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BBVA erweitert USDC-Verwahrungs- und Handelsdienste für seine Schweizer Kunden

BBVA erweitert USDC-Verwahrungs- und Handelsdienste für seine Schweizer Kunden
Charles Thuo
09. Sept. 2024, 11:03 AM
  • BBVA erweitert die Schweizer Kryptodienste um USDC und ergänzt damit das Bitcoin- und Ether-Angebot.
  • Die Blockchain-freundliche Politik der Schweiz fördert das Krypto-Wachstum der BBVA.
  • BBVAs Übernahmeangebot für Sabadell im Wert von 12,23 Milliarden Euro erhält Genehmigung der EZB.

Das spanische multinationale Bank- und Finanzdienstleistungsunternehmen Banco Bilbao Vizcaya Argentaria, SA hat seine digitalen Vermögenswertdienste um USD Coin (USDC) für seine institutionellen und privaten Bankkunden in der Schweiz erweitert.

Dieser Schritt folgt auf die erfolgreiche Integration von Bitcoin und Ether in seine Krypto-Angebote.

Durch die Aufnahme von USDC in die Bank sollen schnellere Transaktionen, mehr Sicherheit und ein besseres Risikomanagement ermöglicht werden, wodurch sich die BBVA als führendes Unternehmen im Kryptofinanzsektor in ganz Europa positionieren soll.

BBVA zielt darauf ab, eine stabile Krypto-Lösung bereitzustellen

Die Entscheidung von BBVA, USDC einzuführen, stellt einen bedeutenden Schritt zur Erweiterung seines Krypto-Portfolios dar. USDC, eine Stablecoin, die direkt an den US-Dollar gebunden ist, bietet eine Lösung für die Volatilität, die häufig mit Kryptowährungen wie Bitcoin und Ether verbunden ist.

Dieser stabile Wert ist besonders attraktiv für institutionelle und private Kunden, die Risiken bei Marktschwankungen managen möchten. USDC ermöglicht es Kunden, die Stablecoin zu handeln, zu halten und in verschiedene Währungen wie Euro und Dollar umzutauschen.

Indem BBVA schnellere Transaktionen ermöglicht und die Anfälligkeit gegenüber Krypto-Preisschwankungen reduziert, erfüllt es die Bedürfnisse seiner Kunden, die Sicherheit und Effizienz verlangen.

Philippe Meyer, Leiter für digitale Lösungen und Blockchain bei BBVA in der Schweiz, betonte das Engagement der Bank, einen einfachen Zugang zu tokenisierten Produkten zu bieten, und verwies auf die hohe Nachfrage nach Kryptodiensten im Land.

BBVA expandiert in der Schweiz

Das kryptofreundliche regulatorische Umfeld der Schweiz hat eine Schlüsselrolle bei der Anziehung großer Investitionen in Blockchain und digitale Vermögenswerte gespielt.

Das Distributed-Ledger-Technology-Gesetz (DLT) des Landes, das die Tokenisierung von Wertpapieren und Vermögenswerten ermöglicht, hat Innovation und Effizienz bei Blockchain-Transaktionen gefördert.

Zug, bekannt als „Crypto Valley“, hat sich zu einem Zentrum für Blockchain-Startups, Stiftungen und Kryptounternehmen entwickelt.

Die Expansion der BBVA in der Schweiz steht im Einklang mit der zukunftsorientierten Politik des Landes und verankert das Unternehmen weiter in der wachsenden Blockchain-Landschaft.

Die Bank hatte Bitcoin und Ether bereits im Jahr 2021 in ihr Angebot integriert und die kürzliche Hinzufügung von USDC ist ein logischer nächster Schritt.

BBVA hat außerdem im Jahr 2023 seine Krypto-Verwahrungsvorgänge auf die Harmonize-Plattform von Metaco migriert, um eine höhere Sicherheit und Skalierbarkeit für das digitale Vermögensmanagement zu gewährleisten.

BBVA nimmt Banco Sabadell mit feindlichem Übernahmeangebot ins Visier

Der Schritt der BBVA, ihre Kryptodienste auszuweiten, erfolgt unmittelbar nach einem wichtigen Meilenstein ihrer europäischen Wachstumsstrategie.

Die Bank gab vor kurzem bekannt, dass sie die Genehmigung der Europäischen Zentralbank (EZB) für ihr Übernahmeangebot für Banco Sabadell erhalten habe. Das 12,23 Milliarden Euro schwere Geschäft soll die Position der BBVA im europäischen Bankensektor stärken.

Allerdings bedarf das Angebot noch der Genehmigung durch die spanische Kartellbehörde CNMC und die Börsenaufsicht.

Der BBVA-Vorsitzende Carlos Torres Vila bezeichnete die Zustimmung der EZB als einen bedeutenden Meilenstein bei der Schaffung eines stärkeren Finanzinstituts mit einer zusätzlichen Kreditkapazität von bis zu 5 Milliarden Euro pro Jahr.

Trotz potenzieller Vorteile wie verbesserter Wettbewerbsfähigkeit und Rentabilität stößt das Angebot auf Widerstand seitens der spanischen Regierung. Diese befürchtet Arbeitsplatzverluste, ein Marktmonopol und die Auswirkungen auf Regionen wie Katalonien.

Während die Schweizer Krypto-Expansion als strategische Maßnahme zur Stärkung des Finanzdienstleistungsportfolios der BBVA angesehen wird, konzentriert sich die Bank auch auf die Fusion ihrer Geschäftstätigkeiten mit der Banco Sabadell, was möglicherweise die Konsolidierung des europäischen Bankensektors beschleunigen könnte.

Die Gewerkschaften fordern allerdings schriftliche Garantien zum Schutz der Arbeitsplätze, da die Fusion weiterhin kritisch beobachtet wird.