“ aufgefallen waren.

Diese bevorstehende Prüfung, die erste ihrer Art, fällt unter den Virtual Asset User Protection Act (VAUPA), der Ende Juli erlassen wurde und darauf abzielt, den Verbraucherschutz zu verbessern und strengere Vorschriften im Kryptowährungssektor durchzusetzen.

Südkoreas strenge Regeln für Krypto-Börsen

Die neuen Vorschriften kategorisieren Kryptowährungsbörsen als Virtual Asset Service Provider (VASPs) und legen mehrere strenge Anforderungen fest, um den Kundenschutz zu gewährleisten.

Diese Regeln wurden als Reaktion auf Aufsehen erregende Vorfälle wie den Zusammenbruch von Terra Luna und den FTX-Skandal eingeführt, die erhebliche Schwachstellen innerhalb der Kryptoindustrie offenlegten.

Eine der wichtigsten Vorgaben erfordert, dass VASPs mindestens 80 % der Vermögenswerte der Benutzer in Cold Storage aufbewahren, um sicherzustellen, dass sie vor potenziellen Cyberbedrohungen geschützt sind.

Darüber hinaus müssen diese Vermögenswerte versichert, von Unternehmensgeldern getrennt und in risikolose, ertragsbringende Produkte bei glaubwürdigen, vom FSC benannten Finanzinstituten investiert werden.

Dieser Rahmen soll Risiken minimieren und die Investitionen der Benutzer schützen.

Darüber hinaus sind VASPs verpflichtet, Transaktionsaufzeichnungen mindestens 15 Jahre lang aufzubewahren, um die Rückverfolgbarkeit und Transparenz zu gewährleisten.

Darüber hinaus müssen sie verdächtige oder ungewöhnliche Aktivitäten unverzüglich den Behörden melden und so die Bemühungen der Regierung zur Verhinderung von Geldwäsche und anderen illegalen Aktivitäten im Kryptobereich verstärken.

Wichtige Details der FSS-Inspektionen

Die FSS-Inspektion, die erste im Rahmen des neuen Regulierungsrahmens, wird durch eine Aufsichtsgebühr finanziert, die VASPs auf der Grundlage ihrer Betriebseinnahmen entrichten müssen.

Diese Kontrollen zielen in erster Linie auf illegale oder verdächtige Transaktionen ab und überprüfen die Einhaltung der im VAUPA festgelegten Mandate.

Der FSS hat klargestellt, dass die Nichteinhaltung dieser Vorschriften oder die Beteiligung an illegalen Aktivitäten „harte Strafen“ nach sich zieht.

Personen, die für schuldig befunden werden, durch illegale Krypto-Aktivitäten mehr als 5 Milliarden Won (ungefähr 3,7 Millionen Dollar) angehäuft zu haben, könnten mit lebenslanger Haft bestraft werden, was die Härte des Vorgehens der Regierung gegen Finanzkriminalität im Krypto-Sektor unterstreicht.

Über die ersten beiden untersuchten Börsen hinaus könnte die FSS ihre Inspektionen bei etwaigen Beschwerden auf weitere Unternehmen ausweiten, darunter drei zusätzliche Krypto-Börsen und einen Wallet-Anbieter.

Diese Regeln gelten auch für alle anderen zugelassenen Unternehmen, die auf dem südkoreanischen Kryptomarkt tätig sind.

Der Regulierungsschwerpunkt in Südkorea beschränkt sich nicht nur auf die Börsen.

Auf südkoreanischen Plattformen gehandelte Kryptowährungen unterliegen im Rahmen eines Best-Practice-Plans zur Unterstützung von Transaktionen mit virtuellen Vermögenswerten regelmäßigen Überprüfungen.

Obwohl diese Richtlinien nicht direkt Teil des VAUPA sind, handelt es sich um zusätzliche Regeln, die von Branchengruppen wie der Digital Asset Exchange Alliance (DAXA) festgelegt und von den südkoreanischen Finanzaufsichtsbehörden durchgesetzt werden.

Diese Maßnahmen spiegeln das Engagement Südkoreas wider, einen sicheren und transparenten Kryptowährungsmarkt aufrechtzuerhalten und gleichzeitig die Verbraucher zu schützen und die mit digitalen Vermögenswerten verbundenen Risiken zu mindern.

Da sich die regulatorische Landschaft ständig weiterentwickelt, müssen südkoreanische Krypto-Börsen und verwandte Unternehmen diese strengen Anforderungen erfüllen, um konform zu bleiben und empfindliche Strafen zu vermeiden.