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Trump sagt jüdischen Spendern: Harris-Präsidentschaft würde das Ende Israels bedeuten

Trump sagt jüdischen Spendern: Harris-Präsidentschaft würde das Ende Israels bedeuten
Diya Poddar
06. Sept. 2024, 21:56 PM
  • Harris betont die Unterstützung für Israel, fordert aber auch, sich um das Leid der Palästinenser zu kümmern.
  • Trump verspricht, im Falle seiner Wiederwahl Flüchtlinge auszuschließen und „pro-Hamas“-Demonstranten zu bestrafen.
  • Auf US-amerikanischen Universitäten kommt es zu Protesten wegen Israel, die Debatten über Antisemitismus und freie Meinungsäußerung auslösen.

Die bevorstehende US-Präsidentschaftswahl dürfte ein entscheidender Moment für die Beziehungen zwischen den USA und Israel sein, da der ehemalige Präsident Donald Trump warnt, dass die Zukunft Israels auf dem Spiel stehe, wenn Vizepräsidentin Kamala Harris das Weiße Haus gewinnt.

In einer Rede vor jüdischen Spendern in Las Vegas behauptete Trump, eine Präsidentschaft Harris‘ würde Israel „völlig im Stich lassen“ und dazu führen, dass „Terrorarmeen“ Krieg gegen den jüdischen Staat führten.

Die Aussagen lösten eine hitzige Debatte über die mögliche außenpolitische Ausrichtung von Harris aus, insbesondere über ihre Haltung gegenüber Israel und dem Nahen Osten im weiteren Sinne.

Trump behauptet, Israels Sicherheit stehe auf dem Spiel

In seiner Ansprache vor der Republican Jewish Coalition behauptete Trump, dass Israel unter einer Harris-Regierung aufhören würde zu existieren.

Er argumentierte weiter, Harris würde Israel „im Stich lassen“ und es damit angreifbar machen.

Laut Trump würde ein solcher Verzicht „Terrorarmeen“ ermutigen, „die Juden aus dem Heiligen Land zu vertreiben“.

Er betonte auch, dass die Maßnahmen seiner eigenen Regierung dem Schutz Israels dienten, etwa das Einreiseverbot für Flüchtlinge aus „Terrorgebieten“ und die Verhaftung „pro-Hamas-Schläger“, die Regierungseigentum zerstören.

Trump nahm auch jüdische Amerikaner ins Visier, die die Demokratische Partei unterstützen, und stellte ihre Loyalität gegenüber Israel infrage.

"Wer sind die 50 Prozent der Juden, die diese Leute wählen, die Israel hassen?", fragte Trump und verschärfte damit seine Kritik an Harris und ihren Anhängern. Seine Bemerkungen spiegeln seine früheren Aussagen über US-Juden und ihr Wahlverhalten wider, die oft Kontroversen ausgelöst haben.

Harris' Haltung zu Israel und Palästina

Vizepräsidentin Kamala Harris hat immer wieder ihre Unterstützung für Israel als sichere, demokratische Heimat für das jüdische Volk bekräftigt.

Im Vergleich zu Trumps hartem Ansatz vertrat sie eine differenziertere Haltung zu den Beziehungen zwischen Israel und Palästina.

Zwar hat Harris, wie auch Präsident Joe Biden, ihre starke Unterstützung für Israel beibehalten, gleichzeitig aber auch betont, wie wichtig es sei, das Leid der Palästinenser anzuerkennen.

Sie kritisierte die hohe Zahl der Opfer unter der Zivilbevölkerung im Gazastreifen und äußerte den Wunsch, zu diesen Themen nicht „zu schweigen“.

Morgan Finkelstein, Sprecherin von Harris‘ Wahlkampf, reagierte auf Trumps Kommentare, indem sie Harris‘ Engagement im Kampf gegen Antisemitismus und ihre langjährige Unterstützung für Israel bekräftigte.

Finkelstein verwies auch auf Trumps Vergangenheit mit umstrittenen Äußerungen und Verbindungen zu rechtsextremen Persönlichkeiten. Diese könnten als Untergrabung seiner Behauptungen gesehen werden, er sei ein treuer Verbündeter Israels.

Reaktionen auf Trumps Äußerungen

Trumps Äußerungen fallen in eine Zeit, in der es an US-Universitäten zu einer Zunahme der Proteste gegen das Vorgehen Israels im Gazastreifen kommt.

Dies hat von einigen Seiten zu Antisemitismusvorwürfen geführt, während andere argumentieren, dass diese Vorwürfe dazu benutzt würden, berechtigte Kritik an der israelischen Politik zu unterdrücken.

Trump hat angekündigt, im Falle seiner Wiederwahl die Finanzierung von Universitäten zu streichen, die seiner Ansicht nach „antisemitische Propaganda“ verbreiten.

Die Rhetorik rund um die Wahl könnte die künftigen Beziehungen zwischen den USA und Israel erheblich beeinflussen.

Harris‘ ausgewogenerer Ansatz könnte zu einem Politikwechsel führen, der im Gegensatz zu Trumps uneingeschränkter Unterstützung für Israel den Schwerpunkt auf eine Zweistaatenlösung und humanitäre Überlegungen gegenüber den Palästinensern legt.

Die bevorstehenden Wahlen werden daher voraussichtlich nicht nur die innenpolitische Landschaft, sondern auch die internationale Diplomatie im Nahen Osten prägen.

Im Falle ihrer Wahl könnte Harris im Israel-Palästina-Konflikt einen diplomatischeren Ansatz verfolgen und möglicherweise Dialogkanäle wieder öffnen, die unter früheren Regierungen belastet waren.

Dies könnte eine Neubewertung der US-Hilfe- und Unterstützungsstrategien in der Region beinhalten, wobei sowohl Sicherheitsbedenken als auch Menschenrechtsfragen berücksichtigt werden müssten.

Während Trump sich als ultimativer Beschützer Israels inszeniert, könnte Harris‘ Haltung Wähler ansprechen, die sich eine differenziertere Außenpolitik wünschen, die Sicherheit und humanitäre Hilfe in Einklang bringt.