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Moskau verurteilt US-Druck auf russische Medien und nennt ihn „inakzeptabel“

Moskau verurteilt US-Druck auf russische Medien und nennt ihn „inakzeptabel“
Diya Poddar
06. Sept. 2024, 20:48 PM
  • Das US-Justizministerium hat Dimitri Simes und Anastasia Simes angeklagt, sie hätten versucht, gegen US-Sanktionen zu verstoßen.
  • US-Sanktionen richten sich gegen RT und seine Chefredakteure wegen mutmaßlicher Versuche, die US-Präsidentschaftswahl zu beeinflussen.
  • Als Vergeltungsmaßnahme kündigt Moskau an, den US-Medien in Russland Beschränkungen aufzuerlegen.

Russland verurteilte die jüngsten US-Sanktionen gegen russische Medien und Journalisten und warf Washington vor, „inakzeptablen Druck“ auszuüben, um die russische Sicht auf das Weltgeschehen zu unterdrücken.

Das US-Justizministerium hat den russischen TV-Mitarbeiter Dimitri Simes und seine Frau Anastasia Simes angeklagt, angeblich US-Sanktionen verletzt zu haben. Darüber hinaus hat das Ministerium Sanktionen gegen den russischen Staatssender RT und seine Chefredakteure verhängt.

Diese Maßnahmen sind Teil umfassenderer Bemühungen der USA, russischen Desinformations- und Einflusskampagnen im Vorfeld der bevorstehenden US-Wahlen entgegenzuwirken.

Als Reaktion darauf kündigte Moskau an, den US-Medien in Russland eigene Beschränkungen aufzuerlegen.

Der Kreml kritisierte die US-Sanktionen als Versuch, Russlands Sicht auf das Weltgeschehen zu unterdrücken.

Der russische Sprecher Dmitri Peskow erklärte, Washingtons Maßnahmen zielten darauf ab, die russische Perspektive für das internationale Publikum unzugänglich zu machen, und betonte, dass „das nichts anderes als eklatanter Druck“ sei.

Die US-Sanktionen richteten sich gegen eine Reihe russischer Medienpersönlichkeiten und -unternehmen, darunter RT-Chefredakteurin Margarita Simonyan und ihre Stellvertreterin Elizaveta Brodskaia.

Die Sanktionen erfolgen vor dem Hintergrund anhaltender Besorgnis in Washington über russische Bemühungen, sich in die politische Landschaft der USA einzumischen, insbesondere im Vorfeld der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen.

Justizministerium klagt russische Journalisten an

Das US-Justizministerium hat den russischen TV-Mitarbeiter Dimitri Simes und seine Frau Anastasia Simes angeklagt, sie hätten versucht, US-Sanktionen zu verletzen.

Diese Anklagen folgen der Verhängung von Sanktionen gegen RT und seine Chefredakteure, denen vorgeworfen wird, sie hätten versucht, die US-Präsidentschaftswahlen durch Desinformation und Propaganda zu beeinflussen.

Das Paar soll für seine Arbeit beim russischen Ersten Kanal seit Juni 2022 mehr als eine Million Dollar sowie ein Privatauto mit Fahrer erhalten haben. Der Sender war nach dem russischen Einmarsch in die Ukraine bereits mit US-Sanktionen belegt.

Die jüngsten Anklagen und Sanktionen haben Bedenken hinsichtlich der Rolle der russischen Medien bei der Verbreitung von Desinformationen geweckt, die Washington als Bedrohung demokratischer Prozesse betrachtet.

US-Finanzministerium nimmt russische Medienpersönlichkeiten ins Visier

Das US-Finanzministerium hat Sanktionen gegen zehn Personen und zwei Unternehmen angekündigt, die mit russischen Staatsmedien in Verbindung stehen. Dazu gehören auch Schlüsselfiguren des russischen Staatssenders RT, wie etwa dessen Chefredakteurin Margarita Simonyan.

Diesen Personen und Unternehmen wird vorgeworfen, zu den Versuchen Russlands beigetragen zu haben, sich über Medien und Online-Plattformen in den politischen Prozess in den USA einzumischen.

Die gezielten Sanktionen sind Teil einer umfassenderen Strategie der USA, russische Einflussoperationen einzudämmen, die den Wahlprozess stören könnten.

Russland kündigt Vergeltungsmaßnahmen gegen die USA an

Als Reaktion auf die US-Sanktionen kündigte Moskau an, den in Russland tätigen US-Medien Beschränkungen aufzuerlegen.

Peskow betonte, Russland werde die Art der Berichterstattung dieser Medien, insbesondere zum Ukraine-Konflikt, prüfen und entsprechende Maßnahmen ergreifen.

Konkrete Einschränkungen wurden nicht bekannt gegeben, doch Peskow wies darauf hin, dass Russland die Verbreitung „einseitiger“ Informationen oder „Fake News“ in Erwägung ziehen würde.

Peskow räumte ein, dass „im Kriegszustand, in dem wir uns befinden, Einschränkungen und auch Zensur gerechtfertigt sind“, was Russlands Haltung hinsichtlich der Kontrolle des Informationsflusses im Zuge des anhaltenden Konflikts mit der Ukraine widerspiegelt.

Die eskalierenden Sanktionen und Gegenmaßnahmen markieren eine deutliche Verschlechterung der Medienbeziehungen zwischen den USA und Russland.

Beide Länder werfen sich gegenseitig vor, Informationen zu manipulieren und die öffentliche Meinung zu beeinflussen. Der Konflikt wirft der Regierung vor, die Medien in geopolitischen Konflikten zunehmend als Mittel der Staatsführung einzusetzen.

Mit Näherrücken der US-Wahlen werden sich diese Spannungen wahrscheinlich verschärfen, da jede Seite versuchen wird, die politische Debatte zu kontrollieren und den ausländischen Einfluss abzuschwächen.