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Aufgrund der Nachfrage nach generativer KI werden sich die Treibhausgasemissionen von Rechenzentren bis 2030 verdreifachen

Aufgrund der Nachfrage nach generativer KI werden sich die Treibhausgasemissionen von Rechenzentren bis 2030 verdreifachen
Diya Poddar
09. Sept. 2024, 19:57 PM
  • Aufgrund der Nachfrage nach KI werden die Emissionen von Rechenzentren bis 2030 auf 600 Millionen Tonnen steigen.
  • 40 % der Emissionen von Rechenzentren entstehen durch den Bau, was die Erreichung der Klimaneutralitätsziele erschwert.
  • Die Emissionen von Google stiegen innerhalb von fünf Jahren um 48 %, was Zweifel an den Netto-Null-Zielen des Technologiesektors aufkommen lässt.

Laut einem neuen Bericht von Morgan Stanley wird die stark steigende Nachfrage nach generativer künstlicher Intelligenz (KI) die Treibhausgasemissionen von Rechenzentren deutlich erhöhen.

Aus der Studie geht hervor, dass Rechenzentren bis 2030 voraussichtlich satte 2,5 Milliarden Tonnen Treibhausgase ausstoßen werden – dreimal mehr als frühere Prognosen, in denen die Auswirkungen der generativen KI nicht berücksichtigt wurden.

Diese alarmierende Prognose unterstreicht, dass sich die Technologiebranche angesichts ihres anhaltenden Wachstums dringend mit ihrem ökologischen Fußabdruck befassen muss.

Generative KI lässt Emissionen auf 600 Millionen Tonnen ansteigen

Der Bericht hebt einen dramatischen Anstieg der Emissionen hervor, der mit der steigenden Nachfrage nach generativer KI zusammenhängt.

Die Emissionen von Rechenzentren werden voraussichtlich von 200 Millionen Tonnen in diesem Jahr auf 600 Millionen Tonnen im Jahr 2030 ansteigen.

Dieser Aufschwung ist vor allem auf den Ausbau der Rechenzentren zurückzuführen, der zur Unterstützung der wachsenden Cloud-Dienste erforderlich ist.

Laut Morgan Stanley entstehen 60 Prozent dieser Emissionen durch den energieintensiven Betrieb der Rechenzentren, die restlichen 40 Prozent entstehen durch die Produktion von Baumaterialien und Infrastruktur.

Rechenzentrumsausbau gefährdet Netto-Null-Ziele

Der schnelle Bau neuer Rechenzentren stellt ein erhebliches Hindernis für das Erreichen der Netto-Null-Emissionsziele dar.

Die während der Bauphase entstehenden Emissionen, einschließlich der Herstellung von Materialien und Infrastruktur, tragen erheblich zum gesamten CO2-Fußabdruck bei.

Der jüngste Bericht von Google über einen Anstieg der Emissionen um 48 % in den vergangenen fünf Jahren verdeutlicht die Herausforderungen bei der Erreichung ökologischer Ziele.

Da der Technologiesektor derzeit für 40 Prozent der jährlichen US-Emissionen verantwortlich ist, wird der Weg zum Erreichen der Netto-Null-Ziele zunehmend schwieriger.

Bei den Bemühungen, die Umweltauswirkungen von Rechenzentren zu verringern, ergeben sich zusätzliche Herausforderungen, insbesondere im Hinblick auf die Kühlsysteme.

Zwar können Wasserkühlungssysteme den Energieverbrauch senken, sie benötigen jedoch große Mengen Wasser, was in Regionen mit Wasserknappheit ein Problem darstellt.

Dies erschwert die Bemühungen der Technologiebranche, grüne Ziele zu erreichen und verschärft die Umweltauswirkungen des wachsenden KI-Sektors.

Aus der Studie von Morgan Stanley geht hervor, dass zur Erfüllung der notwendigen Standards für Kohlenstoffabscheidung, -nutzung und -speicherung (CCUS) erhebliche Investitionen in Höhe von 15 Milliarden US-Dollar erforderlich sind.

Der Bericht identifiziert außerdem Wiederaufforstungsprojekte als mögliche Lösung zur Erreichung künftiger Netto-Null-Ziele.

Diese Erkenntnisse unterstreichen den dringenden Bedarf an innovativen Ansätzen und erheblichem finanziellen Engagement, um die Umweltauswirkungen der rasanten Entwicklung der generativen KI zu bewältigen.